Tour de Brison (781 m)
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Tour de Brison (781 m)
Col de Brison
Zentralmassiv, Cevennen, Rhône-Alpes.
Der Tour de Brison ist in der Tat ein Turm und steht auf einem Aussichtsberg vom feinsten an den Ausläufern der Cevennen. Er teilt sich den Gipfel mit zwei Sendemasten neueren Datums. Oben hat man einen 360-Grad-Rundumblick inklusive Orientierungstafeln. Über allem thront wieder mal der nahe Mont Ventoux.Der Turm hat eine uralte Geschichte und wurde vermutlich von den Sarazenen im 8. Jahrhundert errichtet, näheres hier. Zu einem alten Gemäuer gibt es natürlich auch eine entsprechende Legende.
Achtung Kultur!
Heute: Die Legende vom Turm zu Brison:
Der Herr von Brison zog in die Kreuzzüge und wurde gefangen genommen. Da man ihn zu Hause für tot hielt, beabsichtigte seine Gemahlin, einen Nachbarn zu ehelichen, welches ein alter Feind des Herrn war. Der Teufel suchte den Eingekerkerten in Palästina auf und überbrachte heimtückisch die Neuigkeit. Der Zorn des Herrn war groß, und so nahm er das Angebot des Teufels an, ihm durch den Verkauf seiner Seele die Ketten zu brechen und ihn heim ins Château zu bringen, um die Heirat zu verhindern.
Jedoch wurde der alte und ausgemergelte Recke von seiner Frau nicht erkannt, und der Plan scheiterte. Voller Wut verjagte er Lucifer aus seiner Burg. Die Rage Satans darüber wiederum war jedoch so groß, dass er einen gewaltigen Blitz auf den Turm niederfahren lies, welcher ihn in den Grundfesten erzittern lies.
Jeden 31. Dezember um Mitternacht kommt nun der Teufel zum Turm und nimmt einen Mauerstein weg. Wenn einst der letzte Stein entfernt wurde, dann wird dies das Ende der Welt sein.
Nun, da kann man ja nur hoffen, dass immer fleißig renoviert wird, so dass noch bis in alle Ewigkeit Recken der anderen Sorte diese Turm besuchen können. Vielleicht sogar ein wagemutiger an Silvester um Mitternacht, um einen gemütlichen Plausch mit Mephistopheles zu führen.
Etwas unterhalb des Turmes, zu dem nur eine Stichstraße führt, liegt ein namenloser Pass, den wir als Col du Brison betiteln. Dieser bietet auf der östlichen Seite, wie Beaumont auf der westlichen, eine Alternative, wenn man nicht einfach die Beaumeschlucht hinauf oder hinab fahren möchte. Weiterhin bietet der Pass auch eine Alternative, über Montréal Richtung Osten nach Largentière zu gelangen. Die Zahlen der Auffahrten in Bezug auf Kilometer und Höhenmeter beziehen sich auf diesen Col, die Stichstraße rechnen wir gesondert.
Für l.:
In Sanilhac gibt es ein gleichnamiges Restaurant, welches sehr lecker sein soll.
Für die Beschreibung danken wir stb72 

Liste der Auffahrten
| Stichstraße vom Col zum Tour de Brison | 1,4 km | 120 Hm | ![]() | ![]() |
| Südwestauffahrt von Les Deux Aygues | 8,4 km | 456 Hm | ![]() | ![]() |
| Nordauffahrt vom Col de la Croix de Rocles | 4,2 km | 184 Hm | ![]() | ![]() |
| Südostauffahrt über Montréal | 8,6 km | 427 Hm | ||
| Südauffahrt von der D104 bei Rosières | 12,7 km | 504 Hm |
Stichstraße vom Col zum Tour de Brison 1,4 km / 120 Hm

Wir beginnen mit dem Teil, welcher eigentlich gar nicht befahren werden muss. Dieses Schmankerl sollte man sich aber nicht entgehen lassen, der Blick ist wirklich fantastisch. Bei schlechter Sicht dagegen kann man sich den Abstecher getrost sparen.Am Passübergang zweigt nach Süden die Stichstraße zum Tour de Brison ab. Zunächst noch flach windet sie sich um den Berg herum, auf welchem der Turm thront. In zwei Steilstufen wird die Höhe überwunden, die nur von einem ganz kurzen Flachstück unterbrochen sind. Ungewöhnlich für die Region sind die Steigungswerte jenseits der 10 %-Marke, und in den vier Kehren oben werden sogar ca. 16 % erreicht.
Diese kurzen Qualen werden aber versüßt durch das erwähnte Rundumpanorama, welches wirklich vom allerfeinsten ist.
Für die Beschreibung danken wir stb72 

Südwestauffahrt von Les Deux Aygues 8,4 km / 456 Hm

In Les-Deux-Aygues beginnt diese sehr schöne Auffahrt auf der schmalen und ruhigen Straße. Wir folgen der Ausschilderung nach Sanhilac. Der erste Anstiegsteil bringt uns in neun Kehren aus dem Beaume-Tal nach oben. Dieser Abschnitt ist bei ca. 7,5 % im Schnitt und kaum vorhandenen Flachstücken recht anspruchsvoll und steil für die Region. Er endet bei den Häusern von Versas, und die Straße flacht ab. Kurz danach münden wir in die von Vernon kommende D303 ein.
Wir halten uns links, und die nächsten zwei Kilometer führen nur ganz sachte ansteigend bis zum Abzweig zum Tour de Brison. Diesen sieht man (mit den Sendemasten) immer wieder hoch oben zur Linken.
An der Kreuzung (gerade aus geht es bergab Richtung Sanhilac und Largentière) biegen wir scharf links ab und nehmen die letzten wieder deutlich ansteigenden zwei Kilometer bis zum Pass in Angriff, hier werden wieder Werte bis an die 10 % erreicht. Dann kann man sich dann entscheiden, ob man die Stichstraße zum Turm noch anhängt oder gleich nach La Croix de Rocles abfährt.
Für die Beschreibung danken wir stb72 

Nordauffahrt vom Col de la Croix de Rocles 4,2 km / 184 Hm

Der Startpunkt in la Croix ist laut diverser Karten tatsächlich ein Pass, der Col de la Croix de Rocles. Dieser liegt allerdings auf einer durchgehenden Straße und könnte eher als kleiner Hügel auf dieser Straße bezeichnet werden. Nichtsdestotrotz muss man also vor dieser Auffahrt erst den Startpass bezwingen, d.h. ca. 100 Hm von jeder Seite.Im Passort beginnt dann diese Auffahrt, ausgeschildert ist Sanhilac. Ab hier schlängelt sich der schmale Weg mit dem üblichen Flickenasphalt immer schön der Topographie entlang nach oben. Zwei längere Flachstücke unterteilen den Anstieg, welcher in einer lang gezogenen Schleife verläuft. Zwar merkt man die ansteigenden Teile deutlich, richtig steil wird es aber nicht. In der einzigen Kehre hat man die schönsten Blicke über das Beaume-Tal nach Osten, und auch den Ventoux kann man in der Ferne kurz sehen. Will man das alles aber noch viel besser sehen, so hängt man selbstverständlich noch die oben beschriebene steile Stichstraße zum sagenumwobenen Turm an.
Für die Beschreibung danken wir stb72 



















