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Corona-Pandemie und die quäldich-Reisen: Es geht wieder los!

Passo della Forcella (Friaul) (1824 m) La Stentaria

Hinter dem Pass

Auffahrten

Von RenkoUPDATE JUNI 2014 UND ERLEBNISBERICHTE - SIEHE UNTEN

BESCHREIBUNG AUGUST 2012
Ausgangspunkt der Ostauffahrt zum Passo della Forcella ist kein unbekannter Ort: es handelt sich um das friulische Dorf Ovaro, in dem die Auffahrten zur Forcella Lavardet, zum Monte Arvenis und allen voran zum Monte Zoncolàn ebenfalls beginnen.
Von der Hauptstraße in Ovaro folgt man der Beschilderung nach Mione. Zuerst verliert die Straße ein paar Höhenmeter bei der Überquerung der Talsohle, dann steigt sie bereits mit zweistelligen Werten durch das Dörfchen Luint nach Mione. Hier auf 710 m Höhe hat man einen schönen Ausblick auf die gegenüberliegende Talseite mit Ovaro und den Bergen Zoncolàn und Arvenis. Im Zentrum des Dorfs biegt man in die Straße Col Gentile ein, die bereits recht steil durch die letzte Häusergruppe führt. Dann taucht die Straße in den Wald ein...

Hat die gegenüberliegende Straße von Ovaro auf den Zoncolàn zumindest einen Hauch von Zurückhaltung bei ihrer ersten, 15 % steilen Rampe im Wald hinter Liariis, bevor es hinter der ersten Kehre vollkommen entfesselt zur Sache geht, kennt der Forcella keinerlei solche Gnade. Denn bereits am Anfang steigt die Piste einfach wild empor – schon hier eine geschätzte Steigung von bis zu 20%. Es folgen Kehren in relativ dichter Folge.

Etwas weiter oben sind nach vier Wochen Bautätigkeit die ersten Zeichen der Sanierung sichtbar. Wie gegenüber am Zoncolàn wurden einige Bäume an den Strassenränden gefällt . Zudem werden jene schönen, aus Steinen unterschiedlichster Größe bestehenden Mauern gebaut, die nach Meinung des Autors entscheidend zur ästhetischen Aufwertung der Zoncolàn-Straße beigetragen haben. Auch beginnt die Steigung peu à peu nachzulassen, bald nicht einmal mehr zehn Prozent, dann noch weniger. Mit den Steinmauern und gelegentlichen Ausblicken aus dem Wald-Schleier hat man eigentlich ein ganz nettes Bergsträßchen ohne Modernität – ein ideales Revier für den nach Ruhe und Erholung suchenden Radler.

Und dann wird alles komplett anders.

Ohne Vorwarnung steuert die Piste einfach den Berg hoch: sie führt gerade, schlängelt sich ein wenig nach links und rechts, gar ein paar Kehren, das ganze mit Steigungswerten von bis zu 25 %, und das auf lange Distanz. Das gibt es nicht einmal auf dem gegenüber liegenden Zoncolan. Eine solche Trassierung und Steilheit findet man nur auf den allerwenigsten Alpensträßchen wie auf der Alp Grindel bei Grindelwald oder auf der alten Straße nach Jenesien oberhalb von Bozen. Selbst das Schieben eines beladenen MTBs wird zum Folter – die Straße ist beim Besuch wegen der Bautätigkeit unbefahrbar und eigentlich gesperrt.

Auf etwa 1250 Metern Höhe geht die vorsanierte Straße von Asphalt auf Schotter/Beton über. Die Steigungswerte werden nun recht unterschiedlich. Die Betonrampen sind zum Teil höllisch steil, die planierten Schotterstücke auch nicht gerade steigungsarm. Weiter oben lässt die Steigung wieder etwas nach, zudem macht der Wald endgültig auf. Es eröffnen sich tolle Blicke auf drei bekannte Straßen: die unbefestigte Scheitelstrecke des Monte Crostis (Panoramica delle Vette), die Auffahrt zum Sella Ravascletto, sowie die Straße auf den Monte Zoncolàn.

