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Regionsbeschreibung Peneda-Gerês | Spanien

Von AP

1. Einführung

Über portugiesische Landschaften weiß man nicht allzu viel nördlich der Pyrenäen. Felsenbuchten an der Algarve, die breite Tejo-Mündung bei Lissabon, vielleicht noch die steilen Weinterrassen am Douro, das ist schon alles, was einem zu diesem Thema einfällt. Aber Portugal hat viel mehr zu bieten, nämlich unter anderem eine ganze Reihe von Gebirgsketten, die von ihrem Charakter her den höheren Mittelgebirgen zuzuordnen sind. Im äußersten Norden Portugals, an der Grenze zur (spanischen) autonomen Gemeinschaft Galicien, hat man vier Bergketten unter besonderen Schutz gestellt und 1971 zum – immer noch – einzigen Nationalpark des Landes erklärt: der Parque Nacional da Peneda-Gerês.
Der Park hat eine merkwürdig verdickte L-Form, wobei die Serra da Peneda und die Serra do Soajo die Vertikale des L darstellen und die Serra do Gerês seine Basis bildet. Die vierte Bergkette der Gegend, die Serra Amarela, liegt zwischen den beiden letztgenannten Serras. Kleine Teile dieses Gebirgssystems erstrecken sich auf spanischer Seite, wo man die Serra do Gerês unter dem galizischen Namen Serra do Xurés kennt. Dort hat man die Berge ebenfalls geschützt, wenn auch nur als Naturpark (Parque Natural da Baixa Limia – Serra do Xurés). Höchster Berg der Region ist der Pico da Nevosa (1548 m Höhe), der sich zum größten Teil auf spanischem Staatsgebiet befindet.
Die Form des Nationalparks bedingt, dass man von der Serra da Peneda in die Serra do Gerês einfacher über Spanien und den Grenzpass Portela do Homem gelangt. Es existieren asphaltierte Wege zwischen den Serras auf portugiesischem Boden, aber die sind nur mit guter Ortskenntnis aufzuspüren.

Was ist das Besondere an dem Nationalpark? Nun, er ist ungeheuer kontrastreich und bietet karge, von unzähligen Felstrümmern übersäte Hochflächen, dichte Wälder mit einer außergewöhnlich vielfältigen Vegetation, enge Schluchten mit rauschenden Bächen, kleine Wasserfälle, urtümliche Dörfer und blaue, erfrischende Stauseen. Die Gegend ist ein Rückzugsgebiet für Tiere und Menschen. Fischotter tummeln sich in den Bächen, Wölfe streifen durch die Wälder, Raubvögel ziehen ihre Kreise. Seltene Nutztiere aus vergangenen Zeiten leben im Park, wie die Barrosã-Rinder mit ihren langen Hörnern oder die gedrungenen Garrano-Ponies. In einigen Dörfern wie Soajo oder Lindoso kann man espigueiros bewundern, merkwürdige steinerne Lagerstätten für Mais, die aussehen wie kleine Mausoleen; in anderen Dörfern wie Ermida sieht man Terrassenfelder, die früher typisch für die Gegend waren. Und sogar Architekturliebhaber kommen auf ihre Kosten: in dem Bergdorf Peneda gibt es eine wunderschöne Wallfahrtskirche, deren Anlage von dem in Portugal weltbekannten Santuário do Bom Jesus do Monte bei Braga inspiriert wurde.

2. Radfahren im Peneda-Gerês

Leider können wir dem geneigten Leser noch keine allzu brauchbaren Angaben zu diesem, dem alles entscheidenden Thema machen. Unser Autor war leider nur kurz vor Ort und nur drei (herrliche) Stunden auf dem Rad unterwegs im Nationalpark. Falls sich die Gelegenheit ergibt, die Gegend einer genaueren Untersuchung zu unterziehen, werden wir diesen Text entsprechend erweitern.
Allgemein weisen wir darauf hin, dass sich dem Radler, der im Bereich der vier Bergketten unterwegs ist, die gleichen Probleme in den Weg stellen, die man auf vielen Land- und Nebenstraßen Portugals antrifft: streckenweise sehr rauher Asphalt, hin und wieder Pflasterabschnitte und bisweilen verbrannte Erde am Wegrand. Dies soll von einem Besuch aber nicht abhalten. Jede der Bergketten hat ihren eigenen Reiz, und jede von ihnen hat auch asphaltierte Straßen, die man als Passstraßen bezeichnen kann. Das sind zum Beispiel die Portela de Leonte in der Serra do Gerês, der Alto do Germil in der Serra Amarela oder der Alto do Adraõ in der Serra do Soajo. In der Serra de Peneda hat man als Rennradfahrer die größten Möglichkeiten, sich auszutoben, denn neben verschiedenen über 1000 m hinausreichenden Hochpunkten auf dem Gebiet des Nationalparks wie dem Alto da Peneda oder der Portelinha kann man vom Tal des Minho in die Serra hineinfahren und dabei Hochpunkte überqueren, die außerhalb des Parks liegen, wie zum Beispiel den Alto do Santo Antonio.
Mountainbiker sind wie so oft im Vorteil, denn die können auf Erdpisten verschiedene miradouros anfahren, die höher liegen als der höchste Straßenübergang, der schon erwähnte Alto da Peneda. Als Beispiel sei der Miradouro da Junceda auf über 1200 m genannt.
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