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Pfänder (1064 m) Gasthaus Pfänderspitze, Pfänderparkplatz (1012 m)

Pfänderspitze

Auffahrten

Die Tour beginnt an der österreichischen Grenze in Hörbranz am Bodensee. Die ersten Meter verlaufen parallel zum Bodenseeufer. Beim ersten Kreisverkehr weist uns ein grünes Schild mit der Aufschrift Pfänder auf den Weg zum eigentlichen Aufstieg hin. Wenden wir unseren Blick in östliche Richtungen, so sehen wir einen zum größten Teil bewaldeten, hohen Berg mit einigen baumfreien Zonen.
Auf dem Berg ist ein rot-weiß gestreifter Turm zu erkennen, der Sender des ORF auf der Spitze des Pfänders. Dieser liegt bei 1035 m also etwas oberhalb der eigentlichen Passhöhe. Dazu noch später weiteres. Folgen wir dem Pfeil, so steigt die Straße sehr sanft an, bis wir bei einem Wirtshaus auf eine Vorfahrtsstraße treffen. Fahren wir nach rechts, so weist uns bald ein weiteres Schild auf den Pfänderaufstieg hin. Ab hier beginnt nun der eigentliche Anstieg. Die folgenden 5,7 km erscheinen auch einem geübten Fahrer als wesentlich längere Strecke, wegen der außerordentlichen Steilheit des Anstieges und des dauernden Wechsels in den landschaftlichen Gegebenheiten.
Von diesem zweiten Schild beginnend können die letzten sanft ansteigenden Meter gemütlich befahren werden. Dann sieht man, noch mitten in der Stadt eine steil ansteigende Kurve vor sich. Man ist gleich aus dem Sattel, denn die Steigung beträgt nicht unter 12 % während man an einem Spital vorbei zum ersten Mal in bewaldetes Gebiet einfährt. Die Steigung bleibt annähernd konstant, während die Straße eine nur geringe Breite aufweist, die den Gegenverkehr zwischen Autos erschwert. Etwas weiter verläßt die Straße den Wald und wird wieder etwas breiter. Zur Rechten hat man den ersten Ausblick auf den Bodensee und Bregenz hinab (Bild 1).
Nach wie vor läßt die Steigung nicht nach. Schon bald darauf führt die Trasse erneut in den Wald. Die Steigung geht nur leicht zurück, beträgt auf den folgenden paar hundert Metern zwischen 9-11 % . Im Wald geht es an einem Einschnitt vorbei, in dem gigantische, abgerundete Felsbrocken liegen zwischen denen ein Bach fließt. Am rechten Rand der Straße geht es steil abwärts und die Passstraße besitzt wie fast überall keine Leitplanke zur Absicherung. Vor einem weiteren Rinnsaleinschnitt sieht man an der linksseitigen Felswand eine Erdrutschabsicherung aus dicken hölzernen Planken.
