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Portella della Femmina Morta (1524 m)

Ausblick auf die waldigen Nebrodi im Mittelteil.
Rennradreisen von quäldich.de

quäldich-Rennradreise zum Portella della Femmina Morta

quäldich.de bietet eine Rennradreise am Portella della Femmina Morta an. Hauptsache bergauf!

Zum Beispiel Sizilien-Giro vom 25.09. bis 03.10.2021

Auffahrten

Von Cinz – Der Aufstieg zur Portella della Femmina Morta beginnt im Norden gut ein Kilometer westlich des Ortsausgangs von Sant’Agata di Milittello, wo die SS 289 von der Küstenstraße SS 113 abzweigt. Gut sichtbar ist dort der Kilometerstein mit der Zahl Null platziert. Die Passhöhe befindet sich kurz vor dem Kilometerstein 34 (die Kilometersteine kommen im Mittelteil aus dem Takt und weisen bis zum Kulminationspunkt ziemlich genau einen Kilometer zu viel aus).
Flachere Abschnitte und Abfahrten im Mittelteil rund um das Dorf San Fratello verfälschen die überschlagsmäßige Rechnung zwar ein bisschen, vermögen den Eindruck zum Gesamtprofil des Anstiegs aber nicht wesentlich zu verändern: Die 1510 Höhenmeter sind gut verteilt. Die Geometer haben den Straßenverlauf den Geländeformen zudem sanft angepasst und so bewegen sich die Steigungsprozente im unteren Streckendrittel mehrheitlich im Bereich von 4 bis 5 %, in der oberen Hälfte bei 5 bis 6 %.
Der Belag ist von guter bis sehr guter Qualität und man gewinnt entspannt pedalierend sehr schnell an Höhe und Ausblicken über die Küste und das Meer. Die Straße windet sich anfänglich um einen Bergbuckel herum und durchquert dabei Weide-, Busch- und Waldstücke. Es grünt, blüht, wuchert und wächst entlang des Straßenrandes. An sonnigen Tagen ist man froh um diese Schattenspender.
Das Dorf San Fratello auf ca. 700 m Höhe kündigt sich durch einen markanten Felssporn an. Es zieht sich über knapp zwei Kilometer entlang des Bergrückens, auf den die Straße nun geklettert ist. Die Streckenführung ist durch Einbahnverkehr getrennt. Je nach Stand der (meist endlos langen) Straßenbauaktivitäten können Umleitungen mit kurzen Rampen anfallen.
Kurz nach dem Dorfausgang durchfährt man drei kurze Tunnel, folgt dem Bergrücken nun über einen Hügel und erreicht nach einer kurzen Abfahrt den unteren Rand eines Waldgebiets, das sich bis über die Passhöhe erstreckt. Die Baumkronen des zu Beginn fast reinen Steineichenbestandes schlagen über der Straße zusammen und es zwitschert, raschelt und flattert beidseits der Straße. Nicht erschrecken, wenn es grunzt, quietscht und rennt: Etwa zweitausend meist schwarze Exemplare des Nero, einer halbverwilderten Hausschweinrasse, streifen durch die Nebrodi und lassen sich u.a. die Eicheln schmecken. In offeneren Waldstücken weiden Rindviecher, Pferde und Esel und besuchen die Tränken am Straßenrand, die nebst einem Brunnen immer auch eine Röhre mit frisch gefasstem Quellwasser für durstige Zweibeiner bereithalten.
Apropos leibliches Wohl: Am Waldeingang befindet sich auf knapp 800 m Höhe rechts der Straße die Trattoria/Pizzeria Il Cerro, auf gut 1300 m Höhe links der Straße das Refugio del Parco für Radsportfreunde, die sich den Brennstoffverbrauch nicht nur mit Getreideriegeln decken wollen. Der Autor hat seinen Tank in Letzterem gefüllt und empfiehlt Massimos Casareccie al Pistacchio als Primo und eine Salsiccia des Waldschweins als Secondo wärmstens.
Der Baumbestand wechselt zwischen ca. 1000 und 1200 Metern von Eiche zu gemischt und Buche, geht in den Bosco di Faggio über, einen der größten Buchenwälder auf Sizilien. Die Straße überwindet die letzten 400 Höhenmeter bis kurz vor der Passhöhe in lauschig waldigen Serpentinen. Auf den letzten fünf Kilometern flacht sie auf zuerst fünf, später drei Steigungsprozente ab, fährt sich also auch mit frisch gefülltem Magen sehr angenehm.

Auf der Portella della Femmina Morta öffnet ein Weidestreifen den Blick in Richtung Westen auf den weiteren Verlauf der Nebrodi, bevor die Straße wieder in den Wald eintaucht und die Genussabfahrt nach Cesarò beginnt.
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Von Cinz – Von Norden her startet die SS 289 fast auf Meereshöhe zur Überquerung der Nebrodi, von Süden hingegen auf 1050 m Höhe, wo sie unterhalb des Bergnests Cesarò an der SS 120 ihr Ende hat. In gemächlicher Steigung und mit einer ersten Kehre führt sie in den unteren Dorfteil. Bei der Agip-Tankstelle zweigt die SP 167 links in Richtung San Teodoro ab. Sie kann als Abkürzung (ca. 1,5 km kürzer und ebenfalls lohnend zu fahren) verwendet werden.
Für Panoramaausblicke auf den Ätna empfiehlt es sich aber, auf der SS 289 zu bleiben. Hundert Meter nach der Tankstelle, in der Kurve um den kleinen Park gegenüber der Scuola Media Statale, geht die Direttissima (angeschrieben ist nichts), die das meist verstopfte Dorfzentrum auslässt, links als kurvige, bis 15 % steile Rampe weg. Alberto Losada kam an dieser Stelle zu Fall, als die vierte Giro-Etappe 2017 auf der Abfahrt von der Femmina Morta hier durchrauschte.
300 Meter weiter und 40 Meter höher bestätigen die Richtungsschilder S. Agata di Militello und San Fratello, dass man noch richtig unterwegs ist. Die Straße flacht nun deutlich ab und führt in mehreren Kehren und Kurven aus dem Dorf hinaus auf eine Kuppe, von wo sich die Aussicht auf den schneebedeckten Kegel des Ätnas auftut. Hinter dem Hügel verläuft die Straße fast flach am unteren Waldrand, überquert den Hügelrücken zurück auf die Südseite und verschenkt, bis von San Teodoro herkommend die SP 167 dazustößt, auf den nächsten zwei Kilometern knapp 70 Höhenmeter.
Das gut unterhaltene Asphaltband taucht nun in den Eichenwald ein, der bald zu Mischwald und bis zur Passhöhe zu reinem Buchenbestand wechselt. Die Straße steigt anfänglich mit gut vier Prozent an, wird im lauschig kurvigen Mittelteil über drei Kilometer fast eben, bevor sie auf den letzten fünf Kilometern in weit gesteckten Serpentinen erst bis sechs Prozent steil ansteigt und zum Schluss mit knapp drei Prozent die Passhöhe der Portella della Femmina Morta erreicht.
Rund um und im Dorf Cesarò ist der Autoverkehr meist rege, über die Portella hingegen ist es erfreulich ruhig, Fahrvergnügen pur also.
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