VERY important message

Kommentare

Einloggen, um einen Kommentar zu verfassen

Hoch hinaus: Mist...

  • Uwe, 03.08.2019, 23:13 Uhr
    ...dieses Hirngespinst hatte ich inzwischen auch auf dem Deckel und jetzt bist du mir zuvor gekommen ;-)
    Selbst die Beschreibung des Zieles hast du schon erledigt.
    Das habe ich jetzt davon, dass ich immer mal wieder solche Sachen in den Mund nehme.
    Herzlichen Glückwunsch zum gelungenen 3000er in den Alpen!
    Ich möchte es mit 42er Stollenbereifung versuchen, habe aber nur 50/34 - 11-36. Da muss ich wohl mehr laufen als du. Habe mir aber auch extra neue SPD-Pedale und MTB-Schuhe geholt, da es noch mehr Spinnereien in meinem Hirn gibt. Zum Glück habe ich für normale Pässetouren noch einen zweiten Radsatz mit 28er Straßenreifen, so dass mein Gravelbike als eierlegende Wollmilchsau fungieren kann. Nur den Umbrail / Stelvio muss ich wohl oder übel mit den Breitschlappen machen.
    Viele Grüße aus NRW wo es 3000 m nicht vertikal sondern nur horizontal gibt, Uwe
  • radon, 04.08.2019, 18:36 Uhr
    Vor gut 11 Monaten hatte ich die genau gleiche Idee wie du, angetrieben von der magischen 3000m Grenze. Wegen Wetterkapriolen (mit anderen Worten: Schnee) musste ich das Unterfangen um zwei Tage verschieben und habe in dem Zug auch den Startpunkt von Graun ins Münstertal verlegt. Das Crossbike war mit 35mm Schwalbe G-One (Allround) ausgerüstet, Kurbel war serienmässig eher MTB als Rennrad, Übersetzung also definitiv nicht das Problem. Die Auffahrt via Stelvio war dann soweit auch recht problemlos, aber die Google-Maps Ansicht hat auch mich dazu veranlasst, das Gelände zu unterschätzen. Gleich zu Beginn kommen die ersten zwei Möderrampen mit einer Kehre dazwischen, die wie du beschreibst ziemlich ausgewaschen waren. Trotzdem hab ich's irgendwie geschafft mich und das Rad da hochzukurbeln. Als ich nach einem kurzen Flachstück realisiert hatte, dass da noch zwei-drei weitere ähnlich steile aber noch längere Rampen anstehen musste ich ein paar Minuten lang schieben. Ich glaube gar nicht, dass man das mit Technik (höhere Übersetzung, bessere Bereifung) noch viel verbessern kann - die Rampen sind an der Grenze des fahrbaren und man darf die dünne Höhenluft nicht ausser Acht lassen. Der Puls wollte einfach nicht mehr herunter kommen. Im oberen Teil ging es dann wieder besser und der Weg war fahrbar bis zum Hotel, wo ich mir auf der Terrasse ein Bier und ein Sandwich gönnte und das Gelingen der Aktion feierte. Ist auf jeden Fall eine coole Sache das mal zu machen, allzu oft muss ich das aber auch nicht wiederholen - der untere Teil des Weges ist offensichtlich nicht wirklich Radtauglich.

