Alto de Lamas (782 m)

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Alto de Lamas (782 m)
Calcedónia

Peneda-Gerês, Braga.
Ostanfahrt: Weite Kehren.
Mit der Namenswahl für diesen Pass bewegen wir uns auf brüchigem Eis. Es könnte durchaus sein, dass dieser Übergang ganz anders heißt. Aber ein Name war trotz intensiver Recherche nicht aufzuspüren, weswegen wir einen aus der Taufe heben mussten.

Frage: Warum haben wir uns für „Alto de Lamas“ entschieden?
Antwort: Weil es in der Nähe der Passhöhe eine Quelle namens Fonte de Lamas gibt.
Frage: Wo liegt der Pass überhaupt?
Antwort: Sein Kulminationspunkt liegt auf einer Hochfläche in der westlichen Serra do Gerês zwischen dem Kurort Caldas do Gerês und dem Dorf Campo do Gerês.
Frage: Wie bitte?
Antwort: Grob gesagt, der Pass liegt im Norden Portugals, nicht weit weg von der Grenze mit Spanien, im Parque Nacional da Peneda-Gerês.

Plaudern wir etwas ausführlicher über den Übergang. Die oben erwähnte Hochfläche ist eine für den Nationalpark typische Landschaft aus bizarren Granitfelsen, kargen Weiden, einzelnen Nadelbäumen und kahlen Bergkuppen ringsherum. Leider wütete im Park im August 2010 ein Buschfeuer, so dass viele Kiefern nur noch als Baumleichen herumstehen.
Von der Straße über die Hochfläche aus kann man auf Wanderwegen (trilhos auf Portugiesisch) viele Aussichtspunkte erreichen, z.B. Junceda, Boneca oder Calcedónia. Junceda und Calcedónia liegen auf Berggipfeln, oder besser gesagt, die Aussichtspunkte sind nach den Bergen benannt. Der Calcedónia, ein Granitbrocken mit mehreren Gipfeln, ist das beliebteste Wanderziel um die Hochfläche herum. Und zwar nicht nur wegen der Aussicht, sondern auch wegen der bizarren Steinformationen entlang des trilho und wegen der Ruinen einer uralten Burganlage, die keiner-weiß-wer auf den Berg gebaut hat. Weil sich der Calcedónia direkt westlich der Passhöhe erhebt, führen wir ihn mal als Zweitnamen des Passes auf, sicher ist sicher.
Die Straße über die Hochfläche Lamas ist gerade im oberen Teil der Ostanfahrt ähnlich aussichtsreich wie ein beliebiger miradouro der Umgegend. Der Straßenbelag ist streckenweise sehr rau, aber machbar für Rennräder. Im Grunde genommen kann man über den Alto de Lamas in einer kurzen Runde fahren, denn der Ausgangspunkt der Südwestanfahrt, Rio Caldo an der Albufeira da Caniçada, ist über eine Brücke mit der Straße nach Vila do Gerês, wo die Ostanfahrt beginnt, verbunden. Dementsprechend lässt sich der Übergang natürlich mit der Portela de Leonte kombinieren. Ebenfalls kann man von Campo do Gerês aus auf einer asphaltierten Nebenstraße durch die Serra Amarela über die Weiler Brufe, Germil und Entre-Ambos-os-Rios ins Tal des Rio Lima fahren und somit den Nordteil des Nationalparks erreichen. Erwähnt sei, dass diese Straße über einen Hochpunkt führt, den wir in Ermangelung eines offiziellen Namens Alto do Germil nennen wollen.
Noch ein letzter Hinweis für die wallfahrenden Pedalritter: Auf der Anfahrt von Rio Caldo her kommt man an dem Santuário de São Bento da Porta Aberta vorbei, der zweitbekanntesten Kirche des Nationalparks nach dem Santuário de Nossa Senhora da Peneda in der Serra da Peneda.
Für die Beschreibung danken wir AP Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Ostanfahrt von Vila do Gerês9,5 km520 HmSchön: 4 SterneHart: 2 Sterne
Südwestanfahrt von Rio Caldo15,2 km680 HmSchönheit nicht bewertetHärte nicht bewertet

