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Coll de Pal (2100 m)

Der Pedraforca.

Auffahrten

Von AP – Bagà (786 m Höhe) ist ein nettes kleines Pyrenäendorf, das - obwohl nur 2000 Menschen dort leben - eine ganz gute Infrastruktur mit Bars, Läden, Hotels und Restaurants bietet. Man durchfährt die Hauptstraße Bagàs, dann geht es nach rechts weg und in einer ansteigenden Linkskurve aus dem Ort hinaus. Am Scheitelpunkt des Anstiegs zeigt der Wegweiser rechts zum Coll de Pal hoch. Die Straße (BV-4024) ist auf der gesamten Länge in sehr gutem Zustand. Jeder Kilometer ist durch einen weißgelben Stein markiert.
Die ersten drei Kilometer verlaufen recht flach erst oberhalb einer Schlucht, dann in die Schlucht hinein an einem Bach entlang. Über der Straße befindet sich die Trasse der C-16 (Eix de Llobregat), die durch den Tunel de Cadí die Verbindung zur Cerdanya herstellt. Sobald man die erste Brücke der C-16 sieht, wird die Straße für einen Kilometer recht steil und flacht beim Unterqueren der zweiten Brücke wieder ab. Obwohl die Schlucht und die Berghänge von Mischwald bedeckt sind, fällt während des gesamten Anstiegs nur wenig Schatten auf die Strecke. Ab Kilometer 5 wird es wieder steiler und es geht mit ungefähr 8% im Schnitt recht zügig nach oben. Hinter Kilometer 9 kommt man an einer Quelle vorbei. Einen Kilometer später öffnet sich die Aussicht zum ersten Mal und nach Westen hin sind die Berge der Serra de Cadí zu sehen.
Während sich die Straße nach oben schlängelt, wird man hinter jeder Biegung von wunderschönen Ausblicken überrascht, so daß man beinahe die Mühsal des Pedaltretens vergißt. Im Westen erhebt sich der gigantische zweigeteilte Kalksteinblock des Pedraforca, im Süden verschwinden die Pyrenäenausläufer des Berguedá in der Ferne und nach Osten hin dehnt sich der Pyrenäenhauptkamm lang und immer länger. Überwältigend auch der Blick nach unten, wo die Dächer von Bagà sich ganz klein im Tal zusammendrängen und winzige metallene Käfer über die C-16 krabbeln.
Auf den letzten Kilometern beträgt die Durchschnittssteigung nur noch etwa 6,5%. Die Vegetation ändert sich, der Mischwald verschwindet und macht einem offenen Wald aus Schwarzkiefern Platz. Bei Kilometer 17 bleiben die Bäume ganz zurück, man hat die alpine Zone erreicht. Rechts steht ein Gasthaus auf der Alm, das aber nur während der Skisaison offen zu sein scheint. Von nun an sind links und rechts der Straße rotweiße Stangen gesteckt, die im Winter bei Schneefall den Streckenverlauf markieren. Der letzte Kilometer ist wieder steiler, noch eine Kurve, dann ist das Ende der Auffahrt zu sehen. Noch einmal aus dem Sattel, und man hat es geschafft. Oben bewachen ein paar glückliche Kühe das Passschild.
Auf dem Weg zurück nach Bagà sollte man auf genau diese sich im oberen Teil der Auffahrt herumtreibenden Kühe achten. Und da sie die Straße als öffentliche Bedürfnisanstalt mißbrauchen, ist auch die Gefahr recht groß, auf ihren Hinterlassenschaften abzuschmieren.
4 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
01:44:00 | 09.08.2006
AP
Mittlere Zeit
Dolce Vita
02:33:03 | 15.08.2006
doso99
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