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Serra de Bèrnia (685 m) Cases del Runar

Bernia11.

Auffahrten

Von AP – Wegen der neuen Ausschilderung ist der Weg zu den Cases del Runar leicht zu finden. Man fährt einfach vom Zentrum von Altea la Vella so lange in RIchtung Callosa d’en Sarrià, bis rechts ein braunes Schild auf die Serra de Bèrnia hinweist. Dort beginnt der Anstieg.
Erst einmal geht es knapp zwei Kilometer gemächlich durch die urbanización Riquet. „Gemächlich” bedeutet, dass es schon für ein paar Meter steil werden kann, was aber im Vergleich zur zweiten Hälfte des Anstiegs ein Klacks ist. In der urbanización Riquet ist nicht jeder Parzelle bebaut, sodass auch hin und wieder spanische Versionen von Schrebergärten oder Gruppen von Kiefern neben der Straße auftauchen. Nicht immer ist der Standard der Häuser so posh wie in der benachbarten urbanización Alhama Springs, die nicht nur nach California Dreamin’ klingt, sondern auch so ausschaut.
Übrigens ist die Straße zunächst eine Einbahnstraße, was man spätestens nach 1,3 km merkt. Dann sieht man nämlich einen weißen Pfeil auf einem Stein. Dem muss man folgen, wodurch man ein paar Meter dahinter an eine kleine Kreuzung kommt. Rechts geht es hoch in die Serra, links mit Einbahnstraßenregelung wieder zurück zur Hauptstraße.
Hält man sich rechts, sollte man sich mit dem Gedanken vertraut machen, dass bald Schluss mit lustig ist. Auf einem relativ flachen Stück passiert man die letzten Häuser der Ansiedlung und sieht eine üble Rampe zwischen Kiefern verschwinden. Mit der Rampe beginnt der zweite Teil der Auffahrt.
Vom Steigungsschnitt her kann man den zweiten Teil ganz gut vergleichen mit dem steilen Mittelteil des Zoncolan, wobei in der Serra die Straße unrhythmischer nach oben zieht. Natürlich ist das Steilstück der Serra nur halb so lang wie das Steilstück des Zoncolan, aber vom Fahrgefühl her ist es ähnlich. Sprich man muss ordentlich am Lenker ziehen, um voranzukommen, ohne jedoch komplett zu kollabieren. Es sei denn, man fährt das Steilstück am Ende einer langen Tour. Dann können epische Grenzerfahrungen nicht ausgeschlossen werden. Ich setze voraus, dass Leser dieser Zeilen eine gewisse Erfahrung mit derartigen Steilstücken mit sich bringen und meine Einschätzung einordnen können. Für wen der Coll de Rates schon eine Herausforderung darstellt, der sollte sich nicht auf die Serra de Bèrnia einlassen.
Die Landschaft, durch die sich die Straße hinaufwindet, ist sehenswert, da sich der ziemlich offene Kiefernwald zwischen wuchtigen Felsformationen ausbreitet. Ausblicke zum Puigcampana und zur Küste um Benidorm herum (mit der Serra Gelada davor) werden auch geboten, gehen aber möglicherweise in der puren Konzentration auf das Rampeninferno unter. Meinem Empfinden nach absolviert man die steilsten Meter auf dem fünften Kilometer kurz vor dem Betonschlussstück, wo die Steigung den 25 % gefährlich nahe kommt.
Mit dem Beginn des Betonschlussstücks weichen die Bäume zurück. Möglicherweise war der Hang direkt unterhalb des Felskamms einmal landwirtschaftlich genutzt oder von Ziegen bevölkert, höhere Vegetation ist auf jeden Fall Mangelware. Eine fiese Rampe gilt es noch zu überwinden, dann sieht man schon hinter einer leichten Linkskurve die Cases del Runar.
Der Blick von den letzten Metern bzw. von ganz oben aus ist wirklich famos, war bei meinem Besuch aber leider getrübt durch tiefhängende Wolken. Besonders Benidorm ist auf eine ganz spezielle Art einen Hingucker wert, weil man die Hochhäuser wie Dominosteine vor der blauen Kulisse des Mittelmeers sieht.
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