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Steinlingalm (1453 m) Sultensattel, Kampenwand

IMG 2958[2009].

Auffahrten

Von Stueffler – Es gibt nur eine für das Rennrad denkbare Auffahrt zur Steinlingalm. Diese startet am Abzweig der Aufhamer Straße von der Hauptstraße in Aschau (St 2093). Dieser Punkt ist nur wenige Meter vom Fluss Prien und etwa 150 Meter vom Bahnhof Aschau enfernt. Parkmöglichkeiten sind am Bahnhof denkbar, oder auch schon 200 Meter die Auffahrt hinauf am Parkplatz zur Maisalm.
WICHTIG: Diese Tour nimmt man meiner Meinung nach am besten mit einem Gravelbike oder Crosser in Angriff. Es finden sich aber mit Sicherheit einige Leute, die die Strecke locker mit einem Renner nehmen. Die Diskussion gab es hier ja schon oft. Aufgrund der hohen Steigung sind in jedem Fall größere Ritzel von Vorteil.

Zur Auffahrt an sich:
Die ersten 800 m bis zu besagtem Parkplatz sind noch recht angenehm mit etwa 6 bis 8 % Steigung. Nach diesem Parkplatz zweigt die Straße schräg nach rechts weg. Ab dann geht es so richtig los: Hier folgt der Weg dem steilen abfallenden Bach Lochgraben. Jetzt folgen 1,5 km, auf denen etwa 230 Hm anstehen. Die Steigung liegt meist bei satten 18 bis 23 %. Der Weg ist schmal und im Herbst gerne mit nassem Laub garniert. Dieses Stück ist bergab nicht so angenehm zu fahren; doch es gibt eine Alternative, dazu später mehr. Dieser Teil verläuft auch im Wald, daher ist er zumindest schattig.
Sobald der Wald vorerst zurücktritt, endet an einem Weiderost auch zum ersten Mal der Asphalt. Der Weg ist eine breite, glatte Wanderautobahn. Macht mit typischen Rennradreifen keinen besonderen Spaß, sollte aber noch machbar sein. Passenderweise gilt auf der ganzen Strecke Folgendes: Steile Stellen sind asphaltiert, Flachstücke auf Naturbelag. Ist auch für den Kopf ganz interessant. Hier freut man sich nicht auf Asphalt, weil dann tut es weh. Besagtes Schotterstück führt in einer Linkskurve an der Maisalm vorbei wieder in den Wald, die bei meiner Befahrung brechend voll war.
Man trifft auf eine Kreuzung. Rechts ist für uns der richtige Weg. Geradeaus würde wohl auch zum selben Ziel führen, war aber bei mir gesperrt. Links ginge eine alternative Abfahrt ins Tal direkt nach Bernau. Leider ist diese Abfahrt auf den ersten 800 m geschottert, dafür nicht so steil wie die Passage am Lochgraben entlang. Rechts folgend geht es flach bis leicht steigend auf breiter, guter Naturstraße voran. Diese 2 km kosten der Tour eine Top-Platzierung von der Steigungsquote her.
Dann kommt wieder Asphalt in den Blick, und wir wissen, es wird steil: einige hundert Meter bei 15 %. Dann folgt wieder ein leichtes Stück auf Naturbelag. Diesen Wechsel hat man hier immer wieder. Sobald das Ende des Waldes in den Blick kommt, übernimmt wieder Asphalt. Jetzt kommt es richtig dicke: Auf 500 m geht die Steigung auf knapp über 30 % (ich habe das nicht mit Messgeräten verifiziert, ich habe mich aber an diverse Allgäu-Strecken erinnert gefühlt). Dieser Abschnitt liegt bei entsprechendem Wetter in der prallen Sonne und ist schön kurvig, aber ohne echte Kehren, die Erleichterung bringen würden.
An der Gori-Alm ist dieser extreme Abschnitt vorbei und es wird kurz flach. Perfekt zum Durchatmen. Hier könnte man einkehren, uns fehlen aber noch 2 km und 210 Hm. Der folgende Abschnitt ist teils neu asphaltiert worden, bietet die ersten echten zwei Kehren der Tour und ist wieder etwas steiler (bis 15 %). So schlimm wie vorher wird es jetzt jedoch nicht mehr. Wir queren am offenen Hang die Skipiste, dann endet der Asphalt leider endgültig. Die Strecke bleibt zahm, leider liegen ein paar Steine auf dem Naturweg.
Sobald die große Kehre in den Blick kommt, ist man schon kurz vorm Ziel. Das letzte steile Stück vor der Alm ist leider ziemlich rau. Hier würde ich mit dem Renner bergab auf jeden Fall schieben. Hier oben kann man natürlich einkehren und einen tollen Blick auf die Kampenwand genießen. Den besten Ausblick auf den Chiemsee hat man noch ein Stück zuvor am Weg, bei der Hang- und Skipistenquerung.

Ein Wort zum Verkehr. Die Strecke ist ab dem Parkplatz Maisalm für den motorisierten Verkehr gesperrt. Auf Fahrzeuge wird man selten treffen. Hier regieren aber sowieso die Wanderer und die Mountainbiker. An einem schönen Sonntag ist mit sehr hohem Aufkommen von Wanderern zu rechnen, welche die steilen Abfahrten gefährlich machen. Am besten unter der Woche fahren oder eine Klingel mitnehmen.
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