Rodderberg (188 m)

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Rodderberg (188 m)
Rolandsbogen

Eifel, Unteres Mittelrheintal, Ahrgebirge, Rheinland-Pfalz.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Beide Auffahrten zum Rodderberg beginnen in Nordrhein-Westfalen. Der höchste Punkt des Rodderbergs liegt jedoch in Rheinland-Pfalz. Durch seine Lage direkt am Rhein bietet er auf der linken Rheinseite einen letzten Blick vom nach Süden hin beginnenden Mittelrheingraben in die Kölner Bucht hinein, bis zum Kölner Dom. Für manchen Mehlemer Einwohner war dies in früheren Zeiten allerdings sprichwörtlich das Letzte, was er zu sehen bekam, denn an der Stelle mit der schönsten Aussicht war die alte Richtstätte „Heinrichsblick”. Der Radfahrer sollte seinen Blick nicht nur in Ferne, sondern hin und wieder auch auf die Straße schweifen lassen. Durch die vielen Reiterhöfe liegen zu jeder Jahreszeit Pferdeäpfel auf der Straße.
Auch für Geologen und Naturschützer hat der Berg etwas zu bieten. Er ist der nördlichste Eifelvulkan und noch relativ jung im Vergleich zu den Vulkanenschloten des Siebengebirges, das ihm auf der anderen Rheinseite unmittelbar gegenüber liegt. Der letzte Ausbruch des Rodderbergs fand „erst” vor etwa 300.000 Jahren statt. Im Jahr 2011 sollen Bohrungen im ehemaligen Krater stattfinden, um unter anderem im Kratersediment Hinweise auf die Klimageschichte zu finden.
Wie in den meisten erloschenen Vulkankratern befindet sich auch in dem des Rodderbergs ein See. Allerdings ist es eher ein Tümpel, und der ist nicht einmal natürlichen Ursprungs. Er wurde von einem Reitergestüt künstlich angelegt. Schließlich haben nicht nur wir Radfahrer Durst, wenn wir oben ankommen.
Auf Touren vom Bonner Süden in die Eifel über Berkum oder Oedingen, lässt sich der Rodderberg als kleiner Umweg gut einbinden und wertet die sonst eher unspektakulären Fahrt durch das Niederbachemer Tal landschaftlich auf.
Für die Beschreibung danken wir sugu Mail an Absender

Nordanfahrt aus Mehlem (ohne Rolandsbogen)  3 km / 127 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordanfahrt aus Mehlem (ohne Rolandsbogen)
Damit wir gleich ein Gedenken für die Opfer der Hexenverbrennung am Heinrichsblick einlegen können, beginnen wir mit der Anfahrt an der Mehlemer Kirche. Von hier geht es zunächst auf der Meckenheimer Straße unter der B9 und der Eisenbahnunterführung durch. Nach knapp 500 m biegt die Meckenheimer Straße an einer Kreuzung links ab, und der Anstieg beginnt allmählich. Nach etwa 300 m überqueren wir die L123 an einer Ampelkreuzung und biegen unmittelbar danach rechts in die Vulkanstraße ab.
Parallel zur Landstraße fahrend, gewinnen wir deutlich mehr Höhe, aber die Steigung bleibt im einstelligen Bereich. Trotzdem haben die Straßenbauer nach 300 m eine echte Serpentine eingebaut. Hier verlässt die Straße dann auch das bebaute Gebiet, und Wiesen und Gärten säumen die Straße. Nach einer leichten Rechtskurve biegt die Vulkanstraße rechts ab, um nach etwa 350 m erneut einer Linkskehre zu folgen. Nun erblickt man auf der rechten Seite einen ehemaliger Steinbruch, ein Naturschutzgebiet, in dem eine Lavasäule stehen blieb. Kurz dahinter erreichen wir auf 150 m Höhe den ehemaligen Kraterrand.
Die Trockenwiesen links und rechts der Straße sind ebenfalls Naturschutzgebiete und dürfen nicht betreten werden. Die Fauna und Flora werden auf einigen Hinweistafeln erläutert.
Auf dem ehemaligen Kraterrand bleibt die Straße zunächst flach bis zum Heinrichsblick. Bänke und ein Gedenkstein laden hier zur Pause und zum Genießen der Aussicht ein. Hinter dem Heinrichsblick folgt die Straße weiter dem Kraterrand, die Aussicht ins Rheintal wird nun leider durch Bäume versperrt. An dieser Stelle wird die Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz überschritten, und es folgen auf gut 100 m noch mal 20 Hm. Hinter diesem Anstieg zweigt rechts eine geteerte Straße ab. Dies ist eine Stichstrecke, die zum höchsten Punkt führt.
Der eigentliche Gipfel ist in Privatbesitz, daher bleibt für uns hier der höchste Punkt bei knapp unter 190 m. Zurück zum Abzweig und dort weiter auf dem Weg, geht es noch ein klein wenig weiter bergauf. In einem kleinen Wäldchen sind die letzten Höhenmeter bezwungen. In der nächsten Rechtskurve erreicht man am Parkplatz des Restaurants Rolandsbogen die Hochfläche.
Eine Steigerungsmöglichkeit gibt es dann nur noch durch einen Abstieg, denn eine Sackgasse führt von hier hinunter zum Restaurant auf dem Rolandsbogen. Trotz Sackgasse ist dieser Weg in mehrfacher Hinsicht ein Leckerbissen. Zum einen ist die Küche gut und die Aussicht ins Rheintal sehenswert, zum anderen geht es auf der Zufahrtsstraße etwa 50 Hm auf gut 200 m Strecke bergab bis zum unteren, kleinen Parkplatz und danach auf einem fahrbaren, geteerten Fußweg ein kurzes Stück wieder bergauf zur Gaststätte. An der ersten Aussicht auf den Rhein mit seinen beiden Inseln Nonnen- und Grafenwerth ist dann aber wirklich Schluss mit Fahren, denn die letzten Meter bis zur Restaurantterasse bestehen aus Treppenstufen.
Falls jemand hier oben zu sehr den leiblichen Genüssen frönt, wird er es auf dem Rückweg sehr schnell merken...
Für die Beschreibung danken wir sugu Mail an Absender

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Südwestanfahrt aus Niederbachem  2 km / 80 Hm Schön: 1 Sterne Hart: 1 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südwestanfahrt aus Niederbachem
Für Rückkehrer aus dem Ahrtal über Oedingen oder Berkum ist der Anstieg auf den Rodderberg fast geschenkt, dafür aber auch bei Weitem nicht so schön wie die Auffahrt über Melhem.
An der Fußgängerampel in der Orstmitte von Niederbachem zweigt die Rolandstraße rechts von der Konrad-Adenauer-Straße ab. Noch im Ort beginnt die etwa 800 m lange, fast gerade Steigungsstrecke auf die Hochfläche. Auf ihr wird beinahe der gesamte Höhenunterschied bewältigt. Unterwegs wandelt sich die innerörtliche Straße in einen asphaltierten Wirtschaftsweg. Auf der Hochfläche angelangt, biegt der Weg schon bald nach links ab, und es öffnet sich der erste Blick nach Süden ins Rheintal. Am Bauernhof vorbei ist dann nach 300 m bereits der Parkplatz zum Rolandsbogen erreicht, von wo die landschaftlich deutlich reizvollere Abfahrt beginnen kann.
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