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Stilfser Joch: Stelvio Bike Day 2019

  • Uwe, 01.09.2019, 20:28 Uhr 01.09.2019, 20:32 Uhr
    ...ich war dabei...
    Laut einem Pressebericht waren gestern außer mir noch 11654 andere Radler auf dem Joch. Da ich bisher nie am Radtag teilgenommen habe, musste ich mir diesen Gag doch gestern bei herrlichem Wetter einmal gönnen. Wirklich genießen kann man den Pass natürlich so nicht, das war mir klar. Aber dass es trotzdem ein Erlebnis der anderen Art würde, hatte ich schon vermutet. Gestartet bin ich bei Laatsch, damit ich den Warmroller bis Prad mitnehmen konnte. Schon auf dieser Flachstrecke waren reichlich andere Radler unterwegs. Von Prad bis Trafoi war die Straße komplett voll mit Radlern, aber da die Verkehrssperrung erst ab Trafoi besteht, war es nicht ganz ungefährlich, weil immer mal einzelne ungeduldige Autofahrer durch kamen. Auf dem Rest des Anstiegs war ständig Konzentration angesagt, dass man nicht andere Radler umschubst. Auf der Passhöhe ging dann gar nichts mehr. Alle Mann vom Rad und langsam schiebend und schubsend bis zur anderen Seite. Beim Blick von der Passhöhe runter zur Franzenshöhe (Kehre 22) sah die Straße aus wie eine Ameisenstraße, einfach komplett voller Radler. Abfahrt über Umbrail ins Münstertal mit vielen total unbeholfenen Abfahrern, die mit ihren E-Bikes vielleicht zum ersten Mal einen Hügel runter fuhren... Bei Sta. MAria noch einen kleinen Abstecher auf einer komplett einsamen Straße gegenüber des Umbrail als Erholung und dann zurück nach Laatsch.
    An so einem Tag muss man sich keine Heldentaten vornehmen. Da genügt eben diese sogenannte "Kleine Stelvio-Runde".
    Einige Radler fuhren diese Strecke in umgekehrter Richtung, was erstens saugefährlich ist und zweitens auch eine Zumutung für alle anderen Leute ist. Es ist natürlich nicht verboten, aber es ist sinnlos und dumm. Aktionen wie Stelvio doppio oder triplo sollte man niemals bei einer solchen Veranstaltung durchführen.
    Viele Grüße, Uwe

    Übrigens habe ich auch wahre Helden gesehen: Handbiker ohne E-Hilfe, einen Rennradler mit nur einem Bein, einen Rennradler mit nur einem Arm (man tritt nicht mit dem Arm, aber man möge es einmal versuchen, lange Strecke rauf zu fahren mit nur einer Hand), den Typ mit der Graziella und den Badelatschen und noch andere ohne E-Antrieb
  • Bergziegenmutant, 01.09.2019, 21:07 Uhr 01.09.2019, 21:25 Uhr
    Tach Uwe,
    ich war auch beim Stilfser Joch Radtag. Wie konnten wir uns nur verpassen? War doch sonst kaum einer da!

    Ich war mit meiner Frau zusammen extra zu diesem Tag am Freitag schon angereist - kamen mit Zug und Bus bis Nauders und sind dann traumhaft schön auf dem Radweg am Reschensee und Haldensee vorbei und runter bis Glurns geradelt. Dort 2 Nächte logiert. Sonntag wieder nach Hause.
    Den Radtag haben wir mit Start in Glurns um 08 Uhr begonnen und sind dann ab Prad in dieser unglaublichen Radschlange zum Stelvio hochpedaliert. Ich auf Rennrad, meine Frau mit Pedelec. Es war trotz Massen an Fahrräder ein unglaublich tolles Erlebniss und lief auch sehr gut und flott. Klar musste man konzentriert sein, aber lieber bin ich dies in einem Radpulk als zwischen den Auto- Motorrad-LKW und Caravanhorden.
    Das radeln in diesem Pulk aus allen möglichen Fahrradformen (und auch die von dir beschriebenen Helden und Langläufer, Einräder, Bergläufer, Handbiker, Liegeräder, Lastenräder ...) hat mich eher motiviert wie abgeschreckt.
    War für uns eine saugeile Veranstaltung. Über 11.000 Fahrräder erobern den Berg - Hammer!

    Die Runde Glurns - Prad - Stilfser Joch - Umbrail - Müstair - Glurns fanden wir super.

