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Col Tzecore (1623 m)

emarese von oben

Auffahrten

Von Droopy – Oh Du wunderschöner Tzecore! Den letzten Heller im Casino Saint-Vincent verspielt, spendest Du dem betrübten Ciclisti auf knapp fünfzehn Kilometern neue Lebenskraft. Noch rattern wir verdrießlich übers Pavé vorbei an der berühmten Therme und biegen ein in die Via Ponte Romano. Wenig später weist uns ein Hinweisschild aber bereits den Weg zu Dir. Noch zierst Du Dich und begrüßt uns mit einer steilen zweistelligen Rampe. Dann windet sich Dein Weg schattenspendend nach oben, ein kleiner Bewässerungskanal gurgelt schon bald an Deinem linken Straßenrand gen Tal.
Gar lieblich gibst Du erste zarte Ausblicke frei. Wir sehen im Süden etwas entfernt ein kleines Castello. Die Steigung pendelt zwischen sieben und maximal neun Prozent. Es folgen die ersten Kehren. Vor der Ortschaft Emarese erwartet uns die nächste Treuprüfung, wieder steigt die Straße für rund fünfhundert Meter bis zu elf Prozent. Die ersten fünf Kilometer haben wir bezwungen, Zeit für Zärtlichkeit. Auf den nächsten fünf Kilometern schmeichelst Du uns mit Rollerstücken und wiegst Dich mit sechs Prozent leicht zurück. Und immer mal wieder einen Schritt nach vorn auf acht Prozent, Du spielst mit uns!
Durch Kehren zieht sich Dein Weg durch eine schöne Kulturlandschaft, mal offen und bewirtschaftet, dann wieder von Bäumen begrenzt. Nachdem Du uns eingelullt hast, ein kurzer Weckruf bei Kilometer zehn. Abermals bäumst Du Dich auf und willst uns abschütteln. Traust Du unseren Kräften etwa nicht? Alles Sträuben nützt Dir nichts, der Gipfel naht bereits. Wieder beginnt Dein mildes Spiel aus Zurücklehnen und leicht Fordern.
Hier oben sind die Panoramen, die Du bietest, am schönsten. Wir sind dem Himmel so nah, Berge überall und ein kleiner Kirchturm unter uns. Auf Deinen rund elfhundert Höhenmetern Steigungsdifferenz bietest du alles, was geht. Es war wunderbar, es war ein Genuss. Nun ist es vorbei. Am Gipfel breitet ein schützender Reigen aus Baumkronen den Mantel über diese liebreizende Affäre. Der Rest ist Schweigen.

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Von Droopy – Wer in Verres am Talboden bei rund vierhundert Höhenmetern startet, erreicht nach gut neun Kilometern Challand Saint Anselme. Die Tausend-Meter-Marke ist damit geknackt. Am Ortsausgang können wir scharf links abbiegen und den Col Tzecore in Angriff nehmen. Es sind von hier aus nur noch etwa sechs bis sieben Kilometer auf den Gipfel. Die haben es aber in sich. Wer sich im Val d’Ayas bei angenehmenen Steigungswerten warm gefahren hat, spürt allerdings deutlich, dass die Straße anzieht.
Bereits kurz danach setzt der Anstieg noch einen drauf. Auf den nächsten drei Kilometern folgen zweistellige Werte. Die Neigung der Straße lässt auch in den Kehren nur wenig nach. Die natürliche Schwerkraft zieht nach unten. Glücklicherweise verläuft ein Großteil des Weges unter schützenden Bäumen im Wald. Die Aussicht wird auf dieser Seite ohnehin überbewertet, der Blick richtet sich nach innen. Je näher wir dem Gipfel aber kommen, minimieren sich die Prozentzahlen alle hundert Meter im Promillebereich, bis die Steigung sogar unter sieben Prozent zurückfällt.
Wäre das Steilstück länger gewesen, müssten wir einen Härtestern mehr vergeben. So bleibt es ein kurzer, aber doch unangenehmer Test für weitere Prüfungen. Der Autor würde aufgrund der sehr schönen Westauffahrt diese Seite aber zum Abfahren empfehlen. Einziges Manko dabei: In den Steilstücken bekommt man die Hände nicht wirklich von den Bremsen. Die Straße ist teilweise sehr schmal und die Abfahrt daher technisch.

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