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Col de la Loze (2301 m)

Loze7.

Auffahrten

Von AP – Bis Méribel ist diese Seite des Col de la Loze identisch mit der Auffahrt nach Mottaret. Vor dem eigentlichen Ortszentrum von Méribel geht es links hoch in die Rue de l’Agentila zum Altiport. Am Abzweig ist auch der Col de la Loze ausgeschildert. Für drei Kilometer fährt man nun bei mäßiger Steigung durch die Hanglage von Méribel. Die Chalets sehen zum Teil ziemlich teuer aus, ein paar Restaurants und Sportläden stehen auch am Straßenrand.
Auf etwa 1650 m Höhe erreicht man die letzte Häuserreihe von Méribel. Nach links führt die Straße zum Altiport, man hält sich aber rechts und sieht hinter einem kleinen Parkplatzbereich den Anfang des Radwegs. Dort beginnt, nach 14,5 km Geplänkel mit immerhin 1000 Hm, im Grunde genommen der spannende Teil und damit die eigentliche Auffahrt zum Col de la Loze.
Die untere Hälfte des Radwegs führt durch ein Waldstück, die obere erst durch das offene Gelände der Skipisten und dann am Westabfall des Dent de Burgin entlang auf die Passhöhe zu. Die Steigung variiert extrem, kurze flache Abschnitte münden in heftige Rampen. Die steilsten Rampen quetscht man bei Kilometer 19 (dort steht die Mittelstation einer Seilbahn) und kurz vor der Passhöhe. Der Steigungsschnitt der 7 km bis zum Pass liegt zwischen 9 und 12 %. Eine detaillierte Beschreibung des Radwegs will ich mir an dieser Stelle ersparen, weil unten bei der Auffahrt über Courchevel schon einiges dazu gesagt wird. Mir ist zusätzlich aufgefallen, dass man den Radweg an einer Stelle noch härter hätte machen können, nämlich bei der Passage mit den koketten Serpentinen übereinander. Der eigentliche Weg verläuft dort mit mindestens 25 % Steigung geradeaus die Alm hinauf. Den zu asphaltieren, war den Radwegplanern wohl doch zu heftig.
Zur Aussicht möchte ich erwähnen, dass man auf den letzten Kilometern feine Ausblicke auf den Süden und Westen der Vanoise und auch auf die Berge des Beaufortain im Norden hat. Allerdings sind all diese Gipfel wesentlich weniger imposant als der Ostteil der Vanoise, den man wunderbar auf der Courchevel-Seite studieren kann. Als Fazit der Auffahrten zum Col de la Loze bleibt festzuhalten, dass die Méribel-Seite die (noch) größere sportliche Herausforderung bietet, die Courchevel-Seite dafür das größere landschaftliche Potential hat.
7 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
01:46:05 | 13.07.2020
Pierredegaul
Mittlere Zeit
Dolce Vita
02:11:30 | 24.07.2019
Bisi
Von KerstinHp – Von Brides-les-Baines aus führt die D 915 mit durchschnittlich 7 % Steigung nach Osten in Richtung Bozel und Courchevel. Wochentags teilt man sich die Straße mit viel Verkehr – darunter auch LKW und Schwertransporte. An Wochenenden und Feiertagen strömen – zumindest in der Hauptsaison – unzählige Ausflügler mit ihren PKW in die umliegenden Berge. Nach 4 km biegt man jedoch am Kreisel in Richtung Courchevel nach rechts auf die D 91a ab und der Anstieg zum Col de la Loze beginnt.
Die Straße schlängelt sich durch einige Dörfer und Vororte von Courchevel den Hang hinauf. Der Verkehr nimmt mit steigender Höhe zunehmend ab. Die Steigung beträgt maximal zwischen 7 und 8 %. Nach 9,5 km erreicht man Courchevel-Le Praz, den Austragungsort der Skisprungwettbewerbe der Olympischen Winterspiele von Albertville 1992, wie man unschwer an den Skisprunganlagen und der am Straßenrand aufragenden Skulptur des Olympischen Feuers erkennt.
Sobald die ersten Häuser von Courchevel 1350 in Sicht kommen, nimmt die Steigung bis auf 10 % zu. Nach 11,5 km teilt sich die Straße. Nach rechts zweigt die offizielle Route zum Col de la Loze durch Courchevel 1550 – Village ab (wie man erst später an einer der obligatorischen Kilometermarkierungen erkennt). Der Ort, der im Sommer völlig ausgestorben ist, wird durchquert und man gelangt nach einer kurzen Abfahrt in Höhe des monumental wirkenden Schwimmbads AQUAMOTION wieder auf die Ausgangsstraße zurück.
