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Luciberg (231 m) Luciberghütte, WLW-Hütte/Blockhütte Zwingenberg

IMG 4503.

Auffahrten

Von kletterkünstler – Die teuflische Fahrt in die Hölle beginnt zunächst noch eher harmlos mit dem Abbiegen von der Bundesstraße in den Löwenplatz und fünf- bis sechsprozentiger Steigung. In der Ortsdurchfahrt wird es auf ruckelfreiem Verbundpflaster aber rasch steiler, und zwar schon jetzt mit elf Prozent zweistellig. Nach dreihundert Metern biegen wir dann scharf rechts ab und finden uns plötzlich auf grobem Kopfsteinpflaster flämischer Art wieder.
Leider (für einen bekennenden, leidenschaftlichen Pavé-Liebhaber wie mich) geht es nach wenigen Metern schon wieder links ab, und was jetzt folgt, hat mit Spaß auf zwei dünnen Reifen nicht unbedingt viel zu tun. Ich fahre jedenfalls lieber gepflasterte hellingen hinauf als kaputten Waschbeton mit fiesen Querrillen. Der Rumpelweg schnellt auch gleich mal auf 15 % an und taucht in den Wald ein. Dort müssen wir dann auch die Maximalsteigung von sicherlich rund 18 % wegquetschen. Hier stehen sogar Straßenlaternen... also falls es mal zu lange dauert... Allerdings endet die Beleuchtung an der Kehre.
Außerhalb dieser erhebt sich die mächtige Felswand eines alten Steinbruchs. Weitere Felsen passieren wir anschließend linker Hand. Hier ist es dann nicht mehr ganz so steil und hinter der folgenden Linkskurve verlassen wir den Wald. Eine Bank im Weinberg lädt zur Rast ein. Der Ausblick ins Hessisches Ried ist schon nicht schlecht. Wir sind allerdings längst noch nicht oben. Mit Blick auf Zwingenberg klettern wir bei hohen einstelligen Steigungsprozenten zur zweiten Kehre, in der eine Zypresse neben einem von Naturstein-Stützmauern gesicherten Weinberg toskanisches Flair versprüht und wir unser Ziel, die Luciberghütte, schon vor, aber noch hoch über uns erkennen.
Der wieder zweistellig ansteigende Kackweg macht es uns auch weiterhin nicht leicht. Die letzten Kehre im buschigen Ambiente führt uns an den Waldrand heran, die Steigung geht etwas zurück und schwups, stehen wir am Ende. Im April 2021 war es das sprichwörtlich, denn wegen Flurbereinigungsarbeiten war der eigentlich durchgehende Weg unterbrochen und ich musste sehr zu meinem Unmut den gleichen Schrottweg wieder abfahren – Arme und vor allem Hände litten bei der Dauerbremserei und den Schlägen Höllenqualen am Ende einer eh schon langen und harten Odenwaldrunde. Über die Asphaltqualität der Südseite kann ich daher leider nichts sagen.
Wohl aber zur Aussicht, denn diese ist von der Hütte am Scheitelpunkt ganz hervorragend. Man überblickt nicht nur das Hessische Ried, wenn Wetter und Sichtverhältnisse es zulassen, sondern auch das nur wenig weiter südlich über der Bergstraße thronende Schloss Auerbach.
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