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Lovćen

Info


Diese Beschreibung ist ganz frisch bei uns eingegangen und befindet sich noch nicht in Redaktion. Der Beitrag wird noch redigiert.
Der Lovćen in Montenegro ist ein kleines, aber unübersehbares Karstmassiv, das sich südlich der Bucht von Kotor erhebt. Ein Teil des Gebirges wurde in 1952 zum Nationalpark erklärt.
Da seine beiden höchsten Gipfel, der Štirovnik (1749 m Höhe) und der Jezerski vrh (1657 m Höhe), himmelhoch über dem Mittelmeer emporragen, bietet dieses Massiv eins der beeindruckensten Bergerlebnisse der Adria. Seine Lage zwischen der mediterranen Küste und dem von kontinentalem Klima geprägtem Hinterland sorgen dafür, daß sich in diesen Bergen auf engstem Raum unterschiedliche biologische Habitats gebildet haben. Angeblich soll es dort über 1000 verschiedene Pflanzensorten geben.
Überregional bekannt ist der Lovćen aber nicht wegen seines Vegetationsoverkills, sondern wegen des Njegoš–Mausoleums, das wahrlich atemberaubend auf der Spitze des Jezerski vrh thront und in dem Petar II. Petrović-Njegoš bestattet wurde. Dieser Mann, der eigentlich Radivoje Tomov Petrović hieß und kurz Njegoš genannt wurde, war eine der bemerkenswertesten Gestalten des 19. Jahrhunderts. Als „Vladika”, eine Mischung aus Bischof und Fürst, sprich geistlicher und weltlicher Herrscher Montenegros, führte er gegen den Widerstand der quasi autonom agierenden großen serbischen Familien der Region moderne staatliche Strukturen ein. Und als Schriftsteller gelang ihm mit dem Versepos „Gorski Vijenac” (auf Deutsch Der Bergkranz) ein herausragendes Werk, das in der serbischen Sprache einen vergleichbaren Rang hat wie der „Faust” von Goethe in der deutschen Sprache. Das Epos basiert auf historischen Ereignissen aus dem 17. Jahrhundert, als zum Islam konvertierte Montenegriner aus der Gegend um Cetinje vertrieben wurden.
Zu einem Parkplatz unterhalb des Museums führen zwei Straßen hoch, eine von Cetinje aus, die andere trifft von Krstac kommend auf die erste unterhalb des Parkplatzes. Beide sind für den Autoverkehr frei gegeben und können auch mit dem Rennrad befahren werden. Wer jemals in der Gegend unterwegs ist, sollte sich diese Auffahrten nicht entgehen lassen.