Die Straße steigt weiter gleichmäßig an, übersteigt eine Neigung von 10 % aber nicht. Nach 14,5 km befindet sich in Courchevel 1650 am rechten Straßenrand ein Brunnen zum Auffüllen der Wasserflaschen. Nach wie vor sind (Mitte Juli) nur einzelne kleine Supermärkte, Restaurants oder Cafés geöffnet. Der Anstieg führt mit geringeren Steigungsprozenten von durchschnittlich bis zu 7 % weiter nach Courchevel 1850.
Die Liftanlagen, (im Sommer geschlossenen) exklusiven Geschäfte und Hotels lassen die winterliche Dynamik des Nobelskiorts erahnen. Schließlich befindet man sich hier auch in unmittelbarer Nähe des Altiports, dessen 537 m kurze und 18 % geneigte Start- und Landebahn schon bald am Ortsausgang zu erkennen ist. Schnell erkennt man, warum dieser Flugplatz als einer der gefährlichsten der Welt gilt, denn ein Durchstarten nach einem missglückten Anflugmanöver ist unmöglich.
Nach 19,5 km endet schließlich die Straße und eine Schranke weist auf den Beginn des Schlussanstiegs hin. Denn hier beginnen die „5,8 km dédiés aux cyclistes” – ein 2019 erbauter und erstklassig asphaltierter Fahrradweg, der die restlichen 377 Hm auf die Passhöhe überwindet. Zunächst führt der Weg flach ansteigend mit etwa 4 % durch die Wiesen der Skipisten von Courchevel. Doch der gemütliche Eindruck währt nicht lange. Nach einer scharfen Linkskurve wartet eine erste Rampe, die schnell auf 16 % ansteigt. Nach wenigen hundert Metern nimmt die Steigung etwas ab, bleibt aber bis zur Station der Seilbahn und dem dazugehörigen Restaurant „Les Verdons” meist oberhalb von 10 %.
Nun folgt eine kurze Abfahrt, bevor die Steigung mit durchschnittlich 7 % wieder zunimmt. Allerdings spiegeln die Angaben der Durchschnittssteigungen auf den Kilometermarkierungen nur bedingt das tatsächliche Profil wieder, denn es wechseln kurze, steile Rampen mit Steigungen bis zu 14 % immer wieder mit flacheren Abschnitten ab. Ein gleichmäßiger Fahrtrhythmus mag sich bei den ständigen Rhythmuswechseln nicht einstellen. Ob man die flacheren Abschnitt zur Erholung oder das unrhythmische Profil zum Intervalltraining nutzt, bleibt jedem selbst überlassen. Allerdings ist das Panorama auf dieser Passseite mit den umliegenden schnee- und gletscherbedeckten Dreitausendern des Vanoise-Nationalparks atemberaubend und entschädigt für so manche Rampe.
Kurz vor dem kleinen Bergsee „Lac Bleu” beginnt der letzte Kilometer mit einer Durchschnittssteigung von 8 %. Allerdings täuscht auch hier die Durchschnittssteigung Entspannung vor, denn nach einem weiteren Flachstück steht für die letzten 600 m noch einmal eine Durchschnittssteigung von 11 % an – in mehr oder etwas weniger steilen Rampen.
Nach 26 km hat man dann den Gipfel erreicht, wo ein überdimensionales Fahrrad in den Farben des Bergtrikots auf die Bergankunft einer Etappe der Tour de France im Jahr 2020 hinweist. Auch hier ist die Aussicht sensationell – Blick auf den Mont Blanc (4810 m) inklusive. Im Vergleich zur Westseite des Col de la Loze stellt die Auffahrt auf der Ostseite zwar die Variante mit den geringeren Steigungsprozenten dar, aber die vielen Rhythmuswechsel und Rampen auf einem einzigartigen Fahrradweg bieten dennoch eine Herausforderung der besonderen Art.

Die nachfolgende Abfahrt auf der Westseite des Passes durch das Skigebiet von Méribel ist mit Vorsicht zu genießen. Das Gefälle erreicht zeitweilig mehr als 20 % und auf dem Weg befinden sich mancherorts die Hinterlassenschaften der weidenden (während unserer Abfahrt eingezäunten) Kühe sowie Sand und Schotter. Sobald man den Wald erreicht, wird der Fahrradweg wiederholt von einer MTB-Downhill-Strecke gekreuzt. Markierungen („Danger”) und fahrradfreundliche Bremsschwellen weisen auf diese Kreuzungen hin, doch auch hier muss mit Schotter gerechnet werden.
Insgesamt führt der Weg auf einer Länge von 7 km wunderschön, aber auch mit einem ordentlichen Gefälle und zahlreichen engen Kurven über die Wiesen und durch den Wald bis zu den ersten Häusern von Méribel. Hier folgt man den Serpentinen durch den Ort und gelangt in Méribel-les Allues auf die D 90 in Richtung Moutiers. Nach weiteren 11,4 km Abfahrt überquert man die D 915 und rollt nach rechts noch etwa 1 km zurück nach Brides-les-Bains hinein.
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