    An dieser Stelle war dein Beschluss mit der Seilbahn runterzufahren sicher schlau. Meine Eitelkeit liess dies nicht zu und ich hätte es trotz leichtem Rad, keinem Gepäck und neuen Scheibenbremsen beinahe mit einem Unfall bezahlt. In der Kehre zwischen den zwei untersten Rampen rutschte ich mit blockierten Rädern auf die Kurve zu und kam wirklich auf den letzen Zentimetern zum Stehen. Mit Canti-Bremsen wäre ich mit Sicherheit aus der Kurve geflogen - was in der Mondlandschaft da oben übel ausgehen kann. Deswegen mein Material-Tipp für Nachahmungstäter; noch wichtiger als die Übersetzung oder die Bereifung, bitte nur mit Scheibenbremse oder abwärts die Bahn nehmen!
  • Cinelli09, 04.08.2019, 21:38 Uhr 04.08.2019, 21:45 Uhr
    Klar wie Kloßbrühe ist damit,daß dies der Startschuß für eine diesjährige diesbezügliche Wahnsinnsaktion von Uwe samt seinem Crosser ist.Da kommt was,ich verwette 10 löchrige Schlauchreifen und 20 rostige Nippel drauf ;-)
    @Uwe : gib mir Bescheid,wenn Du da höchfährst.Ich werde tiefenentspannt leichten Gemütes mit meinem MTB Hardtail,2,4er Nobby Nic und mit 20 zu 36 nebenher rollen und ein Liedchen pfeifen..
  • hivibub, 05.08.2019, 07:09 Uhr
    :) Damit sei Dir diese Tour gewidmet, als Dank für die Inspiration und unterhaltsamen Berichte, die wir jeden Sommer von Dir lesen dürfen. Bin gespannt, was dieses Jahr kommt.


    Die 42er Reifen sind schon mal gut, die Übersetzung ist grenzwertig. Vielleicht wird das durch die breiteren Reifen kompensiert. MTB-Schuhe hatte ich auch.

    Viele Grüße,

    Matthias
  • Uwe, 05.08.2019, 15:33 Uhr auf hivibub
    Naja, einen Bericht hast du ja schon geliefert ;-) Da kann meinerseits höchstens noch ein Kommentar kommen, wenn es mit der Tour klappt.
    Vermutlich muss ich da schon einen Spaziergang machen. Radwandern nennt man so etwas. Bergab sollte es einigermaßen klappen mit den Reifen und den Bremsen (sind ja keine 300 Hm). Ich wollte das Thema noch mit einer anderen Sache in der Nähe verknüpfen, falls ich nicht schon von diesem Ding tot bin.
    Übrigens wird das Thema mit den Bremsen total überbewertet! Mehr als blockieren kannst du mit keiner Bremse, weder mit Scheiben, egal wie groß, noch mit Felgenbremsen. Am Ende hast du mit Felgenbremsen an langen steilen Abfahrten immer einen massiven Vorteil, da sie nicht überhitzen. Wer mit einer Felgenbremse einen Reifen zum Platzen bringt, der hat alles falsch gemacht, was geht oder hat Schlauchreifen auf schlechtem Kleber. Ich habe an meinen Rädern beide Varianten und kenne auch ausgekochte Naben, weil die Scheiben bei langen Steilabfahrten das Fett auskochen lassen.
    Meine Übersetzung ist allerdings grenzwertig, aber da kann ich jetzt im Moment nichts ändern. Letztendlich kommt auch mit der kleinsten Übersetzung an so geringe Geschwindigkeiten, dass das Rad umfällt und der alte Mann wie ein Maikäfer auf dem Rücken liegt. Hoffentlich kommt dann der Günter mit seinem Hardtail und rollt mich wieder auf die Füße, so dass ich wenigstens laufen kann.
    Viele Grüße, Uwe
  • Cinelli09, 05.08.2019, 18:50 Uhr 05.08.2019, 19:16 Uhr auf Uwe
    Uwe,ich werde da tatsächlich heuer mit dem MTB noch hochfahren,das wird aber nur ein Randaspekt sein,denn dann folgt das hier https://www.facebook.com/BRsport/videos/mountainbike-klassiker-goldseetrail-im-vinschgau/1920337241376687/ Allerdings wird letzteres mit meinem eher auf Uphill und "fast but not furious" ausgerichteten S Works Hardtail und nur 100mm Federweg vorne wohl nicht ganz so spaßig.Dafür fahre ich das Stilfser mit dem Rad hoch und nicht wie die Fully-Luschen mit ihren Baggies und behaarten Haxn mit dem Shuttle....
    Wär ein Witz,wenn wir uns mal begegnen sollten .Hab mir zur Wiedererkennung schon mal dieses Bild auf den Vorbau geklebt ;-). Ich meine natürlich nur zwengs Art und Länge des Bartes.....
    https://de.wikipedia.org/wiki/Billy_Gibbons#/media/Datei:Billy_gibbons_finland_2010.jpg