Etwa ein Kilometer vor dem Pass folgt das Gran Finale: eine relativ kurze, sehr ausgesetzte Rampe mit einfach horrender Steigung beginnt (wohl die in Denzels Alpenführer zitierte Zahl von 28 %). Dann flacht die Straße ein wenig ab. Schon in Sichtweite des Passes folgt eine letzte Rampe. Sie ist viel länger als die vorige und ähnlich steil. Nur wenige Meter vor dem Pass gehen die Steigungswerte endlich zurück.

Die wahre Belohnung folgt eigentlich nach dem Pass. Zuerst verliert die neu betonierte Piste relativ rasch an Höhe, dann steigt sie erneut ähnlich steil an. Danach folgt eine lange, herrliche Kammstrecke mit minimalem Höhengewinn bzw. -verlust. Die Piste besteht teils aus Beton, teils aus planiertem Schotter (rennradtauglich) und bietet beste Ausblicke bis zu den Dolomiten.
Danach folgt eine relativ rasch an Höhe verlierende Strecke mit (im Jahr 2012) einer fragwürdigen Bachquerung, bis schließlich eine Gabelung erreicht wird. Nach links führt eine nicht durchgehend asphaltierte Straße mehrere Kilometer weiter bis zum Dorf Latteis; nach rechts ein neu asphaltiertes Strässchen nach Sauris. Beide Dörfer mit ihren tollen Holzhäusern gehören zu den deutschsprachigen Inseln im Friaul.

Bei einem Vergleich zwischen der Giro-Auffahrt Ovaro – Monte Zoncolàn und Ovaro – Passo della Forcella lässt man am besten die Zahlen ihre Sprache sprechen. Zu den beiden, ähnlich langen Aufstiegen gibt es Profile bei salite. Jene Piste auf den Zoncolàn bekommt 225 Punkte, der Forcella dagegen 270. Das ist wohl ein großer Unterschied. Der arme, etwas in Vergessenheit geratene, einstige Giro-Heldenberg Passo del Mortirolo mit seinen 186 Punkten sieht nun zunehmend zahm aus.

ZUSTAND JUNI 2014
Die Straße ist bis genau 1600hm geteert, anschließend bis zum Pass mit besagten Betonplatten versehen. Keine Baumaschinen mehr auf der Ostrampe. Beeinträchtigungen nur durch Laub/Nadeln auf der Straße, wodurch die Kontraktion auf dem blanken Teer schon mal versagt. Man sollte sich bei der Auffahrt evtl. Bleigewichte an die Vordergabel hängen, damit dieses nicht abhebt!

Weitergehend nach Lateis alles wie beschrieben. Aktuell ist der Pass noch gesperrt und die Überquerung folgt durch ein großes Schneefeld (immer noch bis zu 3m dick an einigen Stellen) und zahlreichen umgefallenen Bäumen. Mit dem Mountainbike bzw. in meinem Fall Trekking-Rad jedoch machbar, wenn man sich auf einige Rutsch- und Kletterpartien einlässt :)

Die fragliche Bachüberquerung ist noch genau die gleiche! Grade jetzt bei der Schneeschmelze stehen einem da einige Fragezeichen im Gesicht - im Sommer sieht das vielleicht harmloser aus.

Von Lateis zum Lago di Sauris stehen dann wieder Baumaschinen. Aktuell wird der Belag aufgekratzt und die Straße wohl saniert. Auf der Abfahrt nach Ampezzo gibt es dann einfach mal einen unbeleuchteten Tunnel - Ohne Lampe unmöglich zu fahren, es ist stockdunkel!

Vielen Dank an Patrick88 für die Ergänzung, Fotos und GPS-Track!

FAHRBERICHT AUGUST 2015 (vielen Dank an Ralph Hug)
Angelockt durch die 270 Wertungspunkte für den Passo dellaForcella im Friaul fuhr ich mit meinem Radierkollegen Christoph Anfang August ins Friaul. Wir wollten sehen, ob eine solche Auffahrt mit einem Rennrad mit handelsüblicher Übersetzung (34x28) noch machbar ist. Am 1. August starteten wir bei bestem Wetter hoffnungsfroh von Ovaro aus.

