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quäldich-Reisen: Es geht wieder los!

Sauerberg (395 m)

ganz schön verschmutzte Straße hier oben

Auffahrten

Von bruchpilot – In Kaub (85 m) münden zwei steile Seitentäler von der Taunushochfläche in den Rhein. Durch das breite nördliche (das Blüchertal) führt die Straße nach Dörscheid und Weisel, das engere südliche ist das Volkenbachtal. Die Talstraße zweigt etwa 200 m vor dem Kauber Bahnhof von der (inneren) Hauptstraße ab. Es gibt keinen Wegweiser nach Sauerthal und auch die auf alten Karten eingedruckte Loreley-Burgen-Straße ging offensichtlich schon lange den Weg alles Irdischen – am besten orientiert man sich an den Schildern Richtung Haus Elsenburg.
Auf gut zu fahrendem, neuem Straßenpflaster wendet man sich dem Berg zu, und was sich da vor einem auftürmt, ist nun wirklich sehr beeindruckend: Mit gut 20 % Steigung zieht die Rampe am alten Schiefermahlwerk vorbei hoch in den engen Taleinschnitt… und wenn man da noch denkt: „Bestimmt ist gleich wieder Schluss, das kann ja gar nicht so weitergehen!“… es geht so weiter, und zwar gut 300 m lang. Erst danach folgt ein kurzes erlösendes Flachstück zum Erholen.
Man passiert das besagte CVJM-Haus Elsenburg und steuert auf eine Straßenteilung zu. Ein vollkommen verrostetes Hinweisschild der Loreley-Burgen-Straße gibt die Richtung vor, und es ist – wie zu erwarten war – natürlich die rechte, steilere der beiden Möglichkeiten. Mit durchschnittlich 10 bis 12 % kurbelt man am Hang entlang auf ein hübsches schieferverkleidetes Fachwerkhaus zu, welches zum Ensemble der stillgelegten Schiefergrube Ernestineschacht gehörte und das man in einem Canyon aus hoch aufragenden Bruchsteinmauern passiert.
Mittlerweile auf Asphalt arbeitet man sich nun etwas weniger anstrengend unterhalb der haushoch aufgeschütteten Abraumhalde des Rennseiterstollens weiter aufwärts und erreicht ein idyllisch anmutendes Ferienhäuschen. Danach umfängt uns endgültig der Wald und gibt uns erst 1,5 km weiter oben auf der Passhöhe wieder frei. Erholungsstücke gibt es nun keine mehr, der Fahrweg windet sich mit relativ gleichbleibenden 9 bis 12 % Steigung bergauf. Besonders unangenehm bleibt das Teilstück unterhalb des Wanderparkplatzes in Erinnerung, eine Schlangenrampe à la Marie Blanque- Westseite, sauhart nach dem Vorangegangenen und scheinbar endlos.
Ist man dann endlich oben auf dem freien Feld, darf man wirklich stolz auf sich sein. Der Falkenstein in der Nordpfalz ist vielleicht einen Tick steiler, aufgrund des fehlenden Restprogramms insgesamt jedoch eher leichter. Ein schöner Blick auf den Sauerberger Hof und die Sauerburg belohnen für die Mühe, und dann natürlich die rasante Steilabfahrt nach Sauerthal, zwar ebenso schmal, aber auf exzellentem Asphalt.

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Schnellste Zeit
00:17:52 | 27.02.2021
Mainzer05
Mittlere Zeit
00:21:38 | 23.08.2018
bicyklista
Dolce Vita
00:26:50 | 07.11.2018
icke
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