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Spindlerpass (1200 m) Przełęcz Karkonoska, Slezské sedlo

Hier seht ihr mich auf den letzten Metern vor der eigentlichen Passhöhe mit Blick in die polnische Tiefebene. Kurz davor, da wo die Straße abknickt ist die letzte böse Rampe zu erahnen.

Auffahrten

Von jonnybaa – Von Vrchlabi aus führt die zweispurig und dem winterlichen Touristenstrom Rechnung tragende, sehr gut ausgebaute Straße 295 bei mäßiger Steigung über 14 km in den Wintersportort Spindlermühle (Špindlerův Mlýn). Stets dem Verlauf der Elbe folgend, geht es hauptsächlich durch dichten Wald, bis er sich an einem Stausee lichtet und sich ein schönes Bergpanorama eröffnet. Bis zum Ort sind erst etwa 200 Hm überwunden, weshalb wir die eigentliche Auffahrt erst hier beginnen lassen, auch um den in Spindlermühle einquartierten Pässeradlern entgegenzukommen.
In Spindlermühle kann man der Hauptstraße Richtung Spindlerpass folgen oder den kleinen, aber gut asphaltierten Radweg links der Elbe nehmen, der nach 2 km bei der Mündung der Bile Labe auf die Autostraße zurückführt. Von dort aus geht es etwas steiler den dicht bewaldeten Berghang hinauf. Nach einigen erklommenen Höhenmetern bekommt man einen schönen Ausblick auf das Elbetal und die umliegenden Gipfel. Wenn die ersten Häuser unterhalb des Passes erscheinen, ist man schon fast oben und hat die Möglichkeit, für tschechisch-touristische Preise einzukehren. Auf der Passhöhe erblickt man zunächst einen riesigen Parkplatz und ein Hotel, bevor der grandiose Blick in die polnische Tiefebene frei wird. Das Hotel (teuer: 2012 kostete ein Kaffee hier 4 €.) bietet eine weitere angenehme Einkehrmöglichkeit mit tollem Weitblick auf polnischer und schönem Bergpanorama auf tschechischer Seite.

Die Abfahrt nach Polen ist ein anstrengendes Abenteuer. Die Straße ist, wie bei der Nordanfahrt beschrieben, wohl bis zu 27 % steil und mit großen Schlaglöchern im schlechten Asphaltbett gespickt. Daher kann es teilweise erforderlich sein, abzusteigen und das Fahrrad zu schieben – bergab! Bei 30 kg Gepäck zzgl. Fahrer reichte die Bremskraft meines Trekkingrads kaum aus! Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Abfahrt mit dem Rennrad komfortabel ist. Jedoch kann man sich dank des langsamen Vorankommens umso länger am schönen Weitblick ergötzen.

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Von degga – Wie in der Variante über Borowice biegt man von der 366 nach Podgórzyn hinein, folgt nach 1,5 km aber nicht der großen, nach links abbiegenden Straße über die Brücke nach Borowice, sondern fährt geradeaus weiter nach Przesieka. In diesem locker bebauten Ort vollführt die Straße einige Kehren, die man aufgrund ihrer Größe beinahe nicht als solche wahrnimmt. Man folgt immer dem Verlauf der großen Straße, die aber am Ortsende dann sehr klein geworden ist und frisch asphaltiert (Stand Mai 2009) in den Wald führt.
Während bis hierher die Steigung bei moderaten 7 % lag, wird im Wald zusehends die 10-Prozent-Marke angepeilt. Da es stupide geradeaus geht, merkt man nicht, dass man tatsächlich rasch an Höhe gewinnt. Bald erreicht man die Kreuzung, an der auch die Straße von Borowice ankommt, und wo hinter dem berüchtigten Sperrbalken der schlimme zweite Teil eingeläutet wird. Die Straße wird schlechter, was aber angesichts der verbleibenden 3,6 km mit durchschnittlich 13 % Steigung nicht ins Gewicht fällt.

Da der flache Mittelteil der Variante über Borowice fehlt, ist diese Auffahrt schwerer. Zuletzt sind wir den Berg bei sintflutartigem Regen gefahren. Die schräg über die Straße strömenden Bäche forderten den Gleichgewichtssinn und verdeckten die teils einen halben Meter tiefen Schlaglöcher im oberen Abschnitt. Hoffentlich bleibt diese Straße noch lange erhalten.

