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Semolj (1540 m)

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Rennradreisen von quäldich.de

quäldich-Rennradreise zum Semolj

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Zum Beispiel Montenegro-Rundfahrt vom 03.09. bis 11.09.2022

Auffahrten

Von Flugrad – Die E 65 stellt immer noch die Straßen-Hauptverbindung Richtung Serbien dar und ist entsprechend stark verkehrsbelastet. Umso erholsamer ist es, auf die Straße Richtung Semolj abbiegen zu können. Plötzlich Ruhe! Nahezu Verkehrsfreiheit. Ein großes Schild beschränkt die Tonnage auf vier Tonnen, was zusätzlich vor Schwerverkehr bewahrt. Weshalb die Tonnagebeschränkung besteht, erschließt sich dem Pedaleur zunächst nicht, denn die Straße ist so breit ausgebaut wie die gerade verlassene Moračaschlucht-Hauptstraße.
Während die Hauptstraße am Abzweig die Schlucht verlässt, fahren wir weiter aufwärts – zunächst aber für 3 km am Hang wieder abwärts. Den Schluchtboden erreichen wir jedoch nicht, und mit wieder einsetzender Steigung öffnet sich die Schlucht langsam zu einem Trogtal mit landwirtschaftlicher Nutzung auch des Talbodens.
Unsere nach wie vor breit ausgebaute Straße zieht schier endlos am östlichen Talhang ziemlich gleichmäßig in Richtung des noch fernen Talendes. Wir haben so insgesamt mehr als 10 km meist mäßiger Steigung vor uns, mit einer 1 km langen Rampe von bis zu 11 % Steigung. Gegen die straßenbaubedingte ermüdende Eintönigkeit hilft aber, den Blick in die Runde schweifen zu lassen. Kleine Siedlungen schmiegen sich an die Berghänge des die südwestliche Talseite begrenzenden Gebirgszuges mit seinen bis zu 2000 m hohen Spitzen, während auf unserer Talseite nur vereinzelte Häuser zu sehen sind.
Erst gegen Ende dieser 10 km erkennen wir hoch über uns ein kleines Dorf, Redice. Und da müssen wir auch hinauf, was die Straßenbauer mit einer weit auseinandergezogenen Doppelkehre wiederum steigungsarm schafften. Uns ermöglicht der Wechsel der Fahrtrichtung auch einen eindrucksvollen Blick talauswärts auf das bisher zurückgelegte Tagwerk. Schön!
Nach der Kehre Nr. 2 passieren wir auf den folgenden 2 km die wenigen verstreut liegenden Häuser des Dorfes, ehe wir eine Geländestufe höher wieder auf die Morača treffen, hier nur noch ein kleiner Bach. Auf den folgenden 3 km geht es wieder gemächlich steigend dem Talschluss entgegen. Dieser Abschnitt der Straße ist nun auch deutlich schattiger und angenehmer zu fahren. Kurz vor Kehre Nr. 3 wird unsere breite Straße recht unvermittelt zum eher landestypischen maximal eineinhalbspurigen Sträßchen, was endlich die eingangs gelesene Tonnagebeschränkung erklärt.
In besagter Kehre wird es auch für Straßenbauarchäologen interessant: Geradeaus führt ein Schotterweg zu einem nach Aushub aussehenden mächtigen Steinhaufen. Dahinter verbirgt sich die Ruine des auch auf der OSM-Karte noch „in Bau“ befindlichen Scheiteltunnels. Der Bau wurde jedoch wohl schon vor Jahrzehnten aufgegeben. Warum, konnte der Autor leider nicht ausfindig machen. Dem Zustand des gegenüber befindlichen Nordportals nach dürfte eventuell ein Tunneleinsturz als Ursache infrage kommen. Selbiges Nordportal kann man auf der anderen Seite (von Kehre Nr. 3 der Abfahrt aus) auf einem Pfad durchs Unterholz erkunden.
Zurück zu unserer Auffahrt: Ab jetzt haben wir nicht nur traumhafte Landschaft, sondern auch noch 5 km traumhaftes Sträßchen vor uns. Wer allerdings denkt, schon nach der letzten Kehre um den Fels herum bei dem nachfolgenden leichten Gefälle die Passhöhe erreicht zu haben, der irrt. Wellig und wieder deutlich steigend geht es noch 1,3 km weiter auf der Hochfläche bis zur eigentlichen Passhöhe, leider mit nur eingeschränkter Aussicht.
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Von majortom – Startpunkt ist in Tušina die Kreuzung der von Šavnik kommenden Straße mit derjenigen, die zum Vražje jezero und weiter Richtung Žabljak führt. Hier wählen wir die in östlicher Richtung verlaufende Straße das Tušina-Tal hinauf. Auf den ersten 5,5 km fahren wir flach bis wellig und können uns an der völlig einsamen, wilden Landschaft erfreuen.
Dann geht es etwa 2,5 km leicht bergauf, bis wir eine Siedlung rechts unter uns im Tal und deren Friedhof unmittelbar rechts der Straße passieren. Eine kurze Zwischenabfahrt führt uns wieder hinab auf das Niveau des Flusses, den wir hier überqueren und somit die Hangseite wechseln. Auch unsere Fahrtrichtung ändert sind, wir sind nun nach Westen unterwegs. Hier beginnt der eigentliche Passanstieg.
Für die verbleibenden 5 km schrauben wir uns nun im Wald den Hang hinauf. Drei Kehren sind auf diesem Abschnitt zu bewältigen, bis wir schließlich nach fast 15 km Anfahrt den höchsten Punkt erreichen. Wo genau die Passhöhe liegt, ist nur schwer auszumachen, da die Straße hier nahezu flach verläuft. Die Passhöhe selbst ist, immer noch im Wald gelegen, recht unspektakulär.
Auf der Abfahrt hinab in die Morača-Schlucht stellen wir dann fest, dass es sich hierbei wohl um die Schokolandenseite des Passes handelt. Immer noch satt grüne Vegetation, felsige Szenerie und traumhafte Ausblicke das Tal hinunter und auf die Bergkette südlich des Tals animieren hier zu dem einen oder anderen Fotostop.

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