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St. Gotthardpass (2091 m) Passo del San Gottardo

Tremola Schneeverwehungen.

Auffahrten

Von kletterkünstler – Tremola...o Tremola! Für viele klingt dieser Name wie Musik in den Ohren, für nicht wenige Radsportler und Radsportlerinnen klingt er hingegen nahezu bedrohlich. Kein Wunder, denn schließlich heißt Val Tremola, das Hochtal, das es zu bezwingen gilt, frei übersetzt „Tal des Zitterns”. Da diese Straße unter Denkmalschutz steht, konnten die Pflastersteine für die Nachwelt erhalten bleiben. Damit ist sie in dieser Form im gesamten Alpenraum einzigartig. Die Tremola wurde zwischen 1827 und 1830 gebaut und ist heute das längste Baudenkmal der Schweiz und zu einem echten Mythos geworden. Die Tour de Suisse stattet ihr auch hin und wieder einen Besuch ab, zuletzt im Jahre 2009, als der Gotthardpass das Dach, also den höchsten Punkt, der gesamten Rundfahrt darstellte.

Ausgangspunkt ist Airolo. Die eigentliche Gotthardtrasse beginnt allerdings schon in Biasca, doch werden viele sicher vom Nufenenpass abkommen. Ab Biasca müssen auf 50 km insgesamt etwa 1820 Hm zurückgelegt werden. Im Zentrum von Airolo folgt man dann einfach der Straße bergauf in Richtung Gottardo. Kommt man vom Nufenen ab, so kann man bereits vor Erreichen des Ortes links abbiegen. Vor der ersten Kehre der neuen Straße biegen wir schließlich rechts auf die Pflasterstraße ab. In 32 Kehren windet sich die meist gepflasterte Straße nun zur Passhöhe, wovon 24 auf das eigentliche Val Tremola entfallen.
Durch sechs z.T. gepflasterte Kehren klettert man nun bei Steigungswerten zwischen 7 und 10 % nach Motto Bartola (1530 m). Dort blickt man schon tief hinunter nach Airolo. Man hält sich nun einfach geradeaus, ansonsten landet man nämlich auf der breiten neuen Straße. Es folgt nun erst einmal ein längerer asphaltierter Abschnitt, ehe es in das Val Tremola hineingeht.
In einem Linksbogen tauchen wir nun in dieses ein. Häufig liegt es im Schatten der Berge und hoch über uns erkennt man immer wieder die Gallerien der neuen Trasse. Nachdem man den Gebirgsbach überquert hat, folgt die spektakuläre Kehrenpassage. Die häufig gemauerten Serpentinen winden sich meist eng übereinander liegend und in kurzer Folge den Hang hinauf. Die Steigung erreicht dabei maximal 11 %, liegt aber meist um die 8 %. Zu kämpfen hat man hier nicht nur mit den Pflastersteinen, sondern v.a. auch mit dem Wind, der hier häufig kräftig talabwärts weht.
Nach der letzten Kehre führt die Straße zunächst in östliche Richtung, ehe uns eine Linkskurve in nordwestliche Richtung führt. Dabei passiert man einen See. Hier im nun offenen Gelände auf dem kleinen Hochplateau am Gotthardpass kann der Gegendwind jetzt noch einmal richtig weh tun. Nach etwa 14 km erreichen wir dann am Gotthard-Museum die Passhöhe auf 2091 m Höhe. Fährt man nun links weiter zur Schnellstraße, so gelangt man zu einem zweiten Passschild, das 2109 m Höhe angibt. Die Passhöhen der neuen und der alten Gotthardstraße sind also in der Höhe ein wenig unterschiedlich.

650 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:45:32 | 06.08.2018
breis89
Mittlere Zeit
01:17:00 | 11.08.2015
Swissclimber69
Dolce Vita
03:30:00 | 05.07.2011
Lurchi
Von Limes – Wenn man wie wir in 2018 (am 30.05.) das Pech hatte, die Tremola nicht befahren zu können, wegen etlicher Schneeverwehung, die noch nicht geräumt werden konnten (siehe Foto), ist die neue Passstraße (Bundesstraße 2) natürlich kein Vergleich und die absolut schlechtere Alternative zur klassischen Auffahrt, aber auch diese sollte als Beschreibung vorkommen.

Nach dem Start in Airolo (Ortsmitte an der Kirche) folgen wir der Bundesstraße in Richtung Gottardo. Auch hier biegen wir vor der ersten Kehre der neuen Straße (die ab hier als Schnellstraße bis Motto Bartolo für Radfahrer verboten ist) noch auf die alte Pflasterstraße ab und durchfahren die folgenden teilgepflasterten Kehren nach Motto Bartolo mit schöner Möglichkeit zum Rückblick nach Airolo.
Ab hier wird es dann nicht mehr so romantisch wie auf der Tremola, denn wir fahren nicht weiter geradeaus, sondern biegen links auf die neue, breite Passstraße ab. Die weitere Wegbeschreibung ist schnell erzählt. Langgezogene Geraden werden von drei weiträumigen Kehren abgewechselt. Ein schöner Aussichtspunkt folgt noch am Punto Panoramico in der dritten Kehre. Im Anschluss durchfährt man noch zwei Lawinen-Galerien, eine längere und eine kurze. Hier sind wir quasi parallel zur Tremola unterwegs, die sich hinter dem Bergrücken rechter Hand zum Pass hochschlängelt.
Bald kommt man nun am Lago dei Banche vorbei und ist fast auf der Passhöhe. Der Verkehr auf dieser Auffahrt kann selbstverständlich sehr stark sein, ist aber wegen der Ausbaubreite der Bundesstraße erträglich.
3 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
Mittlere Zeit
Dolce Vita
Von jagger – Die ersten 2 km aus Andermatt heraus sind eben und laden zum Entspannen ein, bevor es schon im Ort Hospental wieder ansteigt. Empfohlen sei hier der Weg durch das historische Ortszentrum, auch wenn dieser kopfsteingepflastert ist.
Am Ortsausgang biegt rechts die Straße zum Furkapass ab, wir folgen aber der Straße in einer Linkskurve und steigen sofort in der dann folgenden Rechtkurve mit 10 % an. Für die verbleibenden 9.5 km bis zur Passhöhe ergeben sich noch gut 650 Hm, also durchschnittlich fast 7 %.
Am Restaurant Mätteli gibt es ausnahmsweise zwei Serpentinen, ansonsten verläuft die Straße geradlinig im Tal. Nach einer leichten Rechtsbiegung – nachdem rechts die alte, kopfsteingepflasterte Passstraße abgezweigt ist – kann man den Pass erahnen aber nicht sehen. So können die letzten paar 100 m zur Qual werden. Kurz vor dem Pass wird die Steigung moderat und man befindet sich auf einem flachen Sattel mit ein paar Gebirgsseen.
Links befindet sich die Zufahrt zum schönen Hotel mit Restaurant, Souvenir-Shop und Museum.

273 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:42:29 | 29.05.2011
Laatze
Mittlere Zeit
00:56:03 | 05.08.2010
Marco85
Dolce Vita
01:32:00 | 26.05.2010
ReneV
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