Kurz darauf verläßt die Straße erneut den Wald und wird von einigen Häusern am linken Straßenrand gesäumt. Etwas weiter oben entdeckt man ein Wirtshaus an der Straße, welche dort kurz etwas abflacht und eine Linkskurve beschreibt. Blickt man den Hang zur Linken hinauf, so mag man sich zunächst über die zurückgehende Steigung beim Wirtshaus freuen, die sich daran anschließende 15 %-Rampe bringt die aufkommende Euphorie jedoch schnell wieder zurück auf den Boden der Tatsachen. Es ist eine gute Idee bei dem Wirtshaus einen leichteren Gang einzulegen und die bald wieder in eine 11-12 % Steigung übergehende Rampe zu überbrücken. Schon bald folgt die nächste Kurve am baumfreien Hang. Die Steigung bleibt jenseits der 10 % während es an weidenden Kühen vorbei zur nächsten Serpentine geht. Die ganze Zeit über ermöglicht die hier fehlende Bewaldung einen Blick auf den Bodensee und Bregenz. Kurz nach der Serpentine erwartet uns Radfahrer eine weitere ca. 200 Meter lange, steile Gerade, die zwischen mehreren Bauernhäusern hindurch führt. Es scheint ewig zu dauern, bis man die hinter einem Haus verschwindende Kurve endlich erreicht. Die Steigung auf diesem Stück beträgt bestimmt durchgehend 11-12 %. Man fährt nun genau hangaufwärts. Die Steigung läßt nur geringfügig nach und geht an einem Bauernhof vorbei wieder in bewaldetes Gebiet. Der folgende Abschnitt ist etwas eintönig. Bei Steigungen von 9-12 % geht es über 2 Serpentinen höher. Nach einer Kurve folgt ein kurzes Stück zum Atemholen: Die Steigung läßt auf ca. 6 % nach, die Trasse verläßt den Wald und erlaubt einen herrlichen Ausblick auf den Bodensee. Ein einzelner Bauernhof ist an dieser Stelle zu sehen. Den Berg hinauf blickend sieht man endlich auch den Turm, den man als Ziel vermutet.
Mit dem erneuten Eintritt in den Wald, nimmt die Steigung wieder auf die altgewohnten 10-12 % zu. Nach einer Serpentine nähert man sich einer Lichtung an einem Hang, an dem man weiter oben den Verlauf der Straße erkennen kann. Bei altgewohnter, anspruchsvoller Steigung überwindet man mühsam diese Höhe, indem man über die bald folgende Serpentine den Berg hinauffährt und kann bald auf die Straße an jener kleinen Lichtung hinunter blicken sehen. Man erreicht eine weitere Serpentine, die entlang einer neurlichen Kuhweide vorbei führt. Fährt man unverzagt von der nicht nachlassenden Steigung weiter, so erblickt man bald mehrere Gruppen von Hochspannungsmasten, die einem verraten, daß es nun gar nicht mehr viel höher gehen kann. Schließlich erblickt man einen Waldparkplatz, in dessen Nähe die steil aufwärts führende Straße endlich den höchsten Punkt auf einer Höhe von 1012 m erreicht. Vom Waldparkplatz aus kann man den Turm und die Pfänderspitze erreichen, wo man eine großartige Aussicht über den Bodensee hat (Bild 2, Bild 3). Doch auch vom Waldparkplatz aus ist die Sicht auf den Bodensee/Lindau überragend (Bild 4).

