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Wir freuen uns auf eine normalisierte Rennradreise-Saison 2022! Sie ist möglich dank euch!

Col du Sapet (1080 m)

IMG 5079.

Auffahrten

Von Cinz – Die Abzweigung von der Durchgangsstraße N 106 zum Col du Sapet ist gut sichtbar vor der kleinen Brücke über die Mimente angebracht. Gleich dahinter findet sich die Infotafel mit den Kennzahlen des Aufstiegs (die Dénivelé, die Höhenmeter, sind mit 418 m allerdings zu knapp angegeben). Auf dem ersten Kilometer passiert noch wenig. Die D 20 – sie muss vor langer Zeit in den Cevennen eine wichtige Süd-Nord-Transversale gewesen sein, dass sie eine so tiefe Nummer zugewiesen bekam – schlängelt sich talabwärts um die Höfe am Dorfrand von Saint-Julien-d’Arpaon, bevor sie in den Hang einsteigt.
Abgesehen von kleinen Buckeln und einem kurzen flacheren Abschnitt im Mittelteil verläuft sie ab da regelmäßig mit 6 bis 7 % bergauf. Das Sträßchen ist schmal, zum Kreuzen von zwei Motorfahrzeugen reicht es nicht, und entsprechend verkehrsarm. In der ersten Streckenhälfte durchquert es offenen Kastanienmischwald, in der zweiten führt es über Weideflächen mit weidenden Pferden. Feldlerchen trillern ihre atemlosen Lieder über die sich nun weitende Berglandschaft. Außer Ruhe, dem lieblichen Sirren des Gefährts und dem Atem im meditativen Tritt ist hier nichts.
Wo sich der Pass befindet, ist von unten bis kurz vor dem Kulminationspunkt nicht auszumachen, auf welcher Höhe dagegen schon, denn der Grat verläuft sehr flach. Der Pass selbst taucht erst nach der letzten Kurve des Aufstiegs auf. Sein Passschild steht hinter einem rohen Grenzstein und entspricht nicht dem bekannten französischen Standardformat, sondern stammt aus der Initiative La Lozère, naturellement, welche mit diesem Slogan u. a. Radsportbegeisterte (mit gutem Grund) für dieses Département gewinnen will.

Gleich hinter der Passhöhe verschwindet die D 20 im Wald, in welchem sie sich auf den nächsten neun Kilometern gemütlich talwärts schlängelt. Kurz bevor sie ihn verlässt, aber noch lange bevor erste Zeichen von Zivilisation auftauchen: ein Fussballplatz in der Größe der obersten Spielklasse. Rundherum ein Zaun, eine kleine Hütte, null Tribünen. Als Zuschauer Fichten, Föhren und ein paar Birken. Der Fußballclub von Le Pont-de-Montvert musste mangels flachen Geländes unten im Tal auf die Hügelkuppe in den Wald ausweichen.
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