Col du Wiederschall (392 m)
QD-Reisen & Events:
DLRF: 2
Col du Wiederschall (392 m)
Vogesen, Lorraine (Lothringen).
Der Pass liegt inmitten des Bitscherlands im Elsass als Verbindung der D36 (zwischen Lemberg und Baerenthal) mit der N62 (zwischen Bitche und Haguenau). Diese Nationalstraße dürfte vielen Autofahrern, die vom Südwesten Deutschlands in den Süden fahren, bekannt sein. Hierbei lassen sich einige Kilometer sparen und gleichzeitig auch die französische Autobahnmaut umgehen, und noch dazu eine sehr schöne Landschaft genießen. Dementsprechend ist hier teilweise mit Freizeit- und Schwerlastverkehr zu rechnen, so dass Radfahrer besser auf eines der parallel verlaufenden Täler ausweichen.Die Überquerung des Col du Wiederschall eignet sich durch die geographische Nähe als zweiter Pass nach dem Col de Kundschaft, da die Anfahrt des hier beschriebenen Passes aus Mouterhouse nur wenige Kilometer von der Abfahrt des erwähnten Col de Kundschaft entfernt ist. Zusammen mit den von Eguelshardt erreichbaren Forststraßen Richtung Norden um den Etang de Hanau lassen sich so leicht 30 km in totaler Abgeschiedenheit und Ruhe in eine Tour einbinden.
Für die Beschreibung danken wir paelzman 

Liste der Auffahrten
| Südanfahrt von Mouterhouse | 6 km | 160 Hm | ![]() | ![]() |
| Nordanfahrt von Bitche | 5,4 km | 108 Hm | ![]() | ![]() |
| Ostanfahrt von Stockbronn | 2,5 km | 120 Hm | ![]() | ![]() |
Südanfahrt von Mouterhouse 6 km / 160 Hm

Die Anfahrt beginnt in einer langgezogenen Kurve nördlich des Etang (Teich) de Mouterhouse nördlich des gleichnamigen Dorfs. Die Straße grenzt unmittelbar an ein Grundstück, auf dem etliche alte Militärfahrzeuge stehen. Dieses Gelände ist sicher vielen bekannt, die öfter im Bitcherland radfahrenderweise zugegen sind. Zu Beginn steht eine etwa 2 km lange Strecke zum Einrollen mit maximal 2 % an, die rechts von einer schmalen Wiese begleitet wird. Am Ende einer langen Geraden zeigt sich, dass dies nicht so bleiben wird, und nun bei durchschnittlich 7 % die Aufwärmphase beendet ist. Aus dem eben noch vorhandenen Tal windet sich die Straße nun an einem steilen Hang entlang.
Nach etwa 4 km ist ein Hochpunkt erreicht, der allerdings noch nicht den Pass darstellt. Am Ende eines kurzen, leicht fallenden Abschnitts, trifft man nun an einer Weggabelung auf die Anfahrt aus Bitche. Zum Pass fährt man rechts in Richtung des am rechten Rand befindlichen Hinweisschilds nach Eguelshardt auf der route forestière de Hochkopf.
Nach einem weiteren Kilometer bei etwa 3 % hat man schließlich den Pass erreicht, der sich mangels Passchild lediglich als Hochpunkt zeigt.
Der Asphalt kann durchweg als gut bezeichnet werden und eignet sich ebenso zur Abfahrt.
Für die Beschreibung danken wir paelzman 

