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Ätna (1906 m) Rifugio Giovanni Sapienza

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Auffahrten

Von Wiegand Thomas – Von Nicolosi aus fährt man leicht bergan in Richtung Campingplatz um den Monte Rossi herum, einem Nebenkrater des Ätna. Dessen Ausbruch zerstörte einmal fast den Ort Catania.
Von hier hat man noch eine recht gute Aussicht auf die kommenden Serpentinen, Kurven und Geraden, in denen man sich später verliert. Unzählige kleine Vulkankuppen liegen verstreut in der Landschaft, und anfangs geht die recht enge Straße um einige Berghöfe herum hinauf. In deren Umgebung befinden sich viele Obstgärten.
Plötzlich weitet sich die Straße wieder, und auf den Lavafeldern des großen Ausbruchs von 1992 geht es sanft in oft langen Schwüngen weiter hinauf. Das Ziel, die Bergstation mit Parkplatz, sieht man erst spät und genießt im oberen Drittel immer wieder den völlig freien Blick in Richtung Osten hinunter nach Catania.

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Schnellste Zeit
01:17:48 | 07.04.2012
Panorama Pete
Mittlere Zeit
01:43:00 | 24.04.2010
finn53
Dolce Vita
02:00:00 | 10.04.1998
Wiegand Thomas
Von Wiegand Thomas – Diese Auffahrt startet nördlich von Nikolosi an zwei möglichen Stellen, ist aber weniger gut beschildert als die Südwestanfahrt. Entweder nimmt man die Via San Nicola, die in Richtung Norden aus der Stadt heraus führt, oder aber man fährt zunächst auf der Südwestanfahrt aus Nicolosi heraus und quert dann bei einem Abzweig nach etwa 3 km östlich zur Verlängerung der Via San Nicola herüber. Die Route führt oberhalb von Zafferana weiter östlich hinauf. Im unteren Bereich sind noch Teile der ursprünglichen älteren Straße erhalten, die deutlich kurvenreicher war. Verschiedene Parkbuchten wurden an lohnenden Aussichtsstellen geschaffen, und sehr bald fährt man durch inzwischen erkaltete Lavafelder, in denen sich hier und da ein wenig Grün und Gestüpp zeigt.
Weiter oben, inmitten frischerer Lavafelder, ist die Straße neueren Datums und führt eher in langen, sanften Kurven hinauf. Hinter der Zufahrt von Zafferana zieht die Straße westwärts und erreicht nach Umgehung eines Seitenvulkans die Bergstation.

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Dolce Vita
Von lordhenchen – Aus welcher Richtung man auch immer kommen mag – den Gipfel des Ätna wird man, gute Sicht vorausgesetzt, schon seit zig Kilometern vor Augen gehabt haben. Am Startpunkt dieser Auffahrt sind auch bereits die ersten Höhenmeter – allerdings wellig und wenig steil – absolviert, so dass für den „echten“ Anstieg zum Rifugio Sapienza noch gut 1100 Hm anstehen.

Die schon mit etwas Lavastaub dekorierte Landstraße SP120 führt uns durch die Siedlung Segreta mit gemäßigter Steigung hinauf, bis nach etwa 4 km und 240 Hm die Straßen von Ragalna und Nicolosi einmünden (siehe auch Südwestanfahrt von Nicolosi). Von dort an ändert sich die Aussicht – bis auf touristische Gebäude und unser Ziel Rifugio Sapienza in der Ferne blicken wir vor allem auf Lavafelder, die zunächst noch mit Sträuchern und Bäumen bewachsen sind, dann immer karger werden. Die zunächst eher gerade, durchweg gut asphaltierte Auffahrt erreicht nach knapp 6 km eine Serpentinenfolge, deren Schleifen nach 9 km (auf etwa 1400 m Höhe) wieder weiter werden – immer mit zwischen 5 und 10 % schwankender Steigung.
Mit steigender Höhe immer beeindruckender wird der Blick nach Südosten über Catania auf das Mittelmeer, aber auch ein Blick zum Gipfel wird ab und zu mit einer frischen Staubwolke über dem Krater belohnt. Auch der letzte Teil des Anstiegs durch die mondähnliche Landschaft mutet dem Radler keine Steigung jenseits der 10 % zu. Wind und Sonne auf der schattenlosen Straße leeren aber die letzten Wasservorräte – glücklich, wer sich am Beginn der Steigung noch reichlich eingedeckt hatte. Bei unserer Befahrung am 1. Mai lagen die Temperaturen zwischen 30 (Segreta) und 20°C (Rifugio)!
Angekommen auf gut 1900 m Höhe findet man sich in Heerscharen von Bus- Motorrad- und Autotouristen wieder, ein lebhafter Gaststätten- und Souvenirbetrieb kontrastiert eindrucksvoll mit der wilden, abweisenden Landschaft der Lavafelder. Auf der Abfahrt sei besondere Vorsicht mit dem rutschigen Lavastaub geboten – dieser kann auch ganz plötzlich einige Meter in voller Straßenbreite mehrere Zentimeter tief liegen; bei erheblichen Mengen ist sogar eine Straßensperrung für Zweiräder vorgesehen.