Ostanfahrt von Vila do Gerês  9,5 km / 520 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Ostanfahrt von Vila do Gerês
Impresionante, mais houve incêndios florestais....
Ebenso wie die Südanfahrt zur Portela de Leonte könnte man auch bei dieser Anfahrt den Startpunkt in Vilar de Veiga an der Albufeira da Caniçada setzen. Das machen wir aber nicht. Der Weg zum Alto de Lamas zweigt in Vila do Gerês von der Hauptstraße durch das Tal des Rio Gerês ab, und demzufolge beginnt die Auffahrt an der Kreuzung. Beziehungsweise ein wenig unterhalb der Kreuzung auf Höhe eines Hotels. Die Kreuzung ist nichts anderes als der erste Verkehrskreisel, den man nach Passieren des Ortsschilds von Vila do Gerês erreicht. Kommt man von der Ortsmitte, also von Caldas do Gerês her, ist es wiederum der zweite Kreisel hinter derselben. Vom Kreisel aus fällt die Straße ein wenig ab, und erst nachdem man den Rio Gerês auf einer kleinen Brücke überfahren hat, geht es bergauf.
Das war jetzt ein zäher Einstieg, darum fassen wir uns mit dem Rest kürzer. Die Straße steigt westlich von Caldas do Gerês am Berghang entlang an, ist also so etwas wie die Umgehungstraße des Ortes. Nach ungefähr zwei Kilometern auf der breit ausgebauten Straße kommt man an eine Kreuzung, an der nach links Campo do Gerês ausgeschildert ist. Dort beginnt die Straße über die Hochfläche, die viel enger und mit einer raueren Asphaltdecke ausgestattet ist als die Straße durch das Tal.
Auf den nächsten Kilometern zieht sich die Straße mit unregelmäßiger Steigung am steilen, ziemlich dicht bewaldeten Hang hinauf, tendenziell in Richtung Süden. Obwohl die Straße für dichteren Autoverkehr alles andere als geeignet ist, benutzt man sie dennoch als Zufahrt zum lokalen Fußballplatz, der unterhalb von ihr an den Berg gequetscht wurde. Wer weiß, wie beliebt futebol in Portugal ist, der kann sich vorstellen, dass wohl ein mittleres Chaos ausbricht, wenn dort lokale Mannschaften gegeneinander spielen. Vielleicht wird der Platz aber auch nicht mehr genutzt.
Um Kilometer Fünf herum kommt man am Miradouro da Fraga Negra vorbei. Hinter dem Aussichtspunkt wird es spannend. Die Straße führt flach aus dem Wald heraus und schwingt sich dann über spektakulär an den Berg gebettete Kehren auf die Hochfläche hinauf. Diese etwas mehr als zwei Kilometer lange Kurvenstrecke bietet eine grandiose Sicht über die Berge auf der anderen Seite des Tals des Rio Gerês, ins Tal hinein und zu dem Bergkessel hin, der die Albufeira da Caniçada umgibt. Grüne Bergwälder, blaue Wasser und graue Granitklötze, das macht die Landschaft aus. Schade, dass um diesen Teil der Auffahrt herum 2010 die Feuer tobten; die Gegend ist übersät mit schwarzen Kiefernstümpfen, was sich bis zur Abfahrt von der Hochfläche auf der anderen Seite nicht mehr ändert.
Ist man auf der Hochfläche angekommen, so fällt die Straße leicht ab und zieht sich noch einen halben Kilometer an den Felskuppen der Hochfläche entlang. Die Passhöhe, um die herum zum Glück noch einige Bäume von den Bränden verschont wurden, ist als solche nicht gekennzeichnet. Wie man auf dem Foto sieht, steht eine große Kiefer nebendran, vielleicht hilft der Hinweis bei der Suche...
Für die Beschreibung danken wir AP Mail an Absender

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Südwestanfahrt von Rio Caldo  15,2 km / 680 Hm Schönheit nicht bewertet Härte nicht bewertet

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südwestanfahrt von Rio Caldo
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