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Pässe der Rureifel

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Regionsbeschreibung

Von kletterkünstler

1. Lage


Die Rureifel ist ein Teil der Nordeifel und wird häufig auch mit dieser gleichgesetzt. Doch schließt sich nördlich von ihr noch der Hürtgenwald an, der geographisch und natur- bzw. kulturhistorisch ebenso zur Eifel zählt. Desweiteren sind der Zitterwald und das Aachener Hügelland Teile der Nordeifel. Die Rureifel erstreckt sich südlich von Aachen zwischen deutsch-belgischer Grenze im Westen und Zülpicher Börde im Osten rund um den gleichnamigen Fluss Rur.

2. Die Rur


Namensgebend für diese Region ist der sie durchfließende Fluss, die Rur. Diese entspringt im Naturpark Hohes Venn an der Botrange, dem mit 694 m höchsten Punkt Belgiens, bei Sourbrodt in Belgien auf etwa 660 m über dem Meer und mündet nach ca. 170 km bei Roermond in den Niederlanden in die Maas. Auf ihrem Weg durchfließt sie bekannte und beliebte Eifelstädtchen wie Monschau, Heimbach und Nideggen und insgesamt die Kreise Aachen, Düren und Heinsberg. Nach etwa 39 km wird das Wasser der Rur im volumenmäßig zweitgrößten Stausee Deutschlands, dem Rurstausee, durch die Rurtalsperre Schwammenauel aufgestaut. Diese dient zur Regulierung der Rur und zur Stromerzeugung.

3. Sehenswertes


Der Rur- sowie der Urftstausee und der Kermeter, ein bis zu 527,8 m hoher überwiegend bewaldeter Höhenzug, der im Norden und Westen von den beiden genannten Talsperren begrenzt wird, prägen die Rureifel. Sie dienen als Naherholungs- und Ausflugsziel. Der Rursee ist beispielsweise bei Seglern, Surfern und sonstigen Wassersportlern sehr beliebt und wird auch von Ausflugsschiffen befahren. Desweiteren befinden sich einige Campingplätze an seinem Ufer.
Sehenswert sind zudem:
- die Abtei Mariawald, das einzige Trappistenkloster Deutschlands,
- die Burg Hengebach in Heimbach,
- das Kraftwerk Heimbach, ein 1904 im Jugendstil errichtetes Wasserkraftwerk zur Erzeugung elektrischer Energie,
- das mittelalterliche Nideggen mit seiner Burg,
- der hübsche Luftkurort Monschau im Rurtal mit dem Roten Haus, der historischen Senfmühle, vielen Museen, der Burg, auf der jedes Jahr die Monschau Klassik (Festspiele) stattfindet u.v.m.,
- die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang,
- das ehemalige und jetzige Geisterdorf (offiziell Wüstung) Wollseifen auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes Vogelsang, der noch bis zum 31.12.2005 vom belgischen Militär genutzt wurde und zuvor von 1946 bis 1950 von britischen Streitkräften.

4. Kermeter


Der Kermeter ist zentraler Bestandteil des seit 2004 bestehenden Nationalpark Eifel. Das Gebiet ist ca. 10.700 ha groß, grenzt im Nordwesten an den Rurstausee und umfasst die angrenzende Urfttalsperre sowie die Burg Vogelsang. Der Bereich des ehemaligen Truppenübungsplatzes und die Dreiborner Hochfläche machen etwa 3300 ha der Gesamtfläche aus und sind seit 2006 Teil des Nationalparks. Dieser ist ein beliebtes Wandergebiet, und so existieren viele Wanderwege und u.a. auch ein Waldlehrpfad im Bereich des Kermeter. Für Radsportler sind insbesondere die beiden Straßen über den Kermeter mit den beiden Hochpunkten Haus Kermeter und Wolfgarten interessant, stellt der Anstieg von Heimbach aus doch einen der längsten, anspruchvollsten und höhenmeterreichsten in der Rureifel dar.

5. Radfahren in der Rureifel


Insgesamt ist die Rureifel für Radsportler aufgrund der vielen Steigungen und kurvigen, kehrenreichen Straßenverläufe sehr interessant. Leider lockt diese Straßenbauweise auch viele Motorradfahrer in die Region, weshalb sich insbesondere am berühmt-berüchtigten und beliebten Kermeter viele Hinweistafeln für Motorradfahrer befinden, die auf die Gefahren des schnellen Fahrens hinweisen und zu gemäßigtem Tempo aufrufen, und das sowohl auf deutsch als auch auf niederländisch, da die Rureifel auch unter unseren niederländischen Nachbarn ein sehr beliebtes Ausflugsziel ist. Neben diesen kurvigen Straßen mit relativ gemäßigten Steigungsprozenten gibt es aber auch echte Rampen, wie die Anstiege hinauf nach Rohren, Imgenbroich oder aus dem Kalltal in Richtung Rollesbroich oder der Hürtgenwald-Höhenstraße. Ebenso findet man auch eine Reihe von einsamen Straßen oder Wegen. Die Rureifel ist mit ihrer hohen Dichte an lohnenswerten Anstiegen und Abfahrten auch ein ideales Revier für die Vorbereitung auf größere Aufgaben, wie eine Reise ins Hochgebirge.

Hier geht es zur Internetpräsenz des Rureifel-Tourismus e.V. Alle 27 Pässe der Region ansehen

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quäldich.de bietet eine Rennradreise in die Rureifel an. Hauptsache bergauf!

Zum Beispiel Ardennen – Revier der Frühjahrsklassiker vom 13.-16.05.2021