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Schnellste Zeit
01:39:10 | 01.05.2013
lordhenchen
Mittlere Zeit
Dolce Vita
01:50:21 | 03.09.2014
Bergfietser
Von Cinz – Die Ostauffahrt zum Rifugio Giovanni Sapienza beginnt am südlichen Ortsende von Zafferana Etnea, einem Städtchen am Südwestfuß des Ätnas. An einem kleinen Kreisel verzweigen sich die Straßen in Richtung Milo und Linguaglossa (angeschrieben mit Etna Nord) und die SP 92 (angeschrieben mit Etna Sud), die von dort aus via Kulminationspunkt bei den Sesselliften von Rifugio Giovanni Sapienza wieder hinunter nach Nicolosi führt.
Bereits am Ortsausgang von Zafferana Etnea tauchen erste Lavabrocken am Straßenrand auf. Sie stellen die letzten Ausläufer der großen Lavaeruptionen der Jahre 1792/93 dar, die damals Weiden und Äcker oberhalb des Dorfes komplett zerstörten. Zafferana gehört wie alle Dörfer rund um den Ätna zur Kampfzone, wo sich der Berg, die Vegetation und der Mensch seit Jahrhunderten einen Kampf liefern. Der letzte Lavastrom, der Zafferana bedrohte, stoppte anfangs 1992 erst knapp oberhalb des nördlichen Dorfrandes.
Die Straße steigt, den Lavastrom von 1792/93 immer wieder überquerend, von unten bis oben ziemlich gleichmäßig mit 6 bis 8 % an und gewinnt rasch an Höhe. Auf den verwitterten Lavazungen haben nach gut 200 Jahren erst Gräser, Blumen (im Frühjahr wunderschön blühend) und ein paar Büsche Wurzeln schlagen können, seitlich davon fährt man durch Eichen- und Kastanienwälder. Ein Blick zurück lohnt sich immer wieder: Gegen Nordwesten sind der Hügel von Taormina und die Bucht von Giardini Naxos zu sehen, gegen Süden geht die Aussicht über die Stadt Catania und die Küste in Richtung Siracusa.
Ab gut 1000 m Höhe schlängelt sich die Straße in weiten Serpentinen auf dem rechten Rand des Lavafeldes. Rechts davon zieht sich ein bewaldeter Hügelzug in die Höhe, dahinter sind immer wieder südliche Seitenkrater des Ätnas zu sehen. Die Lavazunge hat oberhalb von 1200 m Höhe eine Breite von mehr als einem Kilometer, die Vegetation darauf wird zusehends spärlicher.
Ein Kilometer vor dem Kulminationspunkt erreicht man die Abzweigung, wo die Südostauffahrt ab Nicolosi auf die SP 92 trifft. Ab dieser Stelle wechselt die Szenerie komplett: Die Farbe der Lava wechselt von schwarz auf purpurrot und erst ein paar kleine Grasbüschel konnten sich lebende Inseln auf den zerstörerischen Auswürfen des Ätnas erkämpfen.
Letzter Szenenwechsel dann auf dem Parkplatz des Rifugio Giovanni Sapienza: Dutzende von Bussen, PKW, Motorrädern und Hunderte von Passagieren in bunter Bekleidung sowie die dazugehörige Lärmkulisse. Schade eigentlich, wo man doch gerade eben noch das Gefühl hatte, auf dem Mond angelangt zu sein.
3 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
01:10:00 | 19.04.2014
Mika972
Mittlere Zeit
Dolce Vita
01:49:22 | 22.04.2016
Bergbert
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