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Valico di Monte Godi (1585 m)

Nordanfahrt: Landschaft im oberen Teil.
Rennradreisen von quäldich.de

quäldich-Rennradreise zum Valico di Monte Godi

quäldich.de bietet eine Rennradreise am Valico di Monte Godi an. Hauptsache bergauf!

Zum Beispiel Abruzzen-Giro vom 29.05. bis 06.06.2021

Auffahrten

Von AP – In Villetta Barrea, einer Ortschaft nördlich des Lago di Barrea gelegen, folgt man den Hinweisschildern in Richtung Passo Godi und Lago di Scanno. Die Straße steigt aus dem Ort heraus und führt zunächst einmal oberhalb des Tals des Sangro nach Westen. Über eine Serpentine biegt die Straße wieder nach Osten, so dass man nach knapp 4 km Fahrt genau oberhalb von Villetta Barrea angekommen ist. Erst dann knickt die Straße nach Norden um und führt durch ein Hochtal auf den Pass zu.
Um die erwähnte Serpentine herum breitet sich am Berghang ein Kiefernwald aus, der für den Mittleren Apennin äußerst untypisch ist. Man hat also für ein paar Meter das Gefühl, man sei auf einer Passstraße nah am Mittelmeer, etwa in der Provence, unterwegs.
Ungefähr an der Stelle, an der die Straße nun ihre endgültige Richtung gefunden hat, gibt es einen Aussichtspunkt mit Blick über den Lago di Barrea, den man nicht verpassen sollte. Dahinter führt die Straße aus dem Bergwald heraus in eine ziemlich offene Landschaft hinein. Zur linken Hand streckt sich das Massiv des Monte Godi hin, der später in die Montagna Grande übergeht, zur rechten Hand verläuft parallel eine zweite Bergkette, deren höchste Erhebung der Monte Greco nördlich des Lago di Barrea ist. Diese zweite Bergkette erinnert ein wenig an die Monti Sibillini weiter im Norden (siehe u.a. Passo di Gualdo). Zwischen den Bergen radelt man über vier Serpentinen immer weiter nach oben. Die Gegend ist wunderbar grün mit saftigen Wiesen, auf denen Grüppchen von Büschen und Laubbäumen stehen. An einer Stelle passiert man auch eine Berghütte, die wohl Rifugio del Daino heißt.
Noch ein Wort zur Steigung der Straße: Die ist mit 5–6 % genauso vernachlässigbar wie die der anderen Pässe im Bereich des Nationalparks Abruzzen. Tendenziell ist es auf den letzten Kilometern sogar noch flacher als am Anfang der Auffahrt. Ebenfalls nimmt nach hinten heraus die Länge der Geraden zu.
Nach über 13 km gemütlichen Radelns steht man plötzlich vor einer Gruppe von Häusern mit einigen Parkplätzen davor und gegenüber. Der Ort nennt sich Passo Godi, hat aber mit der eigentlichen Passhöhe nichts zu tun. Die erreicht man etwas über einen Kilometer später. An der Passhöhe fällt der Gegensatz ins Auge zwischen dem gammeligen Passschild, an dem man sich eine Blutvergiftung holt, wenn man aus Versehen dagegenstößt, und dem hübsch gestalteten Abschiedsdenkmal des Nationalparks. Oder was sagt ihr dazu?

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Von Droopy – Dieser Anfahrtsbeschreibung vorausgeschickt sei erwähnt, dass es sich bei dieser Variante um eine der schönsten Abruzzenanstiege handelt und ein „Pflichttermin” für jeden sein sollte, der sich hierher verirrt. Wer den Startpunkt ins schöne Sulmona verlegt, kann die Anfahrt auf „epische” 40 Kilometer bergauf verlängern. Auch das Magazin „Tour” hat diesen Weg schon entdeckt und in der Ausgabe 11/2015 ausführlich beschrieben.
Erste Empfehlung: Vor dem Losfahren in Anversa degli Abruzzi einen Espresso heben und mit Leuten, die jeden Tag dort das Gleiche tun, in die Luft gucken und die Zeit verbummeln. Wenn ich richtig mitgezählt habe, stehen hierfür an der kleinen Piazza vier Cafés zur Auswahl.
Des Weiteren gilt: Unbedingt durch das centro fahren und nicht der Ausschildeurng „Scanno” folgen, sonst gerät man in einen Tunnel der Ortsumfahrung und hat nichts davon. Mit einer Handvoll weiterer kleiner Naturtunnel geht es auch so nach dem Einsteig direkt los. Der spektakuläre Auftakt der Strecke erschließt die enge Gola del Sagittario.
Auf den nächsten 10 Kilometern windet sich die Straße mit langen Flachstücken und nie unangenehm steigend durch die grüne Bergwelt der Abruzzen. Sie durchschneidet in vielen Windungen die Schluchten des Bergbaches, die ein wildes und majestätisches Naturschauspiel darbieten. Vorbei am Lago di San Domenico und Lago di Scanno geht diese verwunschene Reise bis Scanno, einem der Haupttourismusorte im Nationalpark Abruzzo, Lazio e Molise. Deswegen lohnt auch hier ein kurzer Stopp, bevor die Reise weitergeht, schließlich gehört Scanno – wie könnte es anders sein – zur Vereinigung der schönsten Ortschaften Italiens.
Noch kurz vor Ortsausgang dann ausnahmsweise eine kleine Steilrampe mit gut 14 % Steigung, die nach gut 200 Metern aber gemächlich ausläuft und in den zweiten Teil der Passauffahrt übergeht. Zwischen grünen Bergwiesen steigt die Straße über mehrere Kehrengruppen himmelwärts. Bevor wir den Bergbach wieder queren, können wir an einem Abzweig zu einer Agrotourismo unsere Bidons noch mit gesegnetem Wasser auffüllen. Der Wanderbrunnen liegt zu Füßen einer Bronzestatue für Giovanni Paolo II (alias Johannes Paul II., alias Karol Józef Wojtyła). Mit der Botschaft „Fürchtet Euch nicht” können derart gut gerüstet die restlichen Kilometer hoffnungsfroh weggedrückt werden.
In einer dann immer einsamer werdenden Gegend geht es über sehr langgezogene Kehren Stück für Stück nach oben. Das letzte Stück zieht sich zwar etwas wie Kaugummi, aber irgendwann erreichen wir das Gipfelplateau mit zwei in die Jahre gekommen Hotelbauten und ein paar verlorenen Skianlagen zu Füßen des Monte Godi. Das Gipfelerlebnis lohnt für eine Rast weniger, die Schönheit des Passes ist seine Auffahrt.
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