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Passo Agueglio (1163 m)

Die Aussicht auf der Passhöhe ist außerordentlich. Blick nach Norden.

Auffahrten

Von helmverweigerer – In Varenna folgt man dem Straßenschild nach Esino (SP 65) und wird hier auch über den Zustand des Passes durch ein Schild informiert. Da sich hier der Berg direkt am Seeufer erhebt, ist der beschauliche Ort Varenna wie auch das mit Varenna praktisch zusammengewachsene Perledo zum größten Teil in steiler Hanglage gebaut. In typischer italienischer Manier windet sich die Straße in zahlreichen Serpentinen bei angenehmen 6 Steigungsprozenten zwischen den Häusern. Mit jeder Kehre gewinnt man einen schöneren Blick auf den Comer See und den geschäftigen Bootsbetrieb zwischen Menaggio, Bellagio und Varenna.
Nach 4 Kilometern hat man das Ende der Siedlung erreicht, und die Straße führt nun ein längeres Stück südwärts. Bei der nächsten Linkskurve folgt ein Aussichtspunkt, und da die Straße nun ins Tal hinein führt, hat man das Gefühl, dass man den See fortan nicht mehr zu Gesicht kriegen wird. Es geht weiter bei sehr angenehmer Steigung, und die Landschaft ist hier vollkommen anders, ein verlassenes, eher karges Tal umgeben von einigen Bergspitzen.
So fährt man bis nach Esino Lario. Zeitweise flacht die Straße fast völlig ab. Nach Esino Lario gibt es noch eine Abzweigung nach rechts. Gefühlsmäßig ist man verleitet, diese zu nehmen, da man in dieser Richtung die Passhöhe vermutet. Es handelt sich aber lediglich um eine Stichstraße nach Cainallo. Die Straße auf den Passo Agueglio hingegen macht eine scharfe Drehung nach links und führt nun wieder aus dem Tal hinaus. Hier geht es nun auch steiler zur Sache, und gelegentlich müssen kurze Rampen mit 10% erklommen werden. Immer wieder fragt man sich, wo denn die Passhöhe liegen könnte. Wenn die Straße dann plötzlich abflacht und sogar in eine Abfahrt übergeht, denkt man, dass dies der Passübergang gewesen sei. Man erblickt hier auch schon wieder den Comersee. Doch man wird erneut eines Besseren belehrt, denn schon bald steigt die Straße wieder an und führt in weitem Bogen um die Bergspitze herum.
Doch schon bald folgt die nächste Abfahrt, und nun gibt es auch keine Gegensteigung mehr. Obwohl man zuerst ein paar Serpentinen durchsteuert und denkt, dass man direkt wieder Richtung Varenna fährt, folgt dann mal ein Knick ins Valsassina, und man kann dank der gewonnen Höhe noch einige Kilometer ins Tal hinein rollen. Man sollte die Abfahrt aber nicht zu schnell angehen, denn der erste Kilometer nach der Passhöhe bietet einen Panoramablick, wie man ihn sonst wohl an kaum einem anderen (asphaltierten) Ort in der Nähe des Comer Sees finden wird.

16 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:58:04 | 12.08.2017
effecthimself
Mittlere Zeit
01:04:01 | 26.08.2018
Bergritzel
Dolce Vita
01:15:00 | 24.05.2011
TL
Von mopsko – Die Anfahrt zur Nordauffahrt des Passo Aguelio alleine kann etwas beschwerlich werden. Von Bellano am Ufer des Lago di Como gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen, schwerer aber auch schöner, am nördlichen Ortsausgang von Bellano über Narro, dann rechts in Margno, geradeaus durch in Taceno und scharf rechts die SP65 runter in Cortenova und durchs wellige Gelände bis Parlasco. Diese Anfahrt muss entsprechend angegangen werden, dass am Ende noch Körner für den Passo Aguelio übrigbleiben oder sogar für eine Weiterfahrt bis zum Rifugio Cainallo. Die zweite Möglichkeit ist, im Ortskern von Bellano über Pennaso zu fahren. Auch hier sind schon einige Höhenmeter bis Parlasco zu überwinden. In jedem Fall kommt man also mit warmen Beinen am Beginn der Auffahrt an.

Der Straße des Passo Aguelio führt ohne Abzweigungen fast ausschließlich durch waldige Hänge empor. Landschaftlich wunderschön, was die Steigungen angeht aber äußerst unruhig. Immer wieder wechselt die Steigung kurzfristig zwischen 5 % und knapp über 10 %, so dass es schwer ist, einen Rhythmus zu finden. Die Steigungen bleiben dafür stets moderat und klettern kaum über 12 %. Im ersten Teil der Auffahrt kann man sich immer wieder die hohen Gipfel des Val Varrone angucken, Pizzo Alto, Monte Rotondo und den höchsten am Comer See, den Monte Legnone. Sobald man weiter oben angelangt ist, öffnet sich ein unglaubliches Panorama oberhalb von Varenna über den Comer See. Dieses Panorama alleine entlohnt für alle Strapazen. Kurz vor Ende des Passes befindet sich eine Aussichtsstelle, von der an es nur noch bergab bis zum eigentlichen Pass geht. Bei Überquerung des Passes muss sollte man sich bewusst sein, dass es noch einmal eine gemeine Gegensteigung bis Esino Lario gibt.
Aufgrund des unruhigen Höhenprofils und der anspruchsvollen Anfahrt verdient sich dieser Pass seine drei Sterne redlich.

8 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:35:30 | 22.08.2012
mopsko
Mittlere Zeit
Dolce Vita
00:54:00 | 08.09.2011
Niklas

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