Nordanfahrt von Bitche 5,4 km / 108 Hm

Wir beginnen die Anfahrt am südlichen Rand von Bitche am Abzweig der D35 von der N62, wo die beeindruckende Zitadelle von Bitche noch deutlich sichtbar über der lothringischen Kleinstadt thront (der Autor empfiehlt dabei geschichtsinteressierten Lesern ausdrücklich einen Besuch dieser Zitadelle inklusive Führung).Wir verlassen Bitche in südlicher Richtung der N62 folgend und erklimmen bei löchrigem Asphalt und etwa 5 % die ersten Höhenmeter. Nachdem wir am Ortsausgang links unter Felsen versteckt einen Bunker der Maginot-Linie entdecken, halten wir uns in einer leichten Rechtskurve geradeaus in einen Wirtschaftsweg. Die Steigung hält kurz an, doch sogleich fällt die Straße wieder für einige Meter ab, während wir die D620 überqueren. Ein Kilometer ist nun absolviert, und vor uns sehen wir eine nicht enden wollende gerade Strecke, die aber mit lediglich 3 % sehr angenehm zu fahren ist. Der Asphalt ist dabei etwas ruppig, aber dennoch rennradtauglich.
Nachdem wir den Abzweig zum bekannten Etang de Hasselfurth links liegen gelassen haben, befinden wir uns nun im Wald, der immer wieder von Lichtungen an beiden Seiten unterbrochen wird. Nach etwas mehr als zwei absolvierten Kilometern und inzwischen etwa 5 % Steigung folgen eine scharfe Links- und Rechtskurve, und im Folgenden begleitet uns nun die nur noch selten genutzte Bahnstrecke zwischen Bitche und Lemberg auf der linken Seite.
Nach gesamt 2,5 km ist der erste Teil der Steigung überwunden; ab hier fällt die Straße immer wieder kurzzeitig ab. Haben wir 3,6 km erfahren, überqueren wir schließlich die Bahnlinie und passieren dabei ein altes verlassenes Schrankenwärterhaus. Natürlich vergewissern wir uns am unbeschrankten Bahnübergang, dass kein Unglück geschieht, doch einen Zug zu treffen scheint hier äußerst unwahrscheinlich zu sein.
400 Meter später treffen wir auf den Abzweig zum kürzlich neu erbauten Radweg nach Lemberg. Diese piste cycable sei dem Leser bei anderer Gelegenheit zum Nachfahren empfohlen, da man hierbei auf einem schönen, frisch asphaltierten Weg inmitten dichten Waldes nach Lemberg gelangt, und so die vielbefahrene D37 von Bitche nach Lemberg meiden kann. Allerdings ist der Weg oft von Blättern und Ästen verschmutzt, und durch einige kurze Steigungen, Drängelgitter und scharfe Kurven will er nicht so recht „rollen“.
Da unser Ziel der Col du Wiederschall ist, halten wir uns hier aber links, und nach einem weiteren leicht ansteigenden halben Kilometer treffen wir auf den bereits bei der Anfahrt aus Mouterhouse beschriebenen Abzweig. Wir halten uns links, und nach einem weiteren leicht zu bewältigenden Kilometer in dichtem Wald erreichen wir schließlich den Hochpunkt.
Für die Beschreibung danken wir paelzman 

Ostanfahrt von Stockbronn 2,5 km / 120 Hm

Im kleinen Weiler Stockbronn nahe Eguelshardt biegt man auf der N62 an einer unscheinbaren Einmündung nach Süden. Besondere Kennzeichen sind hier leider ebenso wie Hinweisschilder Fehlanzeige! Um die Anfahrt zum Startpunkt auf der (wie oben beschrieben) vielbefahrenen N62 kurz zu halten, empfiehlt sich Eguelshardt auf einer der zahlreichen Forststraßen anzusteuern, die die N62 mit der weit weniger befahrenen D35 von Bitche nach Wissembourg verbinden.
Die Anfahrt beginnt nun auf ausgezeichnetem Asphalt der route forestière de Hochkopf mit ruhigen 2 %, die bald in 5 % übergehen. Besondere Merkmale sind hier nicht zu beschreiben, da es die ganze Zeit mit lediglich leichten Kurven durch ein mäßig breites Tal geht. Diese Anfahrt eignet sich definitiv eher zur Abfahrt nach der Auffahrt aus Mouterhouse.
Für die Beschreibung danken wir paelzman 










