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Col de Solaison (1510 m)

DSC 8431.

Auffahrten

Von majortom – Die Auffahrt startet in Thuet im Arve-Tal. Eher nervig gestaltet sich wohl die Anfahrt hierhin, die in jedem Fall von Bonneville oder Cluses aus über die stark befahrene D1205 (eine ehemalige Nationalstraße) führt. Sobald man jedoch von der Hauptstraße abgebogen ist und in den Ortskern von Thuet gelangt, ist man vielleicht schon wieder angenehm überrascht, wie verschlafen, ursprünglich und ländlich der Ort wirkt – keine Spur von den ganzen Neubaugebieten, die im Arve-Tal wie Pilze aus dem Boden schießen. Wie dem auch sei, die eigentliche Steigung beginnt am südlichen Ortsende von Thuet.
Mit Steigungswerten von um die zehn Prozent geht es auch gleich ordentlich los. Steigungsangaben findet man im Übrigen auch auf Schildern, die extra für kletterfreudige Radler jeden Kilometer aufgestellt sind. So erhält man auch die objektive Bestätigung für das subjektive Empfinden, dass sich die Steigung auf den ersten Kilometern bei etwa 10 % einpendelt. Da die Steigung jedoch bemerkenswert regelmäßig ist, kann man dennoch sehr gut seinen Tritt finden.
In Thuet haben wir die Bergwand des Bornes-Massivs vor uns gesehen und uns möglicherweise gewundert, wie hier eine Passstraße hinauf führen soll. Nun, zunächst windet sie sich noch recht unspektakulär im Wald den Hang empor. Bis Kilometer 3,6 durchfahren wir drei Kehren. In der zweiten Kehre biegen wir von der Straße nach Mont Saxonnex ab (einfach der Ausschilderung zum Plateau de Solaison folgen), in der dritten Kehre ginge es geradeaus weiter zum Sommet d’Andey. Dann folgt der vielleicht spektakulärste Teil der Auffahrt: die Straße ist hier an die Felswand geklatscht, links geht es in den Abgrund, rechts ragen senkrecht die Felsen empor. Die Aussicht über das Arve-Tal hinweg ist ganz hübsch. Vorsicht ist hier allerdings geboten, denn die Straße ist schmal und mit Gegenverkehr muss jederzeit gerechnet werden.
Nach insgesamt etwa 5,1 km kommt dann die Zäsur. Wir biegen um eine Rechtskurve und gelangen in ein Seitental, das sich recht schnell öffnet und uns nach Brison führt (6,0 km), ein Bergdorf, das vermutlich größtenteils aus Ferienhäusern besteht. In Brison müssen wir rechts abbiegen, links würde es erneut nach Mont Saxonnex gehen.
Aus Brison heraus nimmt zum ersten Mal die Steigung ein wenig ab, zieht allerdings kurz darauf wieder an. Inzwischen eröffnent sich aber auch schöne Ausblicke auf die Chaîne de Bargy, in Richtung Arve-Tal und in die Alpen des Haut Giffre. Im offenen Gelände stehen immer mal wieder Höfe oder Ferienhäuser. Die Umgebung wirkt jetzt deutlich alpiner, allerdings auch lieblicher als im unteren Abschnitt an der Felswand.
Zwei Serpentinenkombinationen lockern die Fahrt jetzt noch ein wenig auf. Die Steigung ist im Schnitt weniger steil als im unteren Teil, allerdings auch deutlich unrhythmischer und deswegen vielleicht etwas unangenehmer zu fahren. Das mag aber auch daran liegen, dass wir schon einen Großteil der insgesamt über 1000 Hm absolviert haben und die Kräfte etwas schwinden. Vor uns baut sich jetzt auch der Gipfel des Rochers de Leschaux auf. Dann folgt eine letzte Rechtskehre und wir fahren auf den Parkplatz am Plateau de Solaison zu.
Das Arrivé-Schild der Radfahrerinfotafeln ist vielleicht etwas irreführend, denn wir sind noch nicht ganz am Pass angekommen. Um zu diesem zu gelangen, müssen wir am Ende des Parkplatzes links fahren und haben noch ein paar flache Meter vor uns. Um den Service mit den Schildern zu honorieren, lassen wir die Zeitmessung der quaeldich.de-Highscores jedoch bei Arrivé enden – dann kann man sich auch besser an den Schildern orientieren.
Die Passhöhe liegt auf einer kargen Hochfläche. Links ragt der felsige Rochers de Leschaux (1936 m) empor, auf der rechten Seite sehen wir die etwas sanftere Kuppe der Pointe d’Andey. Die Abfahrt führt uns dann leider wieder auf demselben Weg bergab – und eine Hochgeschwindigkeitsabfahrt ist es auch nicht: zu schlecht ist teilweise der Asphalt, und zu unübersichtlich ist insbesondere der untere Teil an der Felswand entlang.

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Schnellste Zeit
01:09:25 | 15.06.2014
Jabba
Mittlere Zeit
Dolce Vita
01:14:15 | 14.06.2015
Jabba
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