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Passo del Lagastrello (1200 m)

Südanfahrt: Hübsche Serpentinengruppe.

Auffahrten

Von AP – Der Ausgangspunkt dieser Anfahrt, Licciana Nardi, ist etwas willkürlich gewählt. Willkürlich deswegen, weil man auch in Aulla beginnen könnte, sprich dort wo der Taverone in die Magra fließt. Dann würde die Anfahrt das komplette Tal des Taverone durchmessen. Allerdings gewinnt man auf den acht Kilometern zwischen Aulla und Licciana Nardi schlappe 140 Hm, was man beim besten Willen nicht als ernsthaften Anstieg bezeichnen kann. Nun kommt allerdings die Straße hinter Licciana Nardi auch erstmal nicht wirklich in die Gänge, sprich bis zum nächsten größeren Ort, Tavernelle, sind es knapp 200 Hm auf sechs Kilometern. Aber man muss sich auch mal festlegen und kann nicht alles aussitzen: also Licciana Nardi.
Hinter Licciana Nardi geht es fast schnurstracks durch das Tal des Taverone nach Nordosten. Nach vier Kilometern erreicht man den Abzweig nach Crespiano, wo sowohl die Nebenstrecke über den Passo del Giogo als auch die Nordanfahrt des Passo della Caprettana ihren Ausgang nehmen. Hat man die Kreuzung passiert, biegt die Straße nach Norden, und Tavernelle rückt schon bald in Sicht.
Kaum hat man das Dorf hinter sich gelassen, zieht die Steigung an auf 6–7 %. Über einen interessanten Streckenabschnitt mit zwei Serpentinenkombinationen eingebettet in eine aparte, teils landwirtschaftlich genutze Landschaft gelangt man an den Anfang einer Schlucht, durch die einer der Quellbäche des Taverone herabfließt. Mit dem Bach zur Rechten arbeitet man sich in wiederum nordöstliche Richtung die Schlucht entlang. Auf einem der Berge rechts oberhalb der Schlucht ist eine Antennenanlage zu erkennen: das ist der Monte del Giogo, dessen Gipfel auf Asphalt erklommen werden kann.
Zwischen Kilometer elf und zwölf der Anfahrt überquert man den Bach. Auf der anderen Seite der Schlucht geht es bei hin und wieder mäßiger Asphaltqualität über einige Serpentinen im Bergwald voran. Dabei sieht man immer wieder die Berggipfel des Apenninhauptkamms nördlich der Passhöhe, zum Beispiel den Monte Bocco.
Direkt unterhalb der Passhöhe liegt der Clou der Anfahrt. Dort schwingt sich die Straße mit engen Serpentinen über eine Alm hinauf, auf der die zerfallenen Grundmauern des Weilers Linari stehen. Dieses leider kurze Stück Strecke ist gewiss eine der schönsten Strecken der Lunigiana. Man blickt weit über die Schlucht hinweg ins Apenninvorland hinein.
Oberhalb der Alm schließt sich wieder der Wald um die Straße. Ein paar Schlenker durchfährt man noch bei nachlassender Steigung, dann ist die Passhöhe erreicht. Den in der Allgemeinbeschreibung erwähnten Lago Paduli findet man ein paar hundert Meter weiter in die Emilia hinein.

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02:15:45 | 31.08.2019
HaraldS
Dolce Vita
Von christoph – Während sich der Südaufstieg ab Aulla annähernd durchgängig als echte Pass-Straße darstellt, gilt dies im Nordaufstieg nur für die letzten Kilometer. Zu viele Zwischenaufstiege und Abfahrten um immer wieder neue Flußläufe oder Zwischenbuckel stören den Eindruck einer Passauffahrt. Erst ab Monchio delle Corti handelt es sich zudem um eine Straße ohne weitere wesentliche Seiteneinmündungen. Dort allerdings geht es erst mal noch einmal kräftig bergab, und erst nachdem man die beiden Quellflüsse des Fiume Cedra im weiten Bogen gequert hat, geht es ab dem Weiler Tre Fiumi endlich aufwärts. Nicht steil, aber immerhin stetig mit 6 bis 8 % Steigung. Der Straßenbelag ist durchgängig gut, im unteren Abschnitt hat man sogar in der Nachmittagshitze gelegentliche Entlastung durch Schatten. Dies ändert sich aber nach zwei bis drei Kilometern und nun wird es auch dort wieder richtig schön warm.
Der Lagastrello von Norden ist kein Pass, der große Schwierigkeiten bereitet oder extreme landschaftliche Highlights bietet. Die Qualität dieser Region liegt in der unaufgeregten Ruhe und Abgeschiedenheit. Anders als beim nahegelegenen Passo di Ticchiano führt die Straße aber nicht entlang eines Flusslaufes, sondern in freier Landschaft nach oben. Man hat daher mehr Ausblicke und die Strassenführung ist kurviger. Im oberen Abschnitt wird der Belag gelegentlich rauh, bleibt aber von guter Qualität, so dass auch eine Abfahrt durchaus Freude machen kann.
Im obersten Abschnitt wird es sehr flach, man passiert den links liegenden Lago Paduli und findet auf der Passhöhe ein sehr verwittertes Pass-Schild, welches kaum zu entziffern ist. Glücklicherweise findet sich auch ein Exemplar in Holz für die Wanderer. Die Abfahrt nach Aulla scheint kein Ende zu nehmen, leider ist auf dieser Seite der Straßenbelag eher schlechter als auf der Nordseite.

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Schnellste Zeit
00:35:59 | 29.06.2018
usrusr
Mittlere Zeit
00:42:13 | 29.06.2018
Frank Weisser
Dolce Vita
00:42:18 | 29.06.2018
tortentom
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