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Pässe der Chablais

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Regionsbeschreibung

Von majortom – Der Genfer See sieht aus wie eine in Ost-West-Richtung verlaufende, nach Norden gekrümmte Banane. Das südlich davon liegende Gebiet, das von der Banane eingeschlossen wird, ist das Chablais, das somit größtenteils zu Frankreich, zu einem kleinen Teil aber auch zur Schweiz gehört. Im Süden wird das Chablais vom Arve-Tal begrenzt; dieser Fluss entspringt in der Nähe des Montblanc, verläuft dann nach Westen und mündet auf dem Stadtgebiet von Genf in den soeben aus dem See ausgetretenen Rhône.
Historisch betrachtet ist das Chablais eine Provinz des Herzogtums Savoyen, heute nimmt es einen wesentlichen Teil des Départements Haute-Savoie ein. Der Name geht aus der frankoprovenzalischen Sprache hervor und bedeutet so viel wie „Kopf des Sees“.

Der größte Teil des Chablais ist den Alpen zuzurechnen, nur ein kleiner, Bas-Chablais genannter Streifen entlang des Genfer Sees ist hügelig bis flach. Die Höhe der Bergketten nimmt dabei tendenziell von West nach Ost zu. Der Signal des Voirons beispielsweise bietet zwar eine hervorragende Aussicht über den Genfer See, ist aber mit 1480 m vergleichsweise niedrig. Die letzte Bergkette oberhalb des Schweizer Rhonetals erreicht dagegen in den Dents du Midi 3257 m Höhe. Hier reichen die Alpen direkt bin an den See heran, und der Pas de Morgins ist der einzige offizielle Straßenübergang über diese Kette. Dementsprechend wandelt sich auch die Landschaft von mittelgebirgsartig-idyllisch im Westen bis felsig-hochalpin im Osten.

Uns Rennradfahrern bietet das Chablais keine ganz hohen Pässe, wie sie sich weiter südlich in den Hochalpen tummeln. Der härteste bekannte Pass ist wohl der Col de Joux-Plane zwischen Samoëns und Morzine, der durchaus auch schon bei der Tour de France zu Ruhm gekommen ist, war er doch 2000 Schauplatz des einzigen nennenswerten Einbruchs von Seriensieger Lance Armstrong. In Morzine-Avoriaz fand auch immerhin schon eine Bergankunft der Tour statt – im Jahr 2010. Doch auch einige Pässe der zweiten Garde können sich durchaus sehen lassen. Mit dem Geheimtipp Portes de Culet als tatsächlich schwerstem Pass gibt es einen echten Brocken.
Es ist jedoch vor allem die Dichte an Passübergängen, die das Chablais zu einem unterschätzten Rennradparadies macht. Wer möglichst viele Passschilder abklappern möchte, ist hier genau richtig.

Thonon-les-bains ist die größte Stadt des Chablais – und bietet gemeinsam mit seinem Nachbarort Evian-les-bains eine Seebadatmosphäre, die schön mit der Alpenlandschaft des Haut-Chablais kontrastiert (auch wenn die französischen Orte gegen pseudomondäne Schweizer Tummelplätze für die ganz Reichen am gegenüberliegenden Seeufer wie Montreux und Vevey natürlich nicht mithalten können). In Thonon beginnt aber auch die bekannte Route des Grandes Alpes, die über 17 Alpenpässe bis nach Menton am Mittelmeer führt.
Der einzige Pass auf der Route des Grandes Alpes, der zum Chablais gehört, ist der eher niedrige Hauptstraßenübergang Col des Gets. Er verläuft von Thonon aus entlang des Abondance-Tals. Ist man bereit, von der offiziellen Route abzuweichen, hat man auch noch zwei weitere Übergänge Richtung Süden zur Wahl: den eher wenig spektakulären Col de Cou im Westen, und als mittlere Möglichkeit den Col de Jambaz, der vor allem auf seiner Südseite durch die spektakuläre Gorges de Risse zu überzeugen weiß.
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quäldich-Rennradreisen in die Chablais

quäldich.de bietet 3 Rennradreisen in die Chablais an. Hauptsache bergauf!

Zum Beispiel Savoyer Alpen – Die Tour-Klassiker II vom 7.-14.08.2021