Hintere Entschenalpe (1451 m)

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Hintere Entschenalpe (1451 m)

Alpen, Allgäu, Allgäuer Alpen, Bayern.
Schlußanstieg mit Rotspitze
Die hintere Entschenalpe, auch Wankhütte genannt, liegt im Retterschwanger Tal. Das Retterschwanger Tal ist ein Seitental des Hintersteiner Tals und zweigt direkt an dessen Beginn ab. Hinterstein ist der entlegenste der fünf Ortsteile der Gemeinde Bad Hindelang, in der auch der Oberjochpass beginnt. Das Hochtal wird im Osten von mehreren Zweitausendern begrenzt. Im Süden schließen das Nebelhorn und der Entschenkopf den Talkessel. Es wird in seiner kompletten Länge durch die Bsonderach durchzogen, die man auch zweimal auf eine „bsondere” Art überqueren muss.
Wie bei den meisten Auffahrten zu Alphütten handelt es sich auch hier um eine Sackgasse, allerdings ist auch diese für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Das heißt, man muss sich nur mit Wanderern und Rindviechern die Straße teilen. Vor allem im oberen Teil können noch Murmeltiere dazu kommen. Es ist zu empfehlen, diesen Weg nicht unbedingt mit seinem neusten Laufradsatz zu unternehmen, ansonsten muss man im oberen Teil das ein oder andere Mal schieben. Der Autor hat ab der Alp „Bei den Ställen” auch noch nie einen Rennradler gesehen. MTBler – die einen oft fragend ansehen – sind dafür ein paar unterwegs. Der Autor ist den Anstieg mit 34/27 ganz passabel hoch gekommen. Wer allerdings an der Ochsenberalpe oder der Pointhütte absteigen musste, sollte nur bis zur Alp „Bei den Ställen” fahren.
Für die Beschreibung danken wir Vollhorst Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Nordanfahrt von Bad Hindelang 10,1 km636 HmSchön: 4 SterneHart: 4 Sterne

Nordanfahrt von Bad Hindelang   10,1 km / 636 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordanfahrt von Bad Hindelang
Am Kreisel in Bad Hindelang muss man die Bundesstraße 308 Richtung Hinterstein verlassen. Nach ungefähr 1,5 km teilt sich die Straße. Links geht es nach Bad Oberdorf, geradeaus nach Hinterstein, und rechts befindet sich ein Parkplatz und eine Brücke über die Ostrach. Hier beginnt der Anstieg.
Normalerweise treibt mir eine Durchschnittssteigung von 6,3 % eigentlich keine Tränen in die Augen, doch da ich das Tal schon durchwandert habe, wusste ich, worauf ich mich einlasse.
Bei der alten Schmiede beginnt die Steigung auf 815 Meter. Wenige Meter dahinter zweigt die Straße rechts ab und führt die Wiese hinauf. Kurze Zeit später kommt ein Waldstück. Der Weg wird steiler und pendelt sich bei ca. 10 % ein. Nach 1,8 km kommt man am Horn-Café (995 m) vorbei. Hier lässt die Steigung merklich nach. Wenig später verlässt man den Wald, und das wunderschöne Hochtal öffnet sich. Nun fällt die Straße zunächst leicht ab und wechselt auf die andere Seite des Baches. Es folgt eine lange Gerade, an deren Ende sich das Mitterhaus (1081 m) befindet. Leicht ansteigend geht es vorbei an der Alpe „Bei den Ställen”, bis die Straße rechtwinklig abknickt und über den Bach führt. Bis hier ist Straße in einem ausgezeichneten Zustand. Die Straße ist für ein paar Meter geschottert und führt dann über eine 40 cm breite, geteerte Brücke. Glücklicherweise ist auf der einen Seite ein Geländer angebracht, sonst wäre das Vorhaben „Nicht absteigen” hier schon gescheitert. Auf den letzen 5,3 km hat man lediglich 150 Höhenmeter gewonnen, aber das dicke Ende folgt.
Nachdem man das Viehgatter hinter sich wieder geschlossen hat, fehlen einem nur noch 300 Hm, diese sind allerdings auch nur auf drei Kilometer verteilt. Über eine Wiese führt der Weg mit moderater Steigung in einer kleinen Schleife wieder Richtung Süden. Ab jetzt wird die Steigung kaum noch einstellig. Die Geschwindigkeit dafür umso eher. Der Blick für das Panorama ist selbst in der einzigen Serpentine nicht von Interesse. Der Straßenbelag wechselt nun von Asphalt in Rollsplitt beziehungsweise Spritzasphalt, ist aber trotzdem gut zu bewältigen. Ungefähr 1,3 km vor dem Ende lässt die Steigung kurz nach. Freude! Man quert erneut den Bach, allerdings wird man hier eine Brücke vergeblich suchen. Das Bachbett ist betoniert, so dass man hindurch fahren kann, oder eben den Bock drüber tragen muss. Mir stellte sich diese Frage nicht – wie gesagt „Nicht absteigen”.
Der Weg wendet sich Richtung Norden, und man kann in das durchquerte Tal hinunter schauen. Nach der letzten Kurve geht es wieder Richtung Süden, und nun wird es nochmal richtig übel. 16 % werden hier maximal bewältigt, und das geht aufgrund des Belags nur im Sitzen. 250 Meter vor der Wankhütte ist es auch mit dem Rollsplit vorbei. Wer Vertrauen in sein Material hat, macht die letzten paar Meter auch noch. Da ich nicht absteigen wollte, bin ich durchgefahren – die Pneus sind noch in Ordnung. Die Steigung ist hier zu vernachlässigen. Die Hütte ist unbewirtschaftet, was aber nicht von Nachteil ist, da man so auch seine Ruhe hat. Verweilen lohnt allein wegen des Panoramas.

Vor der Abfahrt sollte man kontrollieren, ob die Bremsen auch in Ordnung sind. Meine Felgen waren nach der Abfahrt feuerheiß.

Empfehlenswert ist es, diesen Anstieg mit den Anstiegen zur unteren Wengenalpe und der Pointhütte zu kombinieren, da sich diese auch im Hintersteiner Tal befinden und ebenfalls für den öffentlichen Verkehr gesperrt sind. So kann man sich auf weniger als 50 km 1500 Höhenmeter ohne lästige Autos antun. Wer sich allerdings richtig ein Loch ins Knie bohren will, fährt morgens die Hirschalpe, dann auf die Wankhütte und zum Ausklang locker auf die Ochsenbergalpe (50 km, 1900 Hm)
Für die Beschreibung danken wir Vollhorst Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.Vollhorst Mail an Absender0 h 45 m 50 s29.06.2008
radlsteff Mail an Absenderohne Zeit20.08.2008
kletterkünstler Mail an Absenderohne Zeit16.07.2010
nuclearparanoia Mail an Absenderohne Zeit18.04.2011
grimpeur Jo Mail an Absenderohne Zeit09.09.2011