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Kreuzleshöhe (1090 m)

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Auffahrten

Von Flugrad – Beim Hof Krummen folgen wir der passenden Radwegbeschilderung zur Kreuzleshöhe und verlassen die Talstraße über ein Eschach-Brücklein – und damit auch Baden-Württemberg. Das war im Corona-und Schnee-Winter 2020/21 für den Betreiber des am Osthang des Tales befindenden Gohrersberg-Skilift auf fatale Art entscheidend: Während auf der Württemberger Seite Liftbetreiber ihren Lift stundenweise für 150 € zur Exklusivnutzung an Familien vermieten durften, war dem Kreuzthaler Liftbetreiber dies verboten – weil lediglich sein Parkplatz in Baden-Württemberg liegt, der Lift dummerweise aber in Bayern.
Wir lassen die Talstation des Liftes rechts liegen und fahren zunächst nach links, bis zur nächsten Kehre bei knapp zehn Steigungsprozenten. Wir befinden uns hier noch auf dem Glasmacherweg. Der nun schon deutlich unter uns liegende Hof Krummen auf der Württemberger Seite war der Standort der 1678 gegründeten ersten Glashütte im Tal, das Kapellchen am Hof stammt noch aus dieser Zeit.
Ab der nächsten Kehre müssen wir uns die erste Rampe hochquälen: satte 15 % im Schnitt auf den folgenden siebenhundert Metern, immer am Skihang. Im unteren Teil passieren wir den ersten von insgesamt fünf Weiderosten, allesamt übrigens mit deutlichen Warnhinweisen für Radler versehen. Weiderost Nr. 2 ist gleichzeitig das Ende der Rampe Nr. 1, in Höhe der Bergstation des Skiliftes.
Unser Sträßchen flacht ab. Bei den Abzweigungen am Waldrand wählen wir jeweils die Asphaltvariante. Im Wald erwartet uns eine Kurzrampe, wiederum mit ca. 15 %, allerdings nur für ca. zweihundert Meter. Dann haben wir bei einem rustikalen Wegkreuz den Kamm des Bergzuges erreicht, der das Ulmerthal vom Kreuzbachtal trennt. Auf diesem Kamm verläuft nun der Weg bis zur Kreuzleshöhe.
Zunächst verlieren wir sogar ein paar Höhenmeter. Auf diesem Abschnitt können wir am linken Wegesrand einige lüsterartig gewachsene mächtige Bäume bestaunen, Zeugen früherer, bis in die 1960er betriebener Weidewirtschaft an den Steilhängen. Die Hänge wurden anschließend aufgeforstet, sodass wir heute durch ein Waldgebiet radeln. Dann kommt das dicke Ende: eine ultimative 20 %-Rampe aus dem Wald hinaus. Auf der nächsten Geländestufe wird die Landschaft durch Ziegenbeweidung freigehalten, was uns wieder eine aussichtsreiche und dazu noch weitgehend flache Wegstrecke beschert.
Auf dem letzten Kilometer erwarten uns noch zwei kurze 15 %-Rampen, dann sehen wir das Kreuz vor uns – das (vorläufige) Ende der Auffahrt. Den kurzen Fußweg über die Wiese hinauf zum Kreuz sollten wir uns gönnen, es ist einer der schönsten Aussichtsplätze der Adelegg. Bei trockener Witterung kann man aber auch diese letzten Meter noch mit dem Rennrad fahren.
Unser Asphaltsträßchen verschwindet in einer Rechtskurve im Wald und bleibt noch für ca. dreihundert Meter auf der Höhe, sogar etwas ansteigend. Nach Verlassen des Waldes passieren wir eine kleine sehenswerte Holzkapelle, den im Allgäu verehrten Heiligen Martha und Magnus geweiht. Der Weg verläuft dann als Sackgasse am Hang hinunter zu einem Hof. Auf der Höhe bleibend kann man auch der Radwegbeschilderung auf einer nicht asphaltierten Forststraße bis zum Parkplatz Eschacher Weiher folgen. Der Belag ist durchaus rennradtauglich, und der Kammweg lohnt sich für nicht schotterallergische Rennradler auf jeden Fall.
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