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Monte Brè (Lugano) (880 m)

Manche machen es sich arg einfach.

Auffahrten

Von AP – Die ersten Meter der Auffahrt führen über die im Stadteil Cassarate gelegene Piazza E. Bossi, die keine eigentliche Piazza ist, sondern nur eine Verbreiterung der Promenade am Lago di Lugano mit einem kleinen Parkplatz direkt oberhalb des Ufers. Man fährt also von der Piazza aus auf der Via Riviera zunächst durch ein weiteres Viertel, Castagnola, nach Osten in Richtung Porlezza. Die Straße bleibt nicht auf Höhe des Sees, sondern steigt schon an; der Grund dafür ist die Villa Favorita, deren Uferzone nicht mit einer Durchgangsstraße verbaut worden ist.
Nach fast 2 km auf der in aller Regel stark befahrenen Via Riviera geht es in einer Kurve nach links ab (an ein Monte-Brè-Hinweisschild wurde dort gedacht). Das Abbiegen könnte sich wegen dichter Blechlawinen recht schwierig gestalten. Aber nicht verzagen, wenn man eine Lücke gefunden hat, ist man aus dem Gröbsten heraus!
Im folgenden geht es auf der Via San Giorgio nach oben. An der hübschen Kirche gleichen Namens kommt man vorbei, die praktischerweise in einer Serpentine steht, so dass man sie von unten, der Seite und oben betrachten kann. Später geht dann Castagnola in Ruvigliana über, das sich wiederum in Aldesago verwandelt. Man muß aber keine Angst haben, sich im Gewirr der Straßen zu verirren, denn an alles entscheidenden Kreuzungen ist Monte Brè immer vorbildlich ausgeschildert.
Am Hang des Monte Brè gilt: je höher, desto mehr orientiert sich der Preis der Wohnlage am sich weitenden Ausblick über die Stadt, den See und die Berge. Tatsächlich ist es schon grandios, was es dort zu sehen gibt: in der Ferne die über den tiefblauen See gelegte Autobahn, auf der glitzernde Pünktchen hin- und herschwirren, daneben der mächtige Zacken des Monte San Salvatore, weiter vorne Lugano vor dem weiten Halbkreis einer Bergkette im Norden.
In einer der Kehren schon relativ weit oben in Aldesago trifft man auf die Trasse der Standseilbahn. Noch etwas höher knickt die Straße dann nach Osten ab, so dass man statt an der Westseite des Monte Brè an dessen Südseite entlangfährt und den famosen Ausblick über Lugano eintauscht gegen den auf den engen östlichen Arm des Sees. Auf diesem Streckenabschnitt gibt es eine einzige Doppelkehre, bevor man geradewegs auf Brè zuhält.
Während der ungefähr 7,5 km bis Brè ist die Steigung im übrigen recht gleichmäßig und liegt bei angenehm zu fahrenden 6,5 bis 8 %. Also weder besonders steil noch wirklich dolce vita. Auf dem Platz am Ortseingang von Brè (780 m Höhe) könnte man es schon gut sein lassen und wieder zurückfahren, oder sich eine Erfrischung gönnen. Wer aber bis zum Ende gelangen möchte, der hält sich scharf links und findet eine enge Straße im Wald, die schon bald zur Piste wird. Nervig an dieser Piste sind die Betonabflußrinnen, über die man mühsam drüberhoppeln muß. Ganz ähnlich kurioserweise wie bei der Lago-Maggiore-Schwesterauffahrt oberhalb von dem anderen Monte Brè, außer daß die Straße dort asphaltiert ist. Für wenige Meter steigt die Piste auch ganz ordentlich an, bevor sie flach aus dem Wald heraus auf den Endpunkt der Auffahrt, nämlich das Restaurant mit Panoramaterrasse, zuhält. Der Blick von dort oben zählt zum Allerfeinsten, was das Tessin zu bieten hat.
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Domenic84
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sunnmaster
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