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Arinsal (1905 m)

Sieht ganz nett aus.

Auffahrten

Von AP – Wie schon oben angedeutet, liegt der Ausgangspunkt der Auffahrt in Andorra la Vella, genauer: an dem Verkehrskreisel oberhalb der Caldea. In der Allgemeinbeschreibung Andorras sind unter der Überschrift „Der Horror” die ersten Kilometer geschildert. Bitte aber nicht von der plakativen Überschrift abschrecken lassen, nichts weckt das Interesse der Leser so sehr wie marktschreierisches Getöse.
Von La Massana bis Erts ist der Weg noch derselbe, der einen zum Port de Cabús bringt, sprich es geht flach durch La Massana und danach allmählich ansteigend am Riu d’Arinsal entlang nach Nordwesten. Nach ungefähr 7 km ab der Caldea gelangt man an einen Verkehrskreisel in Erts, in dem es links weg nach Pal geht. Dort fährt man geradeaus auf Arinsal zu. Im folgenden steigt die Straße spürbar an. Zwischen beiden Dörfern stehen immer wieder Häuser am Wegrand, so dass eine klare Trennung beider nicht gegeben ist. Auch durch Arinsal hindurch geht es schnurstracks weiter, wobei die Steigung auch mal über der 10 %-Schwelle liegt.
Das obere Ende von Arinsal ist dann nahe, wenn man vor sich eine riesige Investitionsruine sieht. Hinter der Ruine knickt die Straße scharf nach links und führt an der Talstation der Seilbahn vorbei hoch zur Skistation. Diese Seilbahn scheint im Sommer entweder nicht oder nicht an jedem Tag in Betrieb zu sein. Kurz dahinter kommt man in den Genuss, Arinsals grandiose Bausünde auch von oben anschauen zu dürfen. Dann ist aber endlich Schluß mit Arinsal.
Auf den letzten etwa 5 km darf man sich auf Bergradeln in seiner feinsten Form freuen. Die Straße schlängelt sich wunderschön an einem Berghang hinauf. Ausblicke auf die Bergwelt und das Tal von Arinsal bieten sich praktisch auf jedem Meter. Wärmeresistent sollte man aber schon sein; gerade hinter Arinsal hing bei Besuch des Autors die Hitze schwer zwischen Straße und Felsen. Auch ist der Steigungsdurchschnitt pro Kilometer mit 8 bis 10 % nicht von schlechten Eltern. Aber die Fahrt hinauf ist so traumhaft, dass solche Kleinigkeiten keine Rolle spielen.
In einer schattigen Serpentine, neben der ein Bach den Hang hinabrauscht, jault und kläfft plötzlich eine Hundemeute in einem Verschlag unter Bäumen. Verdacht des Autors: dort lässt einer seine Schlittenhunde übersommern. Arme Tiere, die wollen sich wahrscheinlich bewegen und können nicht. Da geht es dem Radler anders, der darf Serpentine an Serpentine reihen.
Auf dem dreizehnten Kilometer kann man auf einem kurzen Flachstück durchschnaufen und das nahe Ende der Auffahrt bedauern, denn hinter der anschließenden Traverse, die einen Berghang quert und mit einem Aussichtspunkt endet, steht auch schon die Skistation. Wappentier der Anlage scheint ein großes Plastikeichhörnchen zu sein.

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