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San Pellegrino in Alpe (1630 m) Passo del Lagadello

Die Kirche von San Pellegrino in Alpe.

Auffahrten

Von ww – Von der Bar an der Passhöhe des Passo delle Radici geht es ziemlich steil aufwärts, der Weg nach San Pellegrino ist aber nicht lang, daher ist auch die Anstrengung nicht so schlimm. Wenn man aber direkt aus dem Tal kommend gleich in die Steigung einfährt, dann sind diese letzten 100 Hm sicher die schwierigsten.
Wenn man den Passo delle Radici von der toskanischen Seite von Castelnuovo Garfagnana in Angriff genommen hat, so bietet sich dieser kurze Anstieg nach San Pellegrino in Alpe als alternative Rückfahrt ins Tal an.

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Schnellste Zeit
00:03:30 | 06.08.2019
benjinger
Mittlere Zeit
00:05:27 | 25.06.2019
Bummler
Dolce Vita
00:08:02 | 17.10.2020
meisterschmeisser
Von AP – Startpunkt der Auffahrt ist eine Brücke über den Serchio direkt neben der Altstadt von Castelnuovo di Garfagnana. Über die Via Roma, die im weiteren Verlauf zur Via Guglielmo Marconi wird, verlässt man das Stadtgebiet von Castelnuovo. Die Straße steigt über zwei Kehren kurz an und führt auf eine kleine Hochfläche über dem Serchio. Dort liegt schon der nächste Ort, Pieve Fosciana, der an eine Streusiedlung erinnert. Hinter dem Ortskern von Pieve Fosciana gabelt sich die Straße; links hinab geht es nach Castiglione di Garfagnana und weiter zum Passo delle Radici, rechts geht es nach Chiozza und auch zum Passo delle Radici, aber über San Pellegrino in Alpe.
Man hält sich also rechts und passiert das Dorf Campori. Die Straße steigt recht schnell auf 9–10 % an. Hinter Campori fährt man durch eine anmutige Landschaft mit kleinen dichten Wäldern und terrassenartigen Feldern über viele Serpentinen immer höher. Dieser Abschnitt bringt trotz der relativ hohen Steigung viel Spaß. Lücken in der Vegetation erlauben weite Blicke auf Sillico, ein Dorf auf einem Bergkamm im Süden.
Um Kilometer 8 herum fährt man ein paar Meter flach durch den Weiler Pellizana. Hinter Pellizana zieht die Straße wieder an, es geht nun auf längeren geraden Abschnitten hauptsächlich im Wald voran. Jenerwelcher öffnet sich wieder vor Chiozza bei Kilometer 10. Dort lohnt eine Verschnaufpause, neben Brunnen und Bar lockt der weite Blick über die Garfagnana bis zu den Apuanischen Alpen.
Nach ein paar flachen Metern hinter Chiozza folgen weitere Kilometer mit den gewohnten 9–10 % Steigung, immer wieder vorbei an einzelnen Gebäuden. Immer wieder hat man auch freie Sicht auf den Apenninhauptkamm, der sich weit nach Süden erstreckt.
Hinter Kilometer 13 kann man die Beine ausschütteln; für mehrere hundert Meter führt die Straße leicht abfallend an einer Bergflanke entlang. Eine Gruppe von gedrungenen braunen Backsteinhäusern rückt in Sicht. Hinter den Häusern steigt die Straße an, und schon sieht man dieses aparte Schild vor sich… man ist im Supersteilstück der Auffahrt angekommen.
Für zwei lange Kilometer muss man nun kräftig am Lenker ziehen. Die Straße windet sich in einem lichten Laubwald nach oben, der später Platz macht für knackig-grüne Almen. Die Berge des Apenninhauptkamms scheinen zum Greifen nahe… aber wer die Hand vom Lenker nimmt, fällt um. Über enge Serpentinen erreicht man die Wallfahrtskirche von San Pellegrino in Alpe. Eine Pause ist dort dringend angesagt, nicht dass man Verschnaufen müßte, nein, es geht um die gewaltige Aussicht über die schroffen Gipfel der Apuanischen Alpen.
Wer glaubt, der Rest der Auffahrt sei ein Zuckerschlecken, der hat sich getäuscht. Hinter San Pellegrino zieht die Straße wieder mächtig an auf über 15 % Steigung. Man fährt nun auf der nördlichen Seite des Bergkamms, so dass man auf den letzten Metern des Anstiegs in den Genuss kommt, die Berge des Parco dell’Orecchiella zu sehen, eine Gegend, die zum Nationalpark Toskanisch-Emilianischer Apennin gehört.
Hinter der Rampe ist es endlich geschafft. Man überfährt eine Alm, von der aus man ein phantastisches Panorama hat… in alle Himmelsrichtungen schweift von dort aus der Blick. Hinter der Alm schließt sich um die Straße der Bergwald, in dem dann die unscheinbare Passhöhe des Lagadello liegt. Man kann sich dort selbst die Hand schütteln: die härteste Auffahrt des nördlichen Apennins ist überstanden! Und die anderen Radler am Radici machen große Augen, wenn man aus Richtung San Pellegrino in Alpe herunterprescht.

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