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Hard Knott Pass (393 m)

Westanfahrt: England's steepest bend?

Auffahrten

Von AP – Nähert man sich dem Hard Knott Pass durch das malerische Eskdale her, sieht man von Weitem schon beinahe die komplette Auffahrt vor sich den Hang hinaufragen. Der Anblick ist nichts für schwache Nerven, die Steilheit springt sofort ins Auge. Man kann sogar von unten sehr gut unterscheiden, welcher Radfahrer schiebt und welcher durchdrückt…..
Legendär in England ist der Startpunkt neben einem kleinen Parkplatz an der verwitterten Jubilee Bridge über den Hard Knott Gill, mit dem Telefonhäuschen links der steinmauergesäumten Straße. Sollte man dort etwa noch wichtige Anrufe tätigen können, falls man in der abgelegenen Gegend keinen Handyempfang hat?
In einem winzigen Wald zieht die Straße stramm nach oben. Hinter dem Wäldchen lauert ein Gatter mit einem cattle grid. Man muss sich das einmal vorstellen: 15 % Steigung und dann so was. Wer hier nicht genug Geschwindigkeit aufnehmen kann, der hat beste Chancen, hängenzubleiben und den Pass, wenn überhaupt, zerschrammt und mit einem zerdellten Vorderrad zu erreichen.
Hinter dem cattle grid schlängelt sich die Straße immer steiler den mit hohen Gräsern und Farnen bewachsenen Hang hinauf. Etwa 25 % in der Spitze werden auf dem ersten Kilometer erreicht. Schon nach wenigen hundert Metern hat man tolle Rückblicke ins Eskdale, so man sie genießen kann.
Der zweite Kilometer beginnt mit einem relativen Flachstück mit etwa 8 % Steigung, von dem aus man die one in three-Mörderkurve immer näher kommen sieht. Der Tritt wird langsamer, in der vergeblichen Hoffnung, eine Fata Morgana vor sich zu haben. Leider nein, es ist so verdammt steil, wie es ausschaut. Augen zu und durch…..und jetzt tuts weh....

Helm ab vor dem, der das schafft!

Allzu schnell sollte man hinter der Kurve aber nicht in Jubelstürme ausbrechen und die Auffahrt geistig abhaken. Es folgt noch eine Rampe mit deutlich über 20 % Steigung, bevor die Straße dann bis zum Passdurchbruch langsam flacher wird.

Wie ist diese Auffahrt nun zu bewerten? Vom Steigungsdurchschnitt her liegt sie bei 15 %, also unter den Durchschnitten, welche die steilsten Kilometer des Zoncolan, der Punta Veleno oder des Balmberg auszeichnen. Aber die 30 % sind schon eine ganz harte Nummer und ein Kraftakt sondergleichen. Jeder, der sich an solche Steilwände heranwagt, dürfte ungefähr wissen, mit welcher Übersetzung er die Sache anzugehen hat.
In meinem Fall merkte ich schon auf der Fahrt durchs Eskdale, dass das Unterfangen „Hard Knott ohne Absteigen” eher Richtung Scheitern tendierte. Denn leider konnte ich im Lake District kein Leihrad mit Dreifach oder 34x29 ergattern, und zu schwer war es mir gefallen, mit einer Übersetzung von 34x25 die Rampen des Honister Pass oder des Birker Fell zu überwinden. Am Hard Knott brachte mich schon der cattle grid total aus dem Konzept, und ich musste dann tatsächlich noch dreimal jeweils kurz vom Rad…..


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