Wir schafften es nicht. Grund: die mörderische Dauersteigung ab dem Dorf Mione. Kurz nach Dorfende mündet die Strasse in den Wald und steigt gleich satt an. Ein Schild zeigt 28% an. Diese sind ernst zu nehmen, obwohl sonst die Prozentzahlen an vielen Schildern eher übertrieben scheinen. Die 6,5 km lange Strecke lässt sich anfangs gut an. Der neue Asphalt bietet trotz der massiven Steigung unterhalb der 20-Prozent-Marke keine Probleme. Das Problem ist, dass das Strässchen nach etwa einem Kilometer deutlich steiler wird. Obwohl Schlangenlinienfahren drin liegt, zehrt die Dauersteigung um und über den 20% an den Kräften.

Hochschauen demoralisiert. Also blickt man am besten nur noch auf den Asphalt und zieht hoch, solange es geht. Nach etwa Kilometer 3 schraubt sich der Weg dermassen toxisch und ohne Aussicht auf flachere Teilstücke in die Höhe, dass man fortan auf den reinen Willen abstellen muss. Quäldich in Reinkultur. Bei knapp Kilometer vier gingen mir Schnauf und Willen definitiv aus und ich musste vom Rad. Einen weiteren halben Kilometer schob ich bis zum Beginn der Betonstrecke.

Statt Asphalt erwartet einen nun geriffelter Beton, der aber von so guter Qualität ist, dass er auch für Rennräder sehr gut fahrbar ist – wenn die bösartige Steigung nicht wäre. Denn das letzte Teilstück macht die Ankündigung auf der Tafel am Anfang der Strasse wahr. Keine Chance, hier mit dem Rennrad hochzufahren. Schon laufen ist mühsam, geschweige denn noch ein Rad schieben und das alles mit Radschuhen und Klammern dran. Hier wird einem mindestens in diesem Teil die Sinnlosigkeit dieses Aufstiegs bewusst. Hier hat ein Rennrad wahrlich nichts mehr zu suchen.

Oben auf der Passhöhe wird man zwar mit einem schönen Ausblick auf die Umgebung belohnt. Eine Weiterfahrt zum Lago Sauris ist jedoch nicht möglich. Der Weg führt bald in eine Schotterpiste, von der man lieber die Finger lässt, auch weil noch eine Gegensteigung wartet.

Die Abfahrt vom Pass della Forcella wieder zurück nach Mione erfordert wegen des enormen Gefälles einige Akrobatik. Am besten positioniert man den Hintern hinter und nicht auf dem Sattel. Voller Dauerdruck auf die Bremsen ist angesagt. Anders geht es nicht.

Ich habe mich gefragt, ob ein Bergfahrerprofi die Strecke bewältigen könnte. Ich habe meine Zweifel. Solange eine Über- und keine Untersetzung am Rad ist, dürfte man wenig Chancen haben. Selbst für gute Mountainbiker stellt diese Auffahrt eine grosse Herausforderung dar. Ich habe sie nun meinerseits abgehakt. Eine schlimmere Steigung bin ich nie gefahren. Der benachbarte Zoncolan darf schon fast als Erholungsfahrt gelten, und auch die Punta Veleno am Gardasee, die wir letztes Jahr unter Aufbietung aller Kräfte erfolgreich hochfuhren, bleibt gegenüber der Forcella als subalterne Steigung in Erinnerung.


FAHRBERICHT OKTOBER 2016 (vielen Dank an Veloclimber)
Nach dem ich im Mai 2016 auf dem letzten steilen Kilometer der Betonpiste mit meinem alten Stahl-Rennrad (34x28) buchstäblich abgeworfen wurde, musste ich es Ende Oktober wieder versuchen: Diesmal mit mehreren Verbesserungen bzw. Optimierungen wie ein neues, leichteres Rennrad, bessere Übersetzung (34x32 - gerade noch keine Untersetzung ;-), breitere 28 mm Reifen mit geringfügig weniger Luftdruck für mehr Grip, bessere Kondition und vor allem die Erfahrung und Streckenkenntnis vom Frühjahr, welche es ermöglichte, den Krafteinsatz taktisch einzuteilen - trotz der extremen, kaum nachlassenden Steilheit. Und gleich vorweg, diesmal ist es mir gelungen die gesamte Strecke im einem Push ohne abzusteigen durchzufahren.

