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Serfaus (1427 m)

Kehre Nr. 2 mit Ausblick auf die Bergwelt im oberen Inntal.

Auffahrten

Von kletterkünstler – Der Anstieg nach Serfaus beginnt unmittelbar hinter der Brücke über den Inn am Ortsende von Ried im Oberinntal (876 m). Nach einer Rechtskurve steigt die Straße direkt mit 8 bis 10 % an. Diese Steigung wird auch auf den folgenden etwa 6 km meist beibehalten. Nach 600 m folgt aber erst einmal die erste der 11 rückwärts nummerierten und mit Höhenangabe versehenen Kehren, die kurz etwas Erleichterung verschafft. Allerdings geht es sofort mit den gewohnten und so typisch österreichischen 8 bis 10 % weiter.
Die Straße führt nun 1,3 km am Fels entlang bis zur nächsten Kehre. Nennenswerte Ausblicke ergeben sich dabei durch den Baumbestand nicht. Nach weiteren 400 m folgt die dritte Kehre. Es folgen 700 m bei nicht nachlassender Steigung bis zur nächsten Kehre, auf welche direkt die nächste folgt. Kurz darauf folgt eine weitere solche Kehrenkombination, ehe die Straße wieder für 1,2 km ohne Kehre auskommt. Dabei lichtet sich nun der Wald und gibt den Blick auf das obere Inntal und die gegenüberliegenden Berge in Richtung Kaunergrat frei.
Durch Wiesen hindurch führt die Straße nun bei nicht nachlassender Steigung gen Westen. In der nächsten Kehre öffnet sich nun auch erstmals der Blick in Richtung Fiss und Serfaus. Den Zielort selber sieht man jedoch noch nicht. Es folgen nach jeweils etwa 400 geraden Metern Kehren 9 und 10. Nach etwa 5 km geht die Steigung kurzzeitig auf 5 % zurück, um jedoch noch ein letztes Mal bis zur nächsten und letzten Kehre auf 8 % anzuziehen. Dort befindet sich der Abzweig über Fisserhöfe nach Ladis.
In Richtung Serfaus geht es aber auf der bekannten Straße weiter, und nun flacht die Straße bis Fiss (1377 m) zunehmend ab, um im Ort sogar kurzzeitig in eine Abfahrt überzugehen, die uns wieder ein paar Höhenmeter kostet. Kurz hinter dem Ort geht es bei einer Seilbahn nun wieder in einem 180-Grad-Bogen hinauf. Gegenüber des Ortes Fiss hat man nun eine gute Sicht auf die bereits zurückgelegten letzten Kehren des Anstiegs.
Nach weiteren 600 m bei nur noch mäßiger Steigung erreicht man den Ortseingang von Serfaus und einen großen Parkplatz, da der Ort selbst größtenteils autofrei ist. Der Endpunkt dieser Steigung liegt aber noch etwa 2 km weiter an der Komperdellbahn auf 1427 m Höhe. Dazu folgt man einfach der Straße durch das beschauliche Serfaus hindurch. Die Fahrt endet dann nach 10,8 km unspektakulär auf einem Parkplatz ohne nennenswerte Aussicht.

