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Prato Nevoso (1723 m) Monte Malanotte

chiesetta

Auffahrten

Von Droopy – Die Gegend südlich des Städtchens Villanova Mondovi kennt viele kleine Täler, die in die ligurische Alpenkette hinein führen. Zusammengefasst werden sie häufig als Kyé-Täler bezeichnet. Die Straße nach Prato Nevoso erschließt den höchsten Punkt dieser Gegend, den Monte Malanotte. Die Hauptstrecke startet in Frabosa Soprana auf 652 Metern Höhe und ist nicht zu verfehlen. Die SP237 nach Prato Nevoso ist gut ausgeschildert und großdimensionierte Werbetafeln weisen zwischendurch den Weg.
Schön schattig geht es im unteren Teil bereits an einigen Felsen vorbei. Die Straße ist insgesamt für den Wintertourismus sehr gut ausgebaut und wirkt im Sommer etwas überdimensioniert. Nach wenigen leichten Kilometern pendelt sich die Straße gleichmäßig bei etwa acht Prozent ein. Wunderbar gezogen teilt sie sich zwischen Kilometerstein vier und fünf für eine kleine Kapelle auf. Im Hintergrund präsentieren sich beeindruckende Kalkformationen. Diese rücken in einer S-Kurve dann direkt an die Straße heran. Das schönste Stück der Auffahrt.
Kurze Zeit später heißt es dann nach links abfahren. Geradeaus geht es ins Skigebiet von Artesina. Das ist nicht so hoch gelegen und eine Sackgasse. Der folgende Streckenabschnitt ist fast ein wenig eintönig. Die überdimensionierte Straße zieht sich weiter gleichmäßig nach oben, der Wald lässt nur wenig Blicke ins Tal zu und weiträumige Kehren bieten die einzige Abwechslung. Man kann sich aber gut ausmalen, wie gut sich diese Straße für ein Ausscheidungsfahren eines großen Pelotons eignet. Vorne drei, vier Helfer die Vollgas fahren, dahinter die Riege der Favoriten.
Plötzlich taucht hinter einer Kurve der Skiort auf und das Ortschild ist in Sicht. Wir stoßen auf den Ort, der uns mit einem überdimensionierten Parkplatz empfängt. Für die Profis war hier auf 1480 Metern Höhe Schluss. Wir können der Hauptstraße allerdings noch zum Gipfel folgen und fahren weiter durch das sommerliche Geisterdorf. Ein paar Kehren später sind wir auf einer ersten Anhöhe mit Parkplatz und können über sommergrüne, kahle Bergkuppen schauen.
Auf der Höhe der Bude von Beppe Ski führt nach rechts eine schmale Straße ab. Hierbei handelt es sich um eine versteckte Auffahrt aus dem Valle Corsaglia, die in der Ortschaft Fontane beginnt. Die Straße soll jedenfalls durchgängig rennradtauglich sein. Auf der Haupstraße folgt jedenfalls rechter Hand eine selten hässliche, moderne Kirche in Form eines langgezogenen Betonklotzes oder eines Parkhauses oder was auch immer. Und die Häuserbauten reißen nicht ab. Dafür kann man ordentlich Gas geben, die Straße rollt hervorragend.
Als das Elend ein Ende hat, ist der Gipfel nur noch etwa einen Kilometer entfernt. Oben dann eine Radarstation und der Grund meiner Auffahrt: ein gigantischer Rundumblick auf den Cottischen Alpenbogen bis zum Monte Viso. Jedenfalls auf den Bildern, die der Autor hiervon im Netz gefunden hatte. Bei meiner Tour war ab 1500 Meter Höhe leider der Nebel da. Vielleicht ein anderes Mal. Insgesamt für manch einen sicherlich nur drei Sterne in der Beauty-Wertung. Da ich am Testtag allerdings großartig in Form war und ich den Skiort abhake, bleiben für mich in der Erinnerung vier Sterne.

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