    Günter
  • Uwe, 05.08.2019, 20:22 Uhr 05.08.2019, 20:28 Uhr auf Cinelli09
    Etwas kürzer, aber auch etwas gräulicher.
    Also rechts im Bild, der andere ist ein Kollege.
    http://mein.quaeldich.de/Uwe/bilder/?BildID=241095
  • Cinelli09, 05.08.2019, 21:01 Uhr auf Uwe
    Nun ja,die Assoziation zu dem ZZ Top Kollegen ist doch nicht hergeholt.ZZ Top ist im übrigen meine absolute Lieblingscombo ;-)
  • artie_1970, 06.08.2019, 20:46 Uhr
    Servus Uwe,

    hast du eigentlich mal ausprobiert, wie sich z. B. ein Fast-Slick wie der Schwalbe Marathon Supreme in 42-622 auf Schotter macht? Mein Eindruck ist ja, dass auf Schotter/Fels kein Profil benoetigt wird. Im Schlamm will ich nicht wuehlen, am Strand oder im Schnee auch nicht, und dann habe ich den Vorteil, dass es auf Asphalt gut rollt und kein zweiter Laufradsatz noetig ist. Die Berichte auf

    https://janheine.wordpress.com/2017/01/30/why-we-dont-make-gravel-tires/
    https://janheine.wordpress.com/2019/03/19/ted-king-gravel-racing-on-rene-herse-tires/

    bestaetigen das.

    Ich hatte bei meinen alpinen Schotterorgien bergauf gleichviel Traktion wie die MTBler, die ich unterwegs getroffen habe. Mein Thorn-Randonneur hat uebrigens ab Werk 26/34 als kleinsten Gang (auf 24/34 hatte ich anfangs umgebaut, aber das resultierte in etwas rumpeligen Blattwechseln). Scheibe hinten fuer verstaerktes Schlechtwetterbremsen, Mini-V vorne mit 90 mm, keine Probleme mit TK540 Trekkingfelgen von DT Swiss, die etwas mehr Fleisch und damit Waermekapazitaet haben. Ab Werk eigentlich mit Lenkerendschalthebeln und langen Vs. Schlau bestueckt.

    Zu welchen Spinnereien brauchst du SPD-Pedale? Ich fand bei Steilrampen wie Buitonnaz meine "Badelatschen" (schnell trocknende Amphibienschuhe) sehr viel praktischer als SPDs, und fuer eine mehrtaegige Unternehmung sowieso.

    Lass mich raten, dir schwebt

    https://www.transalp.info/albrecht-route-uina?start=5

    mit Bocchetta di Forcola vor?

    Tschoe!