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01:01:20 | 03.08.2013
MTB Team BIW
Dolce Vita
Von AP – Diese Variante ist die höhenmeterreichste der Nordauffahrten zum Spindlerpass, aber gleichzeitig die leichteste. Leicht insofern, als man sich das Rampengeplänkel vor dem brutalen Schlussstück spart, das man auf der Anfahrt von Podgórzyn über Przesieka hat. Die Straße selbst ist bis zum Schlussstück in gutem Zustand.

Der Beginn des Anstiegs liegt in Sosnówka oberhalb des gleichnamigen Sees. Im Grunde genommen sind die ersten knapp fünf Kilometer der Auffahrt schon bei der Schneekoppe beschrieben; es handelt sich eben um die Straße von Sosnówka nach Karpazc. Sehr schön auf diesem Stück Strecke ist meiner Meinung nach die abwechslungsreiche Landschaft mit einzelnen holzverkleideten Häusern und einem umfangreichem Baumsammelsurium (Obstbäume, Eichen, Kastanien, Fichten usw.). Man merkt sofort, dass das Hirschberger Tal (Kotlina Jeleniogórska auf Polnisch), an dessen Südrand Sosnówka liegt, eine der wärmsten und idyllischsten Gegenden Polens ist.
An einer breiten Kreuzung geht es halblinks nach Karpacz, man nimmt aber die Straße in der Mitte (rechts wäre noch eine Sackgasse). Es folgt ein Auf und Ab in Richtung Borowice, nicht wirklich ein Dorf, vielmehr eine Ansammlung von Häusern auf einer Art von Alm. Man fährt aber nicht über diese Alm, sondern erreicht an ihrem unteren Ende nach ungefähr sechseinhalb Kilometern eine Kreuzung im Wald, an der von rechts die Straße von Podgórzyn heraufkommt. Im Folgenden ist man also auf der schon beschriebenen Nordauffahrt von Podgórzyn unterwegs. Es geht mäßig ansteigend im Wald weiter, dann kommt man nach zehneinhalb Kilometer Fahrt an den Einstieg zum kniebrechenden Schlussstück mit seinen beiden Mega-Rampen.

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00:45:13 | 20.08.2016
Boldi
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Von Gourmet – Die Auffahrt beginnt in Podgórzyn. Aus Richtung Sobieszów kommend, fährt man dort, wo die 366 einen Linksknick vollzieht, geradeaus in Richtung Przesieka. Die Straße nennt sich, wie auch die 366, Nowa. Aus der anderen Richtung kommend, biegt man entsprechend links ab.
Der Berg ist anfangs auf den ersten 7–8 km gnädig und tut so nicht besonders weh. Der Asphalt ist jedoch mies, voller Löcher und teilweise findet man nur noch Schotter vor. Aber er ist schön, dicht bewaldet und sehr ruhig. Ab dem Sperrbalken wird es jedoch extrem steil. Allein schon das Einklicken ins Pedal erfordert höchste Konzentration. Sitzt man endlich halbwegs auf dem Rad, steht man in einer Rampe mit 15–25 %, in der Spitze 27 %, auf ca. 1 km Länge. Danach wird es erst einmal flacher, aber die Steigung fällt nicht unter 7 %. Jetzt muss man Kräfte sammeln, denn die Schlussrampe steht plötzlich vor einem. Eine Wand baut sich geradewegs vor einem auf. Der letzte Kilometer ist im Schnitt noch einmal über 18 % steil. Er überwindet dabei 190 Hm.
Wir sind den Pass nach 190 km Anreise von Dresden gefahren und hatten noch die Rückreise durch Tschechien (230 km) vor uns. Das war ein Höllenritt, aber der Berg lohnt sich, bietet er doch eine herrliche Aussicht auf die polnische Tiefebene und das tschechische Riesengebirge einschließlich Schneekoppe (am Fuße) und Bedrichov & Co. am Gipfel. Die Abfahrt führt dann ins tschechische Spindlermühle, dem 5-Sterne-Skiort der Tschechen (Weltcuport der FIS: Damenslalom/Riesenslalom)
Wer übernachten möchte, dem empfehle ich die Spindlerbaude direkt am Gipfel. Tolles Quartier mit gutem Essen, tollem Wellnessbereich und herrlichem Blick für 35 € einschließlich HP.
Übersetzen solltet Ihr was ihr habt. Meine 39/26 ist hier nicht empfehlenswert, da die Steilstücke zu lang sind, um nur kurz zu drücken. Kompakt oder 3-fach ist ein probates Werkzeug für den Anstieg. Im Übrigen tragen die Polen hier Bergzeitfahren aus. Die Straße ist teilweise mit Entfernungen zum Ziel und Namenszügen bemalt.

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