Start war an der tiefsten Stelle ca. 100 m vor der Abzweigung hinauf nach Ovasta oder Luint bzw. Mione (ca. 504 m) bei Gefriertemperatur mit Rauhreif auf den Wiesen. Durch das Dorf Luint, weiter bis Mione, rechts durch den Ort hinauf, bis ab dem letzten Haus (2,8 km, 750 m) die steilen 6,7 km beginnen. Der Steigungsmesser zeigt bis hierher kurz einmal 12 % an, was aber angesichts des Kommenden eher eine leichte Aufwärmübung ist.

Und dann gehts los: Sofort springen die Steigungsprozente auf Werte zwischen 15% und 17% und gehen für die nächsten ca. 2 km kaum runter. Danach fallen diese unter 15 % und sinken bei der Alm (km 5,6) für mehr als 200 m sogar in den einstelligen Bereich. Hier kann man - oder muss man - durch lockere Fahrweise etwas regenerieren. Denn ab km 5,8 (rechts das Wochenendhaus mit markantem Spitzdach) geht's für ca. 1,2 km mit einigen Rampen über 20 % und ohne einen flachen Meter richtig zur Sache. Aufgrund der vielen Stellen mit abgefallenem Laub, muss sehr konzentriert gefahren werden, um nicht durchzurutschen, was wahrscheinlich ein Absteigen zur Folge haben könnte.

Danach (km 7,1) geht die Steigung auf den folgenden ca. 1,3 km etwas zurück, wobei man nach den beiden Kehren nach rechts etwas regenerieren kann und unbedingt langsam fahren sollte angesichts des Folgenden.

Ab km 8,5 beginnt die Betonpiste und nach 2 Kehren bzw. 100 m wird es auf den abschließenden 900 m richtig brutal steil: Der Steigungsmesser geht sofort auf 24 %, es lässt nach 250 m etwas nach, doch es sind noch immer 20 % und ein Erholen ist nicht möglich. Zudem sieht man den folgenden Streckenverlauf ca. 400 gerade hinauf vor sich und ist dem Verzweifeln nahe. Mit ca. 5 km/h würgt man das Rad hinauf, den Oberkörper weit nach vorne gebeugt. Damit das Vorderrad nicht abhebt, wird die Zug- und Stützarbeit mit den Armen das härtere Kriterium vor den brennenden Beinen. Das härteste erwartet einen ca. 200 m vor dem Pass, wo mein Steigungsmesser 25 % anzeigt und ich in einem Verzweiflungssprint die letzten steilen 50 m überwinde, bevor dann nach weiteren 50 m den Pass erreicht ist. (01:30:24 h).

Zusammenfassend ist aus meiner Sicht die Streckenkenntnis extrem wichtig. Dadurch kann man es sich einigermaßen einteilen: In den weniger steilen Passagen unbedingt zurücknehmen und nicht am Leistungslimit fahren, damit man für die steileren Passagen noch genug Reserven hat, was angesichts der beträchtlichen Auffahrtszeit unbedingt zu berücksichtigen ist, denn das steilste kommt ganz zum Schluss.

Mit ,,frischen" Beinen und das steilste am Beginn würde die Sache natürlich anders aussehen. Und auch die Abfahrt ist nicht zu vernachlässigen: Der obere steile km sollte vorsichtig im Schritttempo bewältigt werden, ein Überschlag ist bei dieser Steilheit durchaus im Bereich des Möglichen. Danach kann man es doch wieder einigermaßen laufen lassen. Die Steigungsmessung erfolgte mit einem Fahrradcomputer ohne GPS (VDO M4WL), und erfahrungsgemäß zeigt dieser oft geringfügig weniger an, sodass die erwähnten und auf der Tafel angegebenen 28 % auf den letzten 900 m durchaus erreicht werden könnten. Ich kann mir vorstellen, dass bei entsprechendem Training vor Ort die Auffahrt auch mit 34x28 möglich ist und auch ein Professional Rider würde wahrscheinlich mit dieser Übersetzug auskommen.