    Axel

    P. S.: Die Schotter-Mix-Transalp nimmt Gestalt an, mehr bei Gelegenheit im Parallelfaden.
  • Uwe, 06.08.2019, 21:30 Uhr auf artie_1970
    Hallo Axel!
    Bei meinen bisherigen Drecksausflügen mit dem Crosser bin ich immer auch Streckenabschnitte gefahren, wo der Untergrund sogenannten Nullanteil hat. Da ist auch Profil angesagt. Auf reinem Schotter ohne Nullanteil magst du recht haben. Außerdem haben die üblichen Nacktfrösche nur einen sehr mageren Flankenschutz, der schon durch die Form des Reifens bedingt, mit Profil, auch an den Seiten der Lauffläche, vorhanden ist. Ich habe mir auch schon Reifen, gut es waren nur 28er, auf kantigem Material zerschnitten und durfte das Rad dann tragen bis zur nächsten Straße, da ich keinen Ersatz an Bord hatte.
    Der Crosser ist und bleibt für mich aber nur ein Rennrad, welches auch gelegentlich mal eine Schotter / Drecksfahrt machen soll. Daher wird an dem Teil auch nichts umgebaut zum MTB, sondern nur der Radsatz getauscht. Der Rest muss auch für normale lange Straßentouren bleiben. Daher wird auch keine Kurbel auf MTB-Format umgebaut. Als Rennradler tritt man ja normalerweise auch bei 60 km/h und mehr noch mit.
    Es kann auch gut sein, dass ich nach dem Urlaub wieder die Look-Pedale dran schraube.
    Viele Grüße, Uwe
  • artie_1970, 06.08.2019, 21:46 Uhr auf Uwe
    Servus Uwe,

    "Nullanteil", netter Ausdruck. Ich hatte weder mit dem Marathon Supreme noch mit dem Conti Top Contact II auf insgesamt 10000 km irgendeinen Platten (etwa 10 % Schotteranteil, durchaus spitzig).
    Meine 48/11 (dreifach 26-36-48) haette auch Eddy Merckx nicht ausgetreten, daher finde ich die Subkompaktkurbeln ganz attraktiv, man bekommt jetzt sogar 28-44, und mit 44/11 bist du immer noch dicker unterwegs als der Kannibale. Ab 45 km/h lasse ich die Beine baumeln, muss ja die Koerner fuer den Kuehzagl oder alten Kesselberg (um Reizwoerter fuer Guenter zu erwaehnen) aufsparen.

    Du weisst schon, was du tust ...

    Tschoe!

    Axel
  • Uwe, 06.08.2019, 22:04 Uhr auf artie_1970
    Im Original hatte ich 33er Schwalbe X-One drauf. Die sind von einem Platten mal gerade so pannenfrei bis zum nächsten gefahren. Sind aber auch eher Wettkampfreifen ohne jeglichen Pannenschutz. Die habe ich sehr bald runter genommen und nur noch als Noträder im Sortiment. Einen Conti Grand Prix in 28 (klassischer Straßenreifen) habe ich von Zustand neu schlagartig auf Zustand Mülleimer zurück gesetzt, als ich mal ungünstig ein Steinchen mit der Flanke gestreift habe. Auf der Straße liebe ich die Grand Prix, da ich sie getrost auch mal 10000 km auf dem Hinterrad fahre ohne Plattfuß. Vorne sowieso noch länger. Bei guten Stollenreifen sind die Flanken fast schon automatisch geschützt.und die fahre ich auch nicht unnötig auf Straße, obwohl es natürlich auch solche Profile gibt, die auch auf der Straße rollen (Stichwort 1-2-1-Profil).
    Dass ich am Ortlerhaus aber letztendlich ein Stück zu Fuß gehen darf, ist mir schon klar und auch egal. In meinem Alter fahren andere Leute maximal mit dem Auto auf den Stelvio und dann mit dem Lift zum Ortlerhaus. Daher gibt es keinen Menschen, dem ich Rechenschaft über eine Radwanderung abzulegen habe. Ich werde ja hier auf dem Flachland schon blöd angeguckt, dass ich ohne E-Antrieb daher komme. Immerhin waren Sohn Benni und ich damals mal fast die einzigen Radler, die ohne abzusteigen zur Alp Astras gefahren sind. Und das mit 23er Dackelschneidern auf dem Rennrad und auch mit "normaler" Rennradübersetzung. Die MTB-Horden fielen an der kurzen ca. 15%-Rampe um wie die Fliegen und Benni fuhr mit 30-25 mitten durch und grüßte nur höflich.
    Viele Grüße, Uwe
Einloggen, um zu kommentieren