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Falkenstein (Nordpfalz) (465 m)

Gibts nicht jedes Jahr ...

Auffahrten

Von bruchpilot – Die nackten Zahlen haben hier (wie so oft!) keinerlei Aussagekraft, schließlich sind nur 220 Meter Höhendifferenz zu bewältigen und dies auf einer – man möchte meinen – üppig bemessenen Fahrstrecke von 4 km. Nach Adam Riese läge man da gerade mal bei knapp 6 % Durchschnittssteigung!
Wie sich die Sache tatsächlich abspielen wird, erkennt man bald nach dem Abzweig der Talstraße (auf ca. 245 m Höhe). Die ersten 2,5 km sind sehr flach, von ein paar Wellen abgesehen nicht über 2 % steil, und können mühelos im großen Blatt hoch getreten werden. Das ist jedoch auch gar nicht schlimm, denn gerade im unteren Bereich wird dem Auge viel Interessantes geboten.
Auf ausgezeichnetem Asphalt gondelt man am Rande eines weiten Wiesenbodens taleinwärts. Nach einigen hundert Metern kann man das Schöne Echo ausprobieren (alter Wegweiser am Straßenrand).
Nächster Paukenschlag: die Schlucht, eine unter Naturschutz stehende Durchbruchstelle des Falkensteiner Baches, welcher sich hier einen einmaligen Minicanyon mit zum Teil 25 m hohen Felswänden geschaffen hat. Die Felsen bestehen aus Konglomerat- und Brekziengestein und sind als alte Abtragungsprodukte der Donnersberg-Intrusion zu deuten. Diese soll einst einmal bedeutend mächtiger gewesen sein als heute und das umliegende Land um bis zu 1500 m überragt haben. Schade, dass dies schon Millionen Jahre her ist – da hätten wir Pfälzer mal einen richtigen Berg zum Trainieren gehabt... Leider ist der interessante Teil der Schlucht recht kurz. Das Tal weitet sich in Folge immer stärker und gewinnt einen freundlicheren Charakter.
Nachdem man auf einer Brücke die Bachseite gewechselt hat, ist jedoch langsam Schluss mit lustig. Man schaue einmal hoch und verinnerliche sich die Lage des spitzgiebeligen Falkensteiner Hofs oben auf der Berglehne. Dort ist nämlich unser Ziel.
Die Straße zieht jetzt langsam an und erreicht bald Werte um die 8 %. Die ersten Häuser des Dorfes werden passiert, die Burgruine kommt ins Blickfeld. Am Buswendeplatz(!) geht es für ein paar Meter gegen 10 %, dann folgt nochmal eine etwa 50 m lange Verschnauf- und Konzentrationszone.
Danach aber heißt es kraftvoll und gleichzeitig bedächtig zuzubeißen. Die Straße zieht nach rechts weg und bewegt sich jetzt im Bereich zwischen 18 und 20 %. Es geht in die markante Spitzkehre und nun nach links ansteigend auf den Burgfelsen zu. Hinter der schwachen Rechtskurve – dort, wo man so langsam der Meinung ist, es könnte jetzt auch gut sein – kommt das steilste Stück. 100 m zwar nur, aber nun wirklich um die 23 bis 25 % steil. Da hat man wahrscheinlich keinen Blick mehr für die schön restaurierte Burgruine mit der kleinen Freilichtbühne am Straßenrand, die tolle Aussicht, überhaupt die einzigartige, pittoreske Lage dieses wunderschönen kleinen Bergnests.
Ausgelaugt erreicht man das Oberdorf, die Steigung nimmt endlich ab, und nach einem kleinen Links-Rechts-Schlenker ist die Passhöhe erreicht. Hier öffnet sich der Blick weit nach Norden ins Quellgebiet des Appelbaches, eindrucksvoll begrenzt von den Donnersbergsteilhängen, welche sich als Fortsetzung der Tour förmlich aufdrängen. Wer sich „nur” den Falkenstein zum Ziel gesetzt hat, findet in dem erwähnten Falkensteiner Hof eine gastliche (wenn auch nicht ganz billige) Stätte um die Flüssigkeits- und Energiespeicher wieder aufzufüllen. Im Sommer sitzt man herrlich auf der Panoramaterrasse – die halbe Pfalz und ihr härtester Berg liegen einem hier zu Füßen.

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Schnellste Zeit
00:13:14 | 29.04.2018
bernd1234567
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stephan1970
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