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Coll de Josa (1630 m) Coll de la Trapa, Alt de Maçaners

Der Pedraforca in voller Pracht.

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Von AP – Etwa einen Kilometer südlich von Guardiola de Berguedà biegt von der C-16, die Berga mit der Cerdanya verbindet, eine Straße nach Westen ab in Richtung Saldes/Vallcebre/Gósol. Hier beginnt sowohl der Anstieg zum Coll de Josa als auch der zum Coll de Pradell. Es geht in einer Kurve bergauf, über ein kurzes Gefälle runter zu einer Brücke über den Fluss Saldes und für nie nächsten Kilometer am südlichen Rand des Flusstals bergan. Die Steigung bewegt sich im Bereich von 4 bis 6 %, man passiert einen Campingplatz und eine Quelle unterhalb einer Felswand. Schon auf dem dritten Kilometer lässt sich der Pedraforca zum ersten Mal blicken. Nicht nur wegen des Pedraforca ist dieser Streckenabschnitt landschaftlich interessant, das Tal hat eine gewisse Wildheit nicht ganz verloren.
Nachdem man nach etwa 7 km die Abzweigung nach Vallcebre hinter sich gelassen hat, flacht die Straße für ein paar Meter ab und steigt anschließend etwas stärker an. Urplötzlich rückt auf diesem Abschnitt hinter einer Kurve der Pedraforca dann in voller Pracht ins Blickfeld.
Ab Kilometer 9,5 steigt der Weg nur noch mit 2 bis 3 % durch eine recht offene Landschaft an, bis man nach knapp 12 km den Alt de Maçaners (1270 m Höhe) überquert. Dieser Zwischenpass ist auch unter dem Namen Coll de Sant Gregori bekannt. Dahinter führt der Weg, an einem zweiten Campingplatz vorbei, über mehr als 3 km in eine Senke hinunter; der tiefste Punkt liegt auf einer Brücke über den Saldes (1130 m Höhe). Anschließend folgt ein etwas steileres Stück an dem Dorf Saldes vorbei in Richtung Coll de la Trapa (1370 m Höhe), der radlerfreundlich mit den zu erwartenden Steigungsprozenten beschildert ist. Allerdings sind, wie in Frankreich üblich, auch in Spanien die angezeigten Werte übertrieben. Wer es nicht allzu eilig hat, sollte sich vielleicht überlegen, von Saldes aus hoch zum Mirador de Gresolet am Fuß des Pedraforca zu fahren, da sich von dort aus ein fabelhafter Blick über die Gegend und den Berg bietet.
Am Coll de la Trapa, der wegen zweier merkwürdiger Straßendurchbrüche die goldene Zitrone (oder war es eine Himbeere?) für den – so muß man es leider sagen – hässlichsten Abschnitt des Anstiegs bekommt, biegt eine Strasse nach Südosten zum Coll de Pradell ab. Man ist an jener Stelle übrigens schon auf dem neunzehnten Kilomter der Anfahrt.
Weiter zum Coll de Josa sackt der Weg für einige hundert Meter in Richtung Westen ab. Danach steigt der Weg zunächst nur noch unregelmäßig an. Obwohl man an zwei Weilern vorbeikommt (L’Espà und Sorribes), kann man sich nicht völlig des Eindruckes erwehren, in Richtung Ende der Welt unterwegs zu sein.
Auf dem vierundzwanzigsten Kilometer wächst dann hinter einer Kuppe langsam der Burgberg von Gósol empor. Diese Kuppe, von der aus der Weg erneut leicht abfällt, trägt ebenfalls die Bezeichnung Pass: es ist der Coll Cap de Creu („Kreuzkopfpass”) auf 1430 m Höhe.
Wie schon oben in der Allgemeinbeschreibung angedeutet, ist Gósol aufgeblähter, als es von einem abgelegenen Pyrenäendorf zu erwarten wäre. In seiner Ortsmitte muss eine Pflastersteinpassage bewältigt werden, die zwar holprig ist, aber in der Nähe von Roubaix oder in Thüringen möglicherweise gar nicht als Pflaster wahrgenommen werden würde. Hinter dem Dorf beginnt der Schlussanstieg, der dann auch den anspruchsvollsten Teil der Auffahrt darstellt. Über drei Serpentinen und eine anschließende kurvige Passage am Berghang entlang geht es mit 6 bis 8 % Steigung dem Coll de Josa entgegen.
Wiederum begegnet man einem Schild mit einer Steigungsprozentangabe, die diesmal sogar in etwa stimmt. Der Blick von diesem letzten Abschnitt aus ist sehr schön, unten streckt sich die kleine Ebene aus, in der die Felder Gósols an den Berghang stoßen, sozusagen die letzte Bastion des Ackerbaus im Hochgebirge. Dreht man sich einmal um, so merkt man, dass einem die ganze Zeit der Pedraforca im Nacken gesessen hat. Nur ist seine Doppelspitze von dieser Perspektive aus schwer zu erkennen. Mit leisem Bedauern erreicht man den Coll de Josa, denn die letzten Kilometer waren doch allzu nett zu fahren, so dass man gar nicht so schnell aufhören möchte.
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