Klankhütte (1436 m) Alpe Klank
Auffahrten
Also gut: Los geht es im Herzen des schönen Bad Hindelang mit Einfahrt in die Gailenbergstraße. Da ist der Name Programm, denn es liegt ein richtig geiler Berg vor uns! ;-) Im Hinblick auf die ersten achthundert Meter sei auf die Beschreibung der Auffahrt nach Gailenberg verwiesen.
Und dann nimmt das Unheil seinen Lauf. Quasi unmittelbar nach der Abbiegung nach rechts (Vorsicht Schlagbaum!) werden aus 10 % lockere 20 %, und so schnell wird es nicht mehr besser. Mal mit 13, mal mit 17, mal mit 25 % Neigung schlängelt sich die einsame, schmale Straße über Felder und Wiesen und man teilt sich die Fahrbahn mitunter mit Kühen, deren nervig-melodischer Klang ihrer Glocken die Qual kaum zu erleichtern vermögen. Achja, ab und an folgt eine Schranke eines Weidezauns und irgendwann verliert man die Orientierung, ob man sich gerade innerhalb oder außerhalb einer Weide befindet. Bei einem gefühlten Tempo von 3 km/h sollte man die Schranken aber rechtzeitig erkennen und nicht ungebremst in eine solche hineinrasen.
In einer besonders brutalen Rampe ist Vertrauen in Gott und/oder die eigenen Beine gefragt – gefragt hat sich an dieser Stelle der Autor aber auch, wer um Himmels Willen sich hier wann auch immer überlegt hat, Asphalt einzusparen und die Strecke so pragmatisch in den Hang zu modellieren. Oder wurde die Straße von Außerirdischen mit exorbitanten Oberschenkeln erschaffen?
Wie dem auch sei... im oberen Bereich häufen sich die Serpentinen und der Wald spendet Schatten. Das klingt irgendwie gut, ändert aber nichts an der unsagbaren Schinderei empor. Mit jeder Serpentine sind 30, 40, 50 Höhenmeter mehr bewältigt und jedes Mal wird die Aussicht ins Tal ein klein wenig faszinierender. Vielleicht motivieren die stets schneebedeckten Gipfel der Allgäuer Hochalpen, die man immer besser erblicken kann, die Qual bis ganz nach oben durchzuziehen?!
Wie bereits erwähnt, wird die Steigung im oberen Teil auf hohem Niveau rhythmisch, und jetzt wird nicht mehr aufgegeben! Eine Rechtskurve, ein Knick, eine Rampe mit nochmal 20 % und man ist dem Himmel nahe – oder jedenfalls steht da rechts eine kleine Kapelle, die irgendwie sehenswert ist. Pause? Durchziehen? Jedenfalls ist es nun nicht mehr weit und die Alpe Klank ist erreicht.
Wer päbstlich sein möchte, fährt das dünne Asphaltband bis ganz zum Ende ein paar Meter oberhalb der Hütte. Eine Belohnung in Form eines Kaltgetränks und/oder einer Begehung des Hochmoors und/oder des Hirschbergs hat man sich nun aber redlich verdient.
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