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Morrón de Espuña (1583 m) Collado Bermejo

In der Entfernung erkennen wir unser Etappenziel: Der Morrón de Sierra Espuña

Auffahrten

Von werner_spanien – Alhama de Murcia ist über die gebührenfreie Autobahn von Murcia nach Granada/Almería (A-7/E-15) leicht zu erreichen. Wir nehmen die Ausfahrt Alhama Norte - Pliego. Nach etwa 2,3 km auf der vierspurig ausgebauten Durchgangsstraße können wir das Auto abstellen und gegen unseren zweirädrigen Untersatz eintauschen.
Durch Alhama folgen wir den Hinweisschildern in Richtung Camping Sierra Espuña. Während der ersten 3,1 km steigt die Strecke nur langsam an, so dass wir etwas Zeit zum Aufwärmen haben. Wir folgen dann nicht dem Wegweiser in Richtung Parque Natural de Sierra Espuña, sondern der etwas breiteren Straße in Richtung Mula – Pliego. Die Steigung wird jetzt etwas anspruchsvoller. Die mittleren Werte dürften so um 4–5% liegen, wobei immer etwas steilere Abschnitte mit flacheren Passagen abwechseln. Auf der linken Seite sehen wir hier unterschiedliche landwirtschaftliche Kulturen. Meistens bewegen wir uns im Schatten von Aleppokiefern, die hier als Alleebäume angepflanzt sind.
Nach 7,8 km nehmen wir die Straße nach links in Richtung Camping Sierra Espuña – El Berro in 7,5 km Entfernung. Achtung: Die Kreuzung ist etwas verwirrend, da es auch Wegweiser in Richtung Campingplatz und El Berro geradeaus gibt (aber in 10 km Entfernung). Ab jetzt befinden wir uns in der Reserva Nacional de Caza. Hier wurden vor einigen Jahrzehnten Mähnenschafe ausgesetzt, die eigentlich in den Wüstengebirgen Nordafrikas zu Hause sind. Heute zahlen Jäger große Summen, um eines der Tiere erlegen zu dürfen. Auch sonst ist dieses Gebirge als Lebensraum für Greifvögel wie den Steinadler, Orchideen und viele andere Tiere und Pflanzen ein bedeutendes Schutzgebiet. Es gibt sogar mehrere Insektenarten, die nur in diesem Gebirge gefunden wurden.
Im folgenden ist nur noch mit sehr wenig Verkehr zu rechnen. Da die Straße aber sehr schmal ist, möchte ich trotzdem zur Vorsicht raten. Gleich zu Beginn erwartet uns eine der steileren Rampen des Aufstiegs mit knapp über 10%. Bis zum Kilometer 10,5 bleibt die Strecke anspruchsvoller und insbesondere die letzten 1,5 km dieses Teilstücks schlängelt sich die Straße in Serpentinen nach oben. Immer wieder hat man eindrucksvolle Ausblicke auf das Tal des Guadalentin oder die Barrancos de Gebas, eine von der Erosion zerfressene Trockenlandschaft. Dann können wir uns erst einmal auf einem flacheren Stück erholen. Bei Kilometer 12,6 fahren wir geradeaus weiter in Richtung Barranco de Leyva, A.R. Fuente del Hilo, A.R. La Perdiz. Nach 14,3 km erreichen wir sogar eine Abfahrt von 1,5 km Länge. Genau am Fuße der Abfahrt halten wir uns rechts in Richtung A.R. La Perdiz – Barranco de Leyva. Der nächste Kilometer ist noch relativ schwach ansteigend, doch dann kommen immer wieder Rampen, die um die 10% Steigung aufweisen.
Bei Kilometer 17,6 befindet sich das Restaurant La Perdiz. Hier gibt es auch eine gefasste Quelle, wo wir die Trinkflaschen wieder auffüllen können. Das ist besonders im Sommer wichtig, weil man bei der oft großen Hitze und der Anstrengung viel Wasser verliert. Es ist zwar ein Hinweis angebracht, dass es sich nicht um Trinkwasser handelt, aber ich selbst habe hier schon mehrmals Wasser getrunken und noch nie Probleme bekommen. Die Quelle wird auch von Wanderern häufig in Anspruch genommen. Nach einer kurzen Abfahrt erreichen wir bei Kilometer 19,2 eine Kreuzung, bei der wir uns rechts in Richtung Pozos de la Nieve, Collado Bermejo orientieren. Die letzten 11 km sind der härteste Teil unserer Exkursion. Zunächst gewinnen wir über einen serpentinenreichen Abschnitt rasch an Höhe. Der Anstieg erreicht jetzt gelegentlich Werte von über 10% und es gibt nur wenige flachere Abschnitte, die uns eine Erholung ermöglichen. Zum Glück spenden uns die Aleppokiefern immer wieder Schatten, was man außer im Winter immer zu schätzen weiß.
Nach 25,1 km erreichen wir den Collado Bermejo auf 1201 m Höhe. Hier befindet sich das Ziel der Königsetappe der Murciarundfahrt, die jedes Jahr Ende Februar / Anfang März von den Profis als eine der ersten Möglichkeiten zur Formüberprüfung genutzt wird. Viele Rennradfahrer, die mit rund 1000 Höhenmetern zufrieden sind und nicht auf dem selben Weg zurückfahren wollen, wählen den Weg geradeaus in Richtung Aledo und Totana. Nach etwa 7 km steiler Abfahrt erreicht man eine Kreuzung, die schlecht (das heißt gar nicht) ausgeschildert ist. Man muss sich hier links halten. Später gelangt man an Aledo vorbei nach Totana. Von Totana aus führt eine breite und leider auch viel befahrene Nationalstraße zurück nach Alhama.
Wir wollen aber noch weiter auf den Gipfel fahren und folgen deshalb dem Wegweiser nach rechts in Richtung Pozos de la Nieve – E.V.A. 13. Die Steilseite des Morrón ist jetzt schon beeindruckend nah. Auf den letzten 5 km wird der Baumbestand immer lichter. Die Lebensbedingungen mit Hitze und extremer Trockenheit im Sommer, relativer Kälte im Winter und deutlich mehr Wind als in der Ebene sind wohl zu harsch. Nach 28,1 km und einigen der härteren Rampen mit über 10% erreichen wir die Pozos de la Nieve. Es handelt sich um die Ruinen von Schächten, in denen vor der Erfindung des Kühlschranks im Winter der Schnee gesammelt wurde. Der Druck verdichtete den Schnee zu Eis, das dann im Sommer von Pferdegespannen bis nach Murcia und Cartagena transportiert wurde. Uns bleiben aber immer noch 2 km über die karge Gebirgslandschaft bis zum Gipfel. Die Radarantennen kommen jetzt immer näher. Der eigentliche Gipfel ist leider militärisches Sperrgebiet, so dass wir kurz vorher Halt machen müssen. Aber auch von hier aus bietet sich ein eindrucksvoller Ausblick.
2 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
02:00:00 | 09.09.2014
mago
Mittlere Zeit
Dolce Vita
02:04:12 | 20.04.2018
AndreLeBoeuf
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