2. quaeldich.de-Tauernrundfahrt 2010 Bericht

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quaeldich.de-Tauernrundfahrt 2010
726,0 km / 12420 Hm

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Tauernrundfahrt Top-Meldung @ FM4


17.08.2010 | Beigesteuert von Jan Mail an Absender

 

Erlebnisbericht: 2. quaeldich.de-Tauernrundfahrt 2010 Bericht

Erlebnisbericht von Roli (weitere...)

5 Tage / 726,3 km / 12570 Hm

IMG 0071.Bericht von Etappe 5:
Und schon war der Tag der letzten Etappe angebrochen. Die Nacht war für einige weniger mit Schlaf als mit Schlafversuchen abgelaufen. Das Weinfest hatte sich noch in die hausinterne Disko verlegt, mit ordentlich Techno-mzmzmz.

Dessen ungeachtet versammelte sich die gemütliche Gruppe schon vor 8 Uhr zur Abfahrt, um das Ziel der gemeinsamen Ankunft um 17.30 in Salzburg ins Visier zu nehmen. Die schnelle Gruppe scharrte auch schon bald mit den Hufen und startete um 9 Uhr. Naja, zuerst hieß es bummeln, denn Thomas hatten wir in Liezen vergessen, und der jagte uns im Windschatten des Mechanikerfahrzeugs nach.

Der Himmel war bedeckt, aber die Straße nass. War die Dolce-Vita-Gruppe hier eingeregnet worden? Dieser Gedanke trübte nur geringfügig unsere Freude an den landschaftlichen Reizen rund um den Gimming.

In Untergimming war die Straße gesperrrt, und so wurden wir über einen denkwürdigen, anfangs sogar asphaltierten Weg auf die Bundesstraße umgeleitet, auf der kurz danach der sich schon länger am Horizont abzeichnende Regen auf uns niedergoss. Die Rufe nach der Regenjacke wurden von Roli in Verständnis der meteorologischen Kleinklimabedingungen gekonnt überhört.

In der Tat drückten wir die Welle vor Bad Aussee im Wasser-nur-von-unten-Modus hoch und rauschten ebenso wieder runter. Mit Blick auf die Loser Alm erreichten wir die erste Getränkeverpflegung am Bahnhof, die schon unter blauem Himmel lag.
Am Koppenpass scheiterte der Versuch, die Kärntner Fahne zu hissen, an der fehlenden geographischen Vorbereitung der Teamleitung.

Am Hallstädter See fand gerade der Dachstein-Extrem statt, mit viel Tamtam und Hubschrauberbegleitung, aber ohne in unserer Gruppe vorhandene Kenntnisse um den genauen Veranstaltungssinn.

Japanischer Touristen gleich statteten wir Hallstadt einen 5-Minuten-Besuch per Durchfahrung ab, um gleich darauf Pass Gschütt in Angriff zu nehmen. Mein Versuch, mithilfe einer eigens zu diesem Zweck ausgerufenen Pinkelpause ein stattliches Gruppetto zu bilden, scheiterte sowohl an der Gruppenstärke als auch an der Besatzung, denn der Teetrinker hielt nichts von einem Grupetto und führte mich unter Schmerzen wieder an die Gruppe heran, wo sich Manfred meiner erbarmte.

An der Mittagspause am Pass Gschütt wehte die Kärntner Fahne. Erstmals sahen wir die früher gestartete Gruppe, die sich grade bei meiner Ankunft auf den Weg machte. Eine zügige Abfahrt später nahmen wir den Abzweig auf die Verbindungsstraße Richtung Postalm, auf der kurz danach ein Fotoapparat und drei Radfahrer unsanft landeten und sich ineinander verkeilten. Nachdem die Lenker wieder gerichtet und die zugezogenen Kratzer mittels des Teetrinkers Hausapotheke verarztet waren, erreichten wir die Auffahrt zur Postalm, die ein Traum ist. Das herrliche Wetter bescherte uns ebensolche Blicke auf den Dachstein, die gleichmäßig zwischen 7 und 9 Prozent liegende Steigung trug ihr übriges zum Gelingen des Nachmittags bei.

Zwei Kilometer hinter dem Hochpunkt schlossen wir uns dem Volksfest an, das die langsame Gruppe an der Postalm mit Kaltgetränken und Kaiserschmarrn ausgerufen hatte. Was für ein Kaiserwetter, was für ein Königsanstieg!

Die Abfahrt wurde wieder zügig fast in Ideallinie genommen. Unten erwartete uns bitterer Gegenwind, in dem die üblichen Verdächtigen sich wieder besonders um die Gruppe verdient machten, tatkräftig unterstützt von Ingeborg, die die anderen Teilnehmer bei 30 km/h bei 5% Steigung besonders leiden ließ. Auch Carlos und Tilmann segelten hart am Wind.
Einige Kilometer vor Salzburg wurden die Gruppen vereinigt. Durch Salzburg ging es in Dreierreihe, unter der Dusche konnten wir die zuvor im Wind geübte Ablösung wiederholen, im Nox gab es wie versprochen reichlich bis zu viel zu essen und zu trinken, und mit Untermalung durch melancholische Musik hieß es dann Abschied nehmen von 5 super Etappen, einer tollen Gruppe und (endgegen aller Prognosen) fast ausschließlich gutem Wetter.

Wenn jemand eine Idee hat, wie wir Roli eine erneute Ausrichtung der Tauernrundfahrt nahelegen können (zum Beispiel ihn im Forum laut zu bejubeln) - bitte melden!

Einen weiteren Bericht über die Tour findet ihr bei fm4.

Die 2. quaeldich.de-Tauernrundfahrt 2010 führt in fünf Etappen vom 11. bis 15. August quer durch das Herz Österreichs. Auf 733 km absolvieren wir 12.000 Hm und zehn Pässe, darunter die Großglockner-Hochalpenstraße.
Der Tourenbericht enthält die endgültigen Strecken der 2.quaeldich.de-Tauernrundfahrt 2010, vertraut jedoch im Zweifelsfall doch lieber unseren Guides als den GPS-Tracks. Noch sind aber offline und online Tourenplaner noch nicht auf dem gleichen Stand, daher gibts noch Unterschiede.
Nach der Tour steht hier der Bericht von der quaeldich.de-Tauernrundfahrt 2010.