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Pasul Bâlea (2042 m) Transfăgărăşan

Blick vom Aussichtspunkt an der Nordseite des Scheiteltunnels auf die Nordanfahrt

Auffahrten

Von sibiu_trisor – In Cârţişoara ist der Hund begraben, aber im Süden steht das Făgărăş wie eine himmelhohe Mauer. Schräg links ist der Moldoveanu, der höchste Berg in Rumänien. Er ist aber nur schwer zu erkennen, weil die Gipfel alle gleich aussehen. Nur Einheimische finden ihn zwischen den anderen Bergspitzen heraus.
Die Straße läuft schnurgerade nach Süden, Bäume nebendran, Felder und Wiesen links und rechts. Die Bauern arbeiten mit alten Traktoren wie aus dem Museum, manche auch mit Pferdekarren. Die Berge kommen näher, und ein Fluß wird überquert (Laiţa). Erste mit Wald bedeckte Hügel kommen hier in Sicht, und Leute machen Picknick auf den Wiesen.
Sechs Kilometer hinter Cârţişoara fängt das Tal des Bâlea an. Der Bach rauscht rechts, links ist der Wald. Eine erste Serpentine kommt, dahinter zieht die Straße im Wald hinauf. Viele Kurven im Wald sind zurückzulegen, und die Straße wird steiler. Komischerweise verläuft die Straße abseits der Bâlea-Schlucht in den Ausläufern der Făgărăş, anstatt dem Bach zu folgen. Dieser Abschnitt ist nicht so interessant. Der Wald ist ziemlich dicht. Man meint fast, in ihm die Wölfe heulen zu hören.
Ab Kilometer 16 kommt eine lange Gerade am Berghang, jetzt wieder mit dem Bâlea unterhalb der Straße. Bergbäche rauschen die Hänge hinunter. Hin und wieder auch erste Galerien. In der nächsten Serpentine (ca. 1240 m) nach über 18 km stehen ein Hotel und ein paar Buden. Was ist hier los? Von hier aus kann man zum Bâlea-Wasserfall laufen! Man sieht ihn aber auch von der Straße aus.
Danach wird es spannend. Die Bäume, fast nur noch Fichten, werden immer niedriger. Nach über 20 km Fahrt dreht die Straße in einer Serpentine wieder nach Süden, genau auf den Făgărăş-Kamm zu. Jetzt wird es grandios, weil man die Berge vor sich sieht. Es geht lange, lange am Berghang weiter, mit einigen Aussichtspunkten und zwei Felsdurchbrüchen, der Poarta Geniştilor auf etwa 1450 m und der Poarta Întâlnirii auf etwa 1530 m. Immer wieder sieht man auch den Wasserfall.
Hinter dem zweiten Durchbruch ist das Hochtal des Bâlea erreicht, fast genau über dem Wasserfall, nach über 24 langen Kilometern von Cârţişoara. Es beginnt der letzte Abschnitt. Spektakulär ist dabei untertrieben. Ein karger Bergkessel mit steilen Wänden drumherum, und mittendrin zieht die Straße nach oben. Man nennt diesen Abschnitt auch drumul din nori (Straße in den Wolken), weil oft Wolken über Transilvana hängen und man beim Runterfahren in selbigen verschwindet.
Es folgt eine Serpentine hinter der anderen. Fast wie am Großglockner vor dem Fuscher Törl, nur rauher. Hier gibt es keine deftig-grünen Bergwiesen, nur eine karge Urzeitlandschaft mit vielen Steinen.
Das Ende des Anstiegs am See ahnt man schon von weiter unten. Der Blick auf die Straße im Hochtal ist gigantisch. Aber leider kann man oben die Bergwelt nicht richtig genießen, weil so viele Leute hin- und herrennen. Dafür hat man aber die ungeheure Abfahrt noch vor sich.

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02:26:58 | 18.08.2017
maxbo
Dolce Vita
Von sibiu_trisor – Es geht erst durch ein enges Tal zum Barajul Vidraru (einem Stausee) hoch. Mitten im Tal steht die Cetatea Poenari, eine verfallene Festung, die eine der Hauptburgen von Vlad III. Drăculea (ein schlimmer Finger, das Vorbild für Dracula) war.
Die Straße zieht sich endlos (30 km) am See entlang und nimmt jede Bucht mit. Ab dem See geht es eigentlich los mit vielen nicht so steilen Kilometern im erst dicht bewaldeten Tal der Capra. Am Ende ist das Tal aber auch alpin, ohne Wald, und dann kommen die letzten tollen Serpentinen bis zum Tunnel.

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02:18:00 | 14.08.2014
Tom1g
Dolce Vita
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