Der Asphalt und Betonpiste sind, abgesehen von Verschmutzungen mit Laub, Nadeln und Kuh-, bzw. Schafdung, in eine ausgezeichneten Zustand.

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01:30:24 | 31.10.2016
veloclimber
Dolce Vita
Von Flugrad – In Sauris di Sotto bzw. Unterzahre verlassen wir am Rathaus die SP 73 nach Norden. Wir passieren die Schinkenfabrik von Speck Wolf, dann geht es einfach geradeaus am Waldrand bergwärts, parallel zu einem Schlepplift. Einfach ist relativ: 170 Hm haben wir am Ende dieser ersten Rampe bewältigt. Dabei bieten sich herrliche Ausblicke über Sauris auf das Massiv des Monte Bivera. Immerhin ist unser Sträßchen auf diesen 1,4 km noch asphaltiert – wie auch auf dem weiteren Verlauf die kritischsten bzw. steilen Passagen Asphalt- bzw. zumindest Riffelbetonbelag zu bieten haben.
Am Ende des Asphaltes folgen wir den Wanderwegweisern zur Casera Losa bzw. Mione-Ovaro. Der folgende Kilometer weist guten Schotterbelag auf, verläuft flach bis leicht fallend am Hang entlang im Wald. Nach einem weiteren Kilometer passieren wir einen abenteuerlich aussehenden Rutschhang. Wie lange wird man diese Straße noch halten können? In Murenmitte muss man eine Furt je nach Wasserstand mit erhöhter Vorsicht passieren. Kurz darauf wird es wieder etwas lieblicher, und wir erreichen 3,4 km nach dem Start einen kleinen Parkplatz am Abzweig zum Rifugio Eimblat de Ribo. Wohlgemerkt: Unser bisweilen abenteuerlich trassiertes Sträßchen ist nicht für den KFZ-Verkehr gesperrt!
Wir verlassen die Lichtung wieder, und nach 400 m werden wir mitten im Wald von feinstem, neu aufgetragenem Asphalt überrascht! Glücklicherweise muss man sagen, denn nun geht es mittels einer Doppelkehre steil bergab bis zur Einmündung (Km 4,5 ab Sauris) einer geschotterten Zufahrtsstraße von Lateis her. Wir wählen den nach links führenden schlecht asphaltierten Weg (Beschilderung: Malga Losa).
Der lichte Wald dient nun auch als Weidegebiet für vierfüßige Rindviecher. Bei Kilometer 5 ab Sauris heißt es aufpassen: Wir müssen eine mit Steinplatten betonierte Furt passieren, die selbst im Sommer noch ziemlich Wasser führt. Bald danach erreichen wir freies Weideland. Bei Kilometer 6,5 zweigt nach links ein Asphaltweg ab, der als Sackgasse zur Malga Gerona führt. Wir müssen uns hier geradeaus halten. Wegweiser fehlen hier leider.
Das Sträßchen zieht sich in einer Rechtskurve den Hang hoch. Bei Kilometer 7,2 öffnet sich vor uns ein riesiges Amphitheater, an dessen hinterem Ende sich der Passübergang ausmachen lässt. Und bei Kilometer 7,8 ist der Asphalt wieder einmal zu Ende, und der Schotter leider ziemlich grob. Ab hier sind die steilsten Wegstücke allerdings betoniert. Wir umrunden den riesigen Kessel in weitem Bogen von links nach rechts, passieren dabei die Ziegenalm Casera Losa und verlieren immer wieder ein paar Höhenmeter.
Bei der Casera Forcje beginnt der letzte Kilometer, eine betonierte, heftige Schlussrampe. Auf der Passhöhe werden wir von einem umwerfenden Panorama empfangen, und einem Schilderwald für die Abfahrt.

Die Auffahrt ist, Stand 2017, für Schotteraffine mit dem Rennrad sicherlich machbar, zumal die schwierigen Abschnitte asphaltiert bzw. betoniert sind. Die folgende brutal steile Abfahrt bis Mione dürfte da die größere Herausforderung darstellen. Die vielfältigen Landschaftseindrücke dieser Auffahrt sind überwältigend.

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