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Wir freuen uns auf eine normalisierte Rennradreise-Saison 2022! Sie ist möglich dank euch!

Col de Morbieux (790 m)

....in einem stillen Tal unterwegs.

Auffahrten

Von AP – Die Südanfahrt zum Col de Morbieux ist der klassische Fall einer Auffahrt, bei der man ein Steigungsprofil, das die Kilometerdurchschnittsprozente zeigt, zusammenknüllen und in die Tonne treten kann. Die ganze Strecke ist in Wirklichkeit einfach eine Folge von mal mehr, mal weniger langen Rampen und Flachstücken, wobei als Maximum 15 % Steigung geboten werden. Also die Art Berg, die Radler, welche die Gleichmäßigkeit schätzen, in den Wahnsinn treibt.
Zudem ist der Pass in Ramonchamp nicht ausgeschildert. Allerdings gibt es ein Hinweisschild zur Auberge de Morbieux, das an dem Abzweig der rue de Morbieux von der Hauptstraße plaziert wurde. Zweimal „Morbieux”, das müsste eigentlich jedem auffallen. Und somit ist die erwähnte Kreuzung auch der Startpunkt der Auffahrt.
Erstmal geht es flach aus dem Ortskern heraus, wobei zunächst aber immer wieder Häuser am Wegrand stehen. Wie schon oben erwähnt, zieht die Straße hin und wieder deutlich an und nimmt dann wieder raus, wobei die Flachpassagen länger als die Rampen sind. Hinter Ramonchamp fährt man durch ein ruhiges Vogesental mit der üblichen beschaulichen Mischung aus Wiesen, Hecken und Obstbäumen; man kann sich nicht ganz des Eindrucks erwehren, dass sich der Wald von den das Tal flankierenden Berghängen aus langsam sein verlorenes Terrain zurückholt.
Die Szenerie ändert sich nach etwa 2,5 km hinter der Auberge de Morbieux. Nicht nur verschwindet die Straße im Wald, die Rampen gewinnen nun auch die Oberhand gegenüber den Flachstücken. Auf dem vierten Kilometer findet man die steilsten Abschnitte, wobei die Straße dort einen großen Schlenker im Wald macht und später wieder nach Norden biegt.
Das Ende der Auffahrt ist recht kurios. Es wird flacher und flacher, man biegt um eine Rechtskurve, die ganz offensichtlich der höchste Punkt des Kamms zwischen den Bergen links und rechts ist, und erwartet die Passhöhe dahinter. Pustekuchen! Es folgt eine lange, ganz leicht abfallende Gerade, und dann erst steht das Passschild am Waldrand.
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Dolce Vita
Von Pusinelli – Die Passauffahrt beginnt am nordöstlichen Ortsrand von Saulxures exakt dort, wo eine kleine Brücke über die D43 führt. Der Pass ist hier auch ausgeschildert. Die ersten 200 bis 300 m führt die schmale Straße noch relativ flach zwischen den letzten Häuser von Saulxures hindurch, dann beginnt eine kurze Passage mit 6 bis 7 % Steigung. Hinter einer Rechtskehre ist es damit aber auch schon wieder vorbei.
Bei flachen 1 bis 3 % passiert man eine große Infotafel, die die umliegenden Wanderwege und Pässe beschreibt. Die Steigung pendelt nun immer um die 5 %. Man passiert nacheinander den kleinen Wasserfall Cascade de Clairegoutte und das Forsthaus Chalet Forestier de Morbieux. Es folgt ein weiteres steileres Stück mit 7 bis 8 % Steigung, ehe man nach einer letzten Linkskehre auf kaum mehr ansteigender Straße über den Pass rollt.
Das einzig interessante hier ist ein Denkmal, was an die Befreiung der französischen Soldaten von Saulxures im Zweiten Weltkrieg erinnert. Insgesamt ist die Auffahrt sicherlich nichts für Höhenjäger, dafür fährt man in vollkommener Ruhe bei fast nicht vorhandenem Verkehr durch einen wirklich wunderschönen Wald. Natur pur!

15 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:21:28 | 08.08.2015
hakage
Mittlere Zeit
00:27:12 | 29.07.2020
DanielGil
Dolce Vita
00:45:00 | 18.07.2019
avatar2
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