Für die Beschreibung danken wir Michael Oelze

978 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:20:08 | 17.04.2014
AdrianA
Mittlere Zeit
00:39:15 | 06.10.2022
Guenter Scherbaum
Dolce Vita
01:13:54 | 25.08.2022
Simplon 0815
Dieser Beitrag befindet sich in Arbeit. Redaktion
Von Flugrad

Wer einen kurzen, aber steilen Schotterabschnitt in der Auffahrt nicht scheut, dem bietet sich als Alternative zur Lochauer Standardauffahrt die Südostvariante durch den Wirtatobel und die Rickenbachschlucht an.
Man verzichtet zwar auf den permanenten Bodenseeblick, dafür darf man sich auf weite Ausblicke in den Bregenzerwald und abschnittsweise gut 20 Steigungsprozente freuen.
Der 2,5 Kilometer lange Schotterabschnitt entlang des Rickenbachs führt teils abenteuerlich trassiert durch die Schlucht steil bergan. Leider ist dieser Abschnitt auch für den motorisierten Verkehr freigegeben. Für die Talfahrt ist dieser Abschnitt nicht zu empfehlen.
Wer aus Richtung Sulzberg, Krumbach oder Weiler über Langen dem Bodensee zustrebt, zweigt ca. 1 km hinter Hälin von der Langenerstraße erst in die Fluhstraße ein, dann nach 200 m steil nach rechts in die Wirtatobelstraße. Aus Bregenz heraus führt der eindeutig schönere, mit ein paar zusätzlichen hm garniert, Weg über die Fluh. Hier heißt es aufpassen: Am Ende des 18 %-Gefälles nach der Passhöhe im Wirtatobel nicht scharf rechts Richtung Langener Straße, sondern geradeaus in den Tobelwald hinauf.
In der Kehre zweigt  etwas unscheinbar und mit zahlreichen Warn- und Verbotsschildern garniert unser Wirtatobelsträßchen ab. Nun dürfen wir weder mit Anhänger noch schneller als 30 km/h unterwegs sein. Nicht so schlimm, denn sofort folgt der steilste Abschnitt: 22 %, und nur noch Asphaltspuren. Glücklicherweise ist dieser Abschnitt nur kurz. Wir überqueren den Wirtatobelbach und gelangen bald darauf auf eine Waldlichtung. Am Waldrand geradeaus führt ein nicht asphaltiertes Forststräßchen mit deutlich über 20 % und leider schlechtem Belag hinauf zum Gasthaus Stollen.
Unsere Straße jedoch führt nach links weiter, zunächst flach, dann im Wald wieder mit bis zu 20 % am Schluchtrand hoch. Dieser Abschnitt ist wegen des Belagszustandes und aufgrund möglichen Gegenverkehrs (die Wirtatobelstraße ist für den allgemeinen Verkehr freigegeben!) der kritischste, landschaftlich aber auch der schönste und wildeste – und zum Glück ebenfalls nur recht kurz. Bald überqueren wir erneut den Tobelbach und erreichen eine Lichtung mit Wochenendhaus. Ab jetzt wird es im Vergleich zu dem gerade überstandenen Kilometer geradezu lieblich.
Nach insgesamt 2,5 Kilometern mit Asphaltresten garniertem Schotter erreichen wir kurz vor der Einmündung des Forstweges vom Hirschberg herunter wieder Asphalt. Einen weiteren Kilometer später mündet das Wirtatobelsträßchen im Weiler Jungholz in den Höhenweg von Eichenberg zum Pfänder ein. Links lädt eine Hofschenke jene Recken zur Stärkung, welche den Pfänderrummel scheuen.
Die anderen fahren nun entspannt und nur leicht wellig ansteigend bis zum 1,5 Kilometer entfernten Pfänderparkplatz, an dem die klassische Auffahrt von Lochau einmündet.

Die Weiterfahrt bis zur Pfänderspitze ist unbedingt zu empfehlen - man sollte sich jedoch im Klaren sein, dass auf dem zum Schluss wieder bis zu 18 % steilen Asphaltsträßchen (das qd-Profil täuscht hier) zum Gasthaus Pfänderspitze die Wanderer Vorrang genießen. Oben an der Pfänderspitze wartet nach weiteren 45 hm und 1 km  dann der Biergarten des gleichnamigen Gasthauses.


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Schnellste Zeit
00:15:24 | 24.04.2021
ziisch
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00:44:29 | 19.07.2020
ijwbiker
Dolce Vita
00:53:14 | 25.07.2020
drossi
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Von triafreak76

Eine weitere und vor allem verkehrsärmere Alternative Auffahrt auf den Pfänder startet (wie die bekannteste und kürzeste Auffahrt ebenso) in Lochau und führt via Eichenberg auf den Gipfel hinauf. Von Anfang an recht stark ansteigend, erreicht man am Ortseingang von Eichenberg den ersten Hotspot auf den Bodensee, dann folgt eine etwas flachere Passage in den dichten Wald hinein, bevor es dann steil, rechts ab geht Richtung Lutzenreute/Hinteregg. Wenn man dann oben aus dem Wald herausradelt, bietet sich eine wunderschöne Aussicht in Richtung Bregenzerwald, bevor man dann nur noch leicht ansteigend den Pfänder erreicht. sobald man den gefühlt höchsten Punkt erreicht hat, dort, wo die bekannteste und kürzeste Pfänderstraße von rechts herauf kommt, fährt man entweder links unter dem großen Pfänder-Holzbogen hindurch oder geradeaus und erreicht nach einem weiteren Kilometer den "echten" Pfändergipfel mit der Bergstation der Seilbahn und dem Restaurant samt atemberaubenden Ausblick auf den gesamten Bregenzerwald und Bodensee und im Hintergrund die Schweizer Alpen.


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Schnellste Zeit
00:38:08 | 13.04.2024
LÖWE_LUKI
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00:49:52 | 25.08.2023
triafreak76
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