    Grüsse, Jürgen

    P.S. Der Stelvio fehlte mir bisher noch in meiner recht umfangreichen Pässesammlung - ist schon ein ganz besonders Schöner. Trägt den Titel "Königin der Alpenpässe" wohl zurecht (trotz Rummelplatz da oben auf dem Pass, aber das ist ein anderes Thema).
  • Uwe, 01.09.2019, 21:56 Uhr 01.09.2019, 21:58 Uhr auf Bergziegenmutant
    Hallo Jürgen!
    Du hättest mir wirklich noch gefehlt ;-) Das wäre eine Gaudi geworden, dich zu treffen. Bin ca. 8:40 Uhr durch Prad gekommen und dann rauf. Unterwegs diverse kurze Pausen, beim Weißen Knott auch mal von der Straße runter auf den dortigen Parkplatz, gegen 12:30 Uhr oben angekommen und ca. 13:00 Uhr Abfahrt einigermaßen flott runter ins Münstertal. Ich hatte die bleuen Bergfahrer-Klamotten von QD an, die du vermutlich auch schon lange im Bestand hast. Bergab mit einer leuchtend orange farbigen Jacke drüber. Hatte die lautesten Bremsen des ganzen Radtags. Ich habe außer einem Pärchen mit Tandem keine Leute in QD-Zeug gesehen. Sonst hätte ich ja mal das Maul aufgemacht. Wobei die ganz aktuellen Trikots ja sehr unauffällig sind und kaum als QD erkennbar sind. Deshalb hatte ich schon extra das ältere Zeug angezogen.
    Schade drum, aber vorbei ist vorbei.
    Viele Grüße aus Pfunds, Uwe
  • drossi, 03.09.2019, 07:52 Uhr
    Hallo ihr zwei
    Ich war auch da, von Prad aus um 7.30 losgefahren. Da hielt sich der Radler-Verkehr noch in Grenzen. Ich kann einfach nur sagen, dass es für mich ein grossartiges Erlebnis war. Aus dem morgendlichen, schattigen Tal hinaus in die von der Sonne beschienenen, legendären Kehren reinzufahren, war für mich etwas vom schönsten, was ich als Radler erlebt habe.
    Da muss ich nächstes Jahr unbedingt wieder hin!
    PS: Das war meine erste Bafahrung des Stelvio.
  • Uwe, 03.09.2019, 08:06 Uhr auf drossi
    Hallo!
    Morgens vor dem Rummel ist schon besonders schön. Ich war ja zu ersten Mal bei diesem Event vor Ort, kenne aber ansonsten den Stelvio von anderen Befahrungen. An normalen Wochentagen muss man schon morgens drüber, wenn man nicht über den eigenen Haufen gefahren werden möchte. Bin selbst aber auch schon vormittags von Prad rauf gekommen, weil ich vorher schon bei Dunkelheit über den Umbrail aufgefahren und nach Prad abgefahren war ;-) Wenn man morgens um 7 Uhr als erster Besucher auf dem Pass steht, hat es etwas besonders schönes...
    Jedenfalls ist der Bike Day eine gute Gelegenheit für eine Erstbefahrung. Und so etwas muss man schon von Prad aus machen und nicht entgegen der vorgeschlagenen Fahrtrichtung wie manche andere Leute.
    Viele Grüße aus Tirol, Uwe
  • Udo B., 08.09.2019, 10:50 Uhr
    Hallo ihr 3,
    ich war auch da.
    Von Mals aus nach Prad und um 7.20 h von dort los. Je später desto mehr Rummel.
    Ein wunderbares Wetter mit begeisterten FahrradfahrerInnen... ein unglaublich schöner Tag.
    Bemerkenswert fand ich auch das Ehepaar (er mit gelben Satteltaschen und gelbem Sack auf dem Gepäckträger), die eine solche Streck zum ersten Mal fahren und sonst eher Flussradwege.
    Und natürlich die grandiose Abfahrt ins Münstertal...
    Vor ca. 12 Jahren war ich schon einmal bei dem Event, da war viel weniger los. Neben dem Fahhrad-Boom liegt es vielleicht auch an den geschätzten 25% E-Bikes.
    Was den Rummel und die Optik auf dem Joch selbst anbelangt, so blende ich das aus und es stört mich nicht.
    Nächstes Jahr gerne wieder.
    Frage: Welche Pässe sind denn optisch schön und unverbaut?
  • Möstimoto, 09.09.2019, 22:42 Uhr
    Also ich hab das Ganze vor zwei Jahren von Bormio aus gemacht und fand es insgesamt ein Erlebnis. Und dass man da kein Doppio machen kann kann nicht bestätigen. Zuerst von Bormio hoch und dann über den Umbrail nach Prad. Da wir lange Mittagspause gemacht hatten war die Abfahrt nach Bprmio runter kein Ding bzw. ist in der Auffahrt sowieso etwas weniger los als von Prad aus. Wenn man ein Tripio machen will muss man halt einiges vor oder nach der Sperrung erledigen. Lang genug hell ist es ja noch ;-)
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