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Passo del Ballino (755 m)

ENDLICH! Der letzte Pass. Von da an ging es nur noch bergab!

Auffahrten

Von urmel77 – Im belebten Ponte Arche ist es etwas schwierig, sich im Wust von kleinen Dörfchen auf der Landkarte zurechtzufinden. Wer aber von hier aus über den Passo del Ballino zum Gardasee gelangen möchte, kann sich auch an der Nummer dieser Straße (SS241) orientieren. Als wir den Pass gefahren sind, waren außerdem genügend ortskundige Radler unterwegs, denen wir unauffällig folgen konnten. Darüber hinaus ist der Autorin auch ein Schild aufgefallen, das wohl extra für Radler aufgestellt wurde, die den See auf dieser Nebenstraße erreichen möchten. Man findet sich also zurecht, auch wenn die Autorin jetzt nicht genau beschreiben kann, wo genau sich der Abzweig befindet...
Nun aber zum Pass selbst. Ein typischer Vertreter seiner Art ist er jedenfalls nicht. Auf den ganzen 10 km finden sich nur wenige Kehren. Den Rest der maximal 8 % steilen, aber zumeist viel flacherern Strecke fährt man durch Felder und Dörfchen, dazwischen eine Handvoll Kapellen oder Brunnen. Schatten ist auf der ganzen Strecke eher Mangelware, dafür ist die Umgebung abwechslungsreich, idyllisch und ländlich, und so hat man immer viel zu sehen. Die angegebenen Steigungsprozente sollten für niemanden ein Problem sein, und so ist der Pass für die meisten wohl nur der letzte einer Alpenüberquerung vor dem großen Ziel Lago di Garda.
Nachdem man also Ponte Arche in südlicher Richtung verlassen hat, kommt man über zwei hübsche Kehren und eine schöne Allee nach Lomaso. Einige Zeit danach kommt in einer starken Linkskurve eine besonders nette Kapelle mit Brunnen und Rastplatz. Diese Stelle bietet sich an heißen Tagen zur Abkühlung an. Über die noch zurück zu legende Strecke kann man sich an den immer wieder auftauchenden Schildern am Straßenrand informieren. Die weiterhin recht flache Bergauffahrt wird noch einmal durch eine Zwischenabfahrt unterbrochen. Auch im Weiteren ist der Straßenverlauf kurvig aber eher lang gezogen. An der Passhöhe selbst, die ein bisschen im Wald liegt, befindet sich ein Schotterparkplatz, wieder ein Brunnen und das Passschild mit Höhenangabe.
Wer nun zum Gardasee abfährt, kann sich auf 15 km Gefällestrecke freuen. Zuerst noch recht einsam, am Lago di Tenno vorbei und mit abnehmenden Höhenmetern gleichfalls mit zunehmendem Trubel. Aber auf den kann man sich von hier oben jedoch ganz gut einstellen, weil man ihn buchstäblich kommen sieht. Möglichkeiten gibt es genug. Die Italiener haben zwar wohlweislich die Leitplanken als Sichtblocker ausgebaut, weil sich sonst wahrscheinlich jeden zweiten Tag so ein Hans-guck-in-die-Luft aus Versehen zu Tode stürzen würde, aber es gibt einige Parkbuchten, an denen man Anhalten und den Blick auf den See genießen kann.

86 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:21:45 | 02.07.2011
Waldo_Feraldo
Mittlere Zeit
00:27:00 | 02.07.2011
velolama
Dolce Vita
00:34:44 | 22.08.1998
Bussi
Von Mathias_Trebgast – Die Südanfahrt zum Passo del Ballino nimmt ihren Anfang in Riva del Garda, dieser reizenden (insbesondere die Altstadt), aber vor allem im Sommer hoffnungslos überlaufenen Stadt am Nordufer des Gardasees.
Hat man sich erst einmal durch das Verkehrschaos der Innenstadt gequält, stehen einem zwei Möglichkeiten der Befahrung offen, die sich dann am Tennosee treffen. Beide sind nicht sonderlich schwer (Durchschnittssteigung exakt 5 %), so dass man diese Tour problemlos an einem Ruhetag zwischen schwierigeren Etappen (z.B. San Giovanni) fahren kann.
Der schönere, aber auch verkehrsreichere der beiden Anstiege beginnt beim Wasserfall von Varone. Bis dorthin muss man nur der Beschilderung Tenno/Ponte Arche folgen. In zahlreichen Kehren windet sich die Straße nun erst durch die Dörfer Gavazzo und Cologna, um dann nach 6 Kilometern – umrahmt von Wein- und Olivenanpflanzungen – das Städtchen Tenno zu erreichen. Da sich die Anstrengung in Grenzen hält, kann man immer wieder den tollen Ausblick hinab zum Gardasee genießen.
Nach weiteren fünf Kehren wird das Dorf Villa del Monte passiert. Hier zweigt eine Straße zum Künstlerdorf Canale ab. Die bislang ohnehin nicht furchterregenden Steigungsprozente gehen nun noch weiter zurück, und auf fast flacher Straße wird der Tennosee erreicht, dessen türkisblaues Wasser nicht nur Badefreunde anzieht. Hier mündet auch die Straße über Pranzo (uriges Dorf) ein, welche die Alternativroute darstellt. Eine Rast lohnt am Tennosee allemal; dies sollte dann aber auf dem Rückweg geschehen, denn besonders anstrengend war dieser Anstieg bisher ja nicht.
Auch die restlichen 5 km bis zur Passhöhe verlaufen eher unspektakulär. Serpentinen folgen keine mehr, einmal geht es sogar leicht bergab, und bis auf ein einen Kilometer langes gerades Stück vor dem Dorf Ballino fehlen auch bemerkenswerte Steigungen völlig. So taucht das Passschild dann auch unvermittelt auf und man ist – nach einer mehr oder weniger entspannten Fahrt – oben.
Wer gerne Serpentinenstrecken fährt, dabei aber steile Rampen oder lange Anfahrten fürchtet, ist mit dem Passo Ballino und speziell den beiden Straßen bis zum Tennosee bestens bedient. Auch der weniger trainierte Hobbyfahrer sollte mit diesem Anstieg keine Probleme haben.

65 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:41:00 | 13.06.2014
proxomat
Mittlere Zeit
00:55:26 | 01.06.2014
HefeHell
Dolce Vita
01:15:46 | 22.07.2009
kolli
Von Mathias_Trebgast – Diese Alternativroute erreicht man in Riva, wenn man in Richtung Limone fährt und kurz vor dem Tunnel links abbiegt (Pranzo ist ausgeschildert). In vielen Kehren zieht sich die Straße unmittelbar am Fuße einer Felswand den Hang hinauf. Am Lago di Tenno biegt sie auf die Hauptstraße zum Ballino ein. Auch sie ist nicht sonderlich steil und bietet sich – wegen des geringen Verkehrsaufkommens und der weit angelegten Kehren – vor allem zur Abfahrt an.

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