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Pässe im Oberpfälzer Wald

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Regionsbeschreibung

Von elloco – Der Oberpfälzer Wald ist eine kleine, stark bewaldete Mittelgebirgslandschaft und auch Naturpark im alleröstlichsten Bayern. Er ist im Grunde die nördliche Fortsetzung des Bayerischen Waldes entlang der Grenze zu Tschechien. Ortschaften entlang dieser Grenze sind von Norden nach Süden: Waldsassen, Bernau, Schönsee, Waldmünchen. Er grenzt im Norden an das Fichtelgebirge bzw. den Steinwald im Landkreis Tirschenreuth und geht im Süden bei der Cham-Further Senke direkt in den Bayerischen Wald über. Westlich zieht sich das Gebiet über das Naabgebirge im Südwesten (Landkreis Schwandorf, östlicher Teil Landkreis Amberg-Sulzbach), und das Oberpfälzer Hügelland im Nordwesten (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) bis zu den Grenzen der Fränkischen Alb bzw. der Oberpfälzer Jura. (Der Oberpfälzer oder Bayerische Jura ist der in der Oberpfalz liegende Teil der fränkischen Alb oder Jura, braucht also nicht weiter beschrieben werden.)

Landschaftsprägend für den Oberpfälzer Wald sind die Urgesteine Granit und Gneis, sowie Wasser in Form von zahlreichen Flüssen, Bächen, Weihern und Seen. Weiter charakteristisch ist eben der Wald, der die Naturparkfläche zu mehr als 40 % bedeckt, im grenznahen Gebiet im Nordosten ist sogar über die Hälfte der Fläche bewaldet. Zahlreiche Flusstäler durchschneiden die hügelige bis bergige Gegend, was sie sehr interessant, abwechslungsreich und auch ansehnlich macht. Hauptflüsse sind Naab und Schwarzach; die Naab fließt von Nord nach Süd, die Schwarzach von Ost nach West. Höchste Erhebungen sind der Cherchov (1042 m) auf tschechischer Seite, und der Entenbühl mit 901 m in Bayern. Dieser liegt zwischen Flossenbürg und Bärnau und ist bekannt durch die „Silberhütte“, ein Freizeitgebiet und Langlaufzentrum auf 700–900 m Höhe. Dort hinauf führt auch die höchste asphaltierte Straße (816 m) auf bayerischer Seite.

Landschaftsökologisch wird der nordöstliche Teil dem hinteren Oberpfälzer Wald zugeordnet, der südliche dem vorderen Oberpfälzer Wald, welcher in das Oberpfälzer Bruchschollenland übergeht, das schon Teil des bayerischen Waldes ist. Die westlichen Teile erreichen, wie schon erwähnt, das Naabgebirge (oder Naabhügelland) bzw. das Oberpfälzer Hügelland, welche noch Teile des Naturparks sind.

Für Radfahrer gibt es hier etliche gekennzeichnete Fernradwege, bis hinein nach Tschechien, das Wegenetz umfasst fast 2000 km. Für das Rennrad eignen sich diese aber allenfalls sehr begrenzt, da diese oft auf ehemaligen Bahntrassen oder anderen unbefestigten Wegen abseits der Straße verlaufen. Das ist aber egal, auch oder gerade für den Rennradfahrer gibt es hier genügend Möglichkeiten. Der bergige, wellige Straßenverlauf tut sein übriges, und auch wenn die ganz langen Anstiege fehlen, kann man sich richtig austoben. Bei der entsprechenden Streckenauswahl sammelt man auch hier etliche Höhenmeter. Wer das nicht will, folgt einfach dem Straßenverlauf in den Flusstälern, dort muss man dann aber auch bleiben, will man es ruhiger angehen lassen. Generell lässt sich vielleicht sagen, dass die Berge zur tschechischen Grenze hin höher werden, die Straßen also entsprechend ansteigen, das Ganze welliger wird. Der Asphalt ist zum allergrößten Teil in gutem Zustand, perfekt befahrbar, nur eines sollte beachtet werden: unbedingt Nebenstraßen benutzen, die Bundesstraßen (allen voran die B22) unbedingt meiden, denn hier bleibt der Spaßfaktor auf jeden Fall sprichwörtlich auf der Strecke.
Zuletzt noch der Hinweis auf zwei Marathons, die alljährlich stattfinden. Es gibt zum einen die Panorama-Tour in Windischeschenbach und zum anderen die Pirker-Zoigl-Tour (Streckenführung über Tachov in Tschechien) bei Weiden. Beide Veranstaltungen sind perfekt organisiert. Abschließend lässt sich sagen, dass diese Region einiges zu bieten hat (nicht nur Wald), und wer mit dem Gedanken spielt hierher zu kommen, sollte auf jeden Fall sein Rad nicht vergessen.
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