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Tolminske Ravne (990 m)

Hinter Zadlaz fällt die Straße ab...

Auffahrten

Von AP – Man begint die Auffahrt nach Tolminske Ravne an der gleichen Stelle wie die Auffahrt hoch zur Stador-Alm, nämlich an der Brücke über die Tolminka im Osten des Städtchens Tolmin. Für ein paar Meter folgt man der Hauptstraße in Richtung Most na Soči, dann biegt man links ab in Richtung Žabče. Dieses Dorf erreicht man schon nach weniger als einem Kilometer. In Žabče muß man ein wenig die Augen aufsperren, denn Tolminske Ravne ist nicht ausgeschildert, aber dafür Zadlaz-Žabče, und das ziemlich versteckt.
Schon ein paar Meter hinter Žabče wird die Straße ganz schmal und zieht sich unregelmäßig ansteigend an einem bewaldeten Berghang entlang. Dieser Hang gehört schon zu den Ausläufern des Tolminski Triglav, ein Bergrücken, der sich nach Nordosten ins Innere der Julischen Alpen zieht. Unterhalb der Straße rauscht in einer Schlucht der Bergbach Zadlaščica herab. Der Bach fließt irgendwo dort unten in die Tolminka. Die Schluchten beider Bäche bilden die düstere Tolminka-Klamm (Tolminska korita auf Slowenisch), die der niedrigste Punkt des Triglav-Nationalparks ist. An der Klamm vorbei führt eine Straße hoch zu dem Bergdorf Čadrg, das mehr als zweihundert Meter tiefer als Tolminske Ravne liegt und von diesem durch u.a. die 1570 m hohe Grušnica getrennt ist. Über die Tolminka-Klamm und die darüber gelegene Zadlaška jama, eine Höhle, die schon Dante Aligheri beeindruckte, gibt es Einiges zu erzählen, aber das sollte bei der Beschreibung der Auffahrt nach Čadrg geschehen, falls diese irgendwann einmal auf quaeldich.de erscheint.
Wie schon erwähnt, führt die Straße nun immer höher über der Zadlaščica zum Weiler Zadlaz-Žabče hin. Genau das „immer höher über der Zadlaščica” ist das Problem der Auffahrt nach Tolminske Ravne, denn hinter den drei Häusern von Zadlaz-Žabče fällt die Straße über zwei Serpentinen bis auf den Grund der Zadlaščica-Schlucht ab. Da es nur diese eine Straße gibt, muss man die verlorenen 80 Hm auf dem Rückweg wieder einkassieren.
Ab der Brücke in der Schlucht, die man nach etwas mehr als 5,5 km Fahrt erreicht, beginnt der steile zweite Teil der Auffahrt, wieder meistenteils im Bergwald. Der Steigungsschnitt bis zum höchsten Punkt von Tolminske Ravne liegt im folgenden bei über 10 %, wobei auf dem ersten Kilometer hinter der Brücke dieser Schnitt sogar übertroffen wird. Allerdings gibt es keine Ausreißer in extrem hohe Steigungsbereiche, vereinzelte Rampen mit 14 % Steigung sind das Höchste der Gefühle. Die Straßenführung ist für einige Kilometer spektakulär, weil es über zahlreiche enge Serpentinen nach oben geht. Wehe, wenn sich auf einer der insgesamt 17 Kehren zwischen der Brücke und Tolminske Ravne zwei Autos begegneten!
Nach etwa 10 km Fahrt hat man fast alle Serpentinen abgearbeitet. Die Straße schlängelt sich nun am Berghang hoch über der Schlucht der Zadlaščica entlang. Dort gibt es vermehrt offene Passagen, auf denen man den Vogel und andere Berge der Julischen Alpen vor sich sieht. Unterhalb dieser Berge liegt die in der Beschreibung der Stador-Alm erwähnte Razor-Alm. Auch der Blick zurück lohnt sich, denn so sieht man, wie sich die enge Schlucht nach Westen zieht und in der Ferne zum Sočatal hin öffnet.
Schließlich erreicht man die Alm, auf der sich die Bauernhöfe und Ferienhäuser von Tolminske Ravne verstreuen. Der Parkplatz für Besucher des Nationalparks ist nicht der höchste Punkt der Auffahrt, vielmehr biegt eine steile Rampe nach links ab, an deren Ende der Asphalt zwischen den oberen Häusern des Weilers abbricht.

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