24 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:29:46 | 10.08.2013
Bikerwirt
Mittlere Zeit
00:35:55 | 08.04.2013
Bikerwirt
Dolce Vita
00:42:26 | 02.08.2008
kletterkünstler
Von Shoot – Auf den ersten Blick erscheint die alternative Auffahrt über Ladis weniger attraktiv, da sie weniger Kehren zu bieten hat und zudem aufgrund der größeren Distanz vermeintlich leichter ist. Dies ist jedoch ein Irrglaube, da es zumindest die ersten Kilometer in sich haben. Nicht ohne Grund ist diese Auffahrt regelmäßig Bestandteil der Tour de Suisse. Dies wird auch an den zahlreichen Straßenbemalungen ersichtlich. Die Bergwertung der Tour de Suisse erfolgt jedoch nicht in Serfaus, sondern bereits in Fisser-Höfe.
Die Auffahrt teilt sich die ersten 800 m mit der direkten Auffahrt nach Serfaus, in der ersten Kehre nimmt man jedoch die Ausfahrt nach rechts in Richtung Ladis. Es folgt ein nahezu gerade verlaufender Kilometer, auf dem die Steigung stetig zunimmt und stellenweise 13 bis 14 % erreicht.
Die erste Kehre verschafft keine Erleichterung, ermöglicht aber einen schönen Blick in das Oberinntal. Es geht mit deutlich über 11 % weiter, und erst mit Erreichen des Grashangs fällt die Steigung auf unter 10 %.
Mit etwa 8 % Steigung nähert man sich mit Hilfe einer weiteren Serpentinenkombination dem Ortseingang von Ladis, wo es dann spürbar flacher wird. In der engen Spitzkehre im Ort ist Vorsicht vor entgegenkommenden Fahrzeugen geboten, da diese nicht einsehbar ist.
Nach dem Ortsaugang werden nochmal 10 % erreicht, danach führt die Straße mit mäßiger Steigung durch die Graslandschaft und trifft hinter Fisser-Höfe auf die direkte Straßenverbindung von Ried. Dieser folgt man nach rechts in den letzten steileren Abschnitt nach Fiss.
Ab Fiss geht es wellig bis zum Hochpunkt weiter, und man kann bei einem Blick über die Hochebene aufatmen.

9 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:35:52 | 17.08.2013
Bikerwirt
Mittlere Zeit
00:44:02 | 06.10.2011
Shoot
Dolce Vita
00:48:16 | 24.06.2016
wiglip
Von Uwe – Wer sich schon einmal die Auffahrt nach Serfaus angetan hat und nicht die Ruhe gefunden hat, die er gesucht hat, kann am Ortsende von Serfaus oder auch kurz vorher links durch den Mühlbachweg um den Talkessel herum fahren und im Wald nach St. Georgen abfahren. Hier handelt es sich um eine hängende Sackgasse, also eine blind endende Abfahrt, die an keinen Verkehrsweg im Tal anbindet. Man muss also nachher wieder auffahren.

Zunächst haben wir also schon ab Ried im Oberinntal 10,6 Kilometer und 575 Höhenmeter bis Serfaus zu überwinden. Hier gibt es zwei Möglichkeiten, weiter zu kommen. Entweder fährt man ganz durch Serfaus bis zu den Seilbahnstationen am Ende des Ortes und wurschtelt sich zwischen Fußgängern und Verbotsschildern durch, um hinter den Seilbahnen herum wieder auf der anderen Talseite zurückzukommen, oder man fährt kurz vor dem Ende des Ortes links in den Mühbachweg ein.
Jedenfalls fährt man weiter fast flach aus dem Ort heraus auf einer ordentlichen schmalen Asphaltstraße, deren Benutzung für fast jeden Verkehrsteilnehmer verboten ist. Es geht weiter durch lichten Wald und später durch fünf Kehren abwärts, bis der Weg plötzlich an einem Einzelhof in Steillage endet. Etwas unterhalb des Hofes steht auf einer Wiese die namensgebende Kapelle St. Georgen.

Von hier kann man nur zu Fuß ins Tal nach Tösens absteigen oder etwas oberhalb in einer Kehre über einen geschotterten Forstweg abfahren, den der Autor aber nicht getestet hat.

Also muss man regulär jetzt wieder auffahren, was mit 4,8 Kilometern und 305 Höhenmetern bei einer Maximalsteigung von 13 % kein schwieriges Unterfangen bedeutet. Im krassen Gegensatz zu allen anderen dem Autor bekannten Auffahrten an dieser Talseite ist diese Strecke absolut ruhig und verlassen.

Fazit: Man muss nicht extra hier hin fahren, aber wenn man schon einmal an diesem Hang unterwegs ist, dann darf auch ein Besuch in St. Georgen zur mentalen Erholung drin sein.
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