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Zellerrain (1121 m)

Passhoehe Zellerrain

Auffahrten

Von Irrer LäuferMitterbach ist zwar nicht der Startpunkt für die Auffahrt, dank der Lage am eiskalten Erlaufsee aber mit touristischer Infrastruktur versehen. Immer erspäht man – auch bei ungeeigneter Witterung und Temperaturlage – Taucher, die in dickes Neopren gehüllt den Radfahrer fragend ansehen.
Der eigentliche Anstieg – und damit die Zeitnahme – beginnt mit der Abzweigung auf die B71 direkt am See, den es noch einige Meter flach entlang geht, bis dann die erste leichte Steigung in den Berg führt, und die Straße runter nach Kapfenberg und Wildalpen abzweigt. Bis hierher hat man schon die Hälfte der Strecke, aber kaum Höhenmeter gemacht. Dank der exponierten Straßenlage kann die Sonne aus allen Richtungen wunderbar angreifen, so dass der Schweiß schnell und reichlich zu fließen beginnt, besonders, wenn man schon ein paar Anstiege in den Beinen hat. Immerhin ist dieser hier durchwegs gleichmäßig steil, da kann man sich gut an die Anstrengung gewöhnen und seinen Tritt finden. Passagen über 10 % sind nur ganz kurz anzutreffen, durchschnittlich liegen ca. 8 % an.
Die Wikipedia schreibt von tapferen 12 bis 15 %, da muss man dann halt beim Erzählen seiner Heldensagen Prioritäten setzen. Und das Beste: nach oben hin wird es eher flacher. Dafür hat man hauptsächlich mit geraden Straßenstücken und leichten Biegungen (ein Tribut an moderne Zeiten) zu tun. Kehren gibt es gar nicht, nur im unteren Teil finden sich ein paar schärfere Kurven. Auch die Aussicht während der Auffahrt und von oben zählt nicht zu den absoluten Highlights, obwohl sie sich von der Terrasse des Gasthauses am Zellerrain bei einem isotonischen Getränk ganz gut macht.
Freunde hoher Vmax-Werte sollten unbedingt von dieser Seite auffahren, bei der Abfahrt in Richtung Langau werden nach Neuhaus bei 14 %-igem Gefälle auf bester österreichischer Bundesstraße schon mal 90 km/h und drüber erreicht.

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Dolce Vita
Von Irrer Läufer – Der lange Anstieg zur Passhöhe beginnt bei der Abzweigung nach Lackenhof in der Langau, vorher geht es hügelig vom Grubberg runter oder flach von Lunz rüber. Fast 14 Kilometer sind bei zwar meist nur leichter Steigung zu bewältigen, die gut ausgebaute, breite Bundesstraße 71 lässt aber jede Steigung optisch einfach verschwinden, was die Strecke mental echt herausfordernd macht.

Daran denken wir aber nicht, wenn wir fast flach aus Langau rausrollen und das überbreite, schottrige Flussbett der wild herummäandernden Ybbs betrachten. Hier wirken offenbar manchmal heftige Naturgewalten, deren Auswirkungen man lieber nur erahnt als miterlebt. Verkehrsarm radeln wir Richtung Mariazell, nur selten unterbricht ein Forsthaus den dunklen Tann.

Die erste Siedlung ist Holzhüttenboden bei Kilometer 6, da ist der Name Programm – ein paar Holzhütten halt. Kurz danach beginnt der einzige ernsthafte Anstieg, der mit bis zu 14 % empor strebt. Die tolle Landschaft um uns herum lässt uns das jedoch vergessen. Ist diese Steilstufe überwunden, entspannen wir entlang des hier sumpfigen Laufes der Ybbs, die sich entlang der Strecke von ganz verschiedenen Seiten zeigt, bis die Straße erneut ansteigt und Neuhaus erreicht wird – leider ein Opfer der Landflucht aufgrund mangelnder Zukunftsperspektiven für die Bewohner. Davon merkt man optisch aber nichts und bewundert die spätgotische Wehrkirche mitten im Ort, deren Bau von Kaiser Franz Josef persönlich veranlasst worden war, nachdem der alte Pilgergebetsraum direkt an eine Schänke gegrenzt hatte – mit entsprechendem, inakzeptablem Konzentrationsverlust beim Beten und Büßen. Irgendwo südwestlich von unserer Position befindet sich übrigens einer der letzten Urwälder Österreichs an der Flanke des Dürrensteins.

In langen Schwüngen zieht sich die Bundesstraße jetzt weiter nach oben, während die Landschaft zunehmend alpiner wird und Almweiden zu beiden Seiten die Straße säumen. Ganz kurz vor dem Ende gibt es noch einen Schlussanstieg, der noch die Steilheit der alten Trasse erahnen lässt – allerdings nur kurz. Oben wartet das Gasthaus am Zellerrain auf Kunden. Alles in allem ein unterhaltsamer Anstieg, der auf einen der höheren niederösterreichischen Pässe führt. Ein Muss für jeden Pilger nach Mariazell ist er sowieso.


13 Befahrungen Befahrung eintragen
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00:58:00 | 29.05.2016
maximus78
Dolce Vita
Von Irrer Läufer – Die Anfahrt beginnt gleich wie jene auf der neuen Trasse, nur wird bei der Kreuzung mit dem Wegweiser nach Kapfenberg links abgebogen. Nach einer kurzen Zwischenabfahrt biegt man in einer Linkskurve rechts in die Straße mit dem Fahrverbot (gilt natürlich nicht für Radfahrer) ein. Der erste Kilometer verläuft nur leicht ansteigend, dann gibt ein knackiger erster Hügel einen Vorgeschmack auf das noch kommende – fahren wir besser einmal die beiden Kraftwerke im Oberschenkel hoch. Dermaßen aufmunitioniert erreicht man das Forsthaus und damit die Schranke, die Autos von der Einfahrt abhält. Danach geht es dann bergauf. Steil bergauf. Steiler. Ohne nennenswerte Kurven oder gar Kehren verläuft die Straße fast direkt in der Falllinie. Immerhin ist diese Variante kürzer als die neue Trasse, von der man den Lärm der Motorräder gedämpft rüberhört. Von Kilometer 1,8 bis 3 liegt die Steigung immer im dunkelroten, gerne auch im schwarzen Bereich, also jenseits der 20 %. Die Asphaltqualität ist überraschend gut (die Straße ist ja erst seit 2004 nicht mehr in Verwendung), ein paar Gräser wachsen halt schon durch und vom Regen eingewaschener Kies und Schotter haben sich stellenweise auf der Straße breitgemacht. Wenige Meter unterhalb der Passhöhe erreicht man wieder die neue Trasse.

Wem bei der Ötscherrunde bisher ein wenig die harte Steigung gefehlt hat, der wird hier erstklassig bedient. Und das beste: sind die Beine nicht so gut, fährt man bei angenehmer Steigung auf der neuen Trasse (aber das ist ab jetzt keine Option mehr) auf den Zellerrain.

Besonderer Dank gilt dem Herrn getri, der Karten einfach genauer studiert als ich und diese Variante mit ein paar seiner Vereinskollegen vom RCP zuerst gefahren ist.

2 Befahrungen Befahrung eintragen
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00:18:55 | 01.06.2018
stefano
Dolce Vita

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