Passo di Croce Arcana (1664 m)

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Passo di Croce Arcana (1664 m)

Apennin, Nördlicher Apennin, Emilia-Romagna, Toskana.
Der Passo di Croce Arcana stellt mit über 1600 m Höhe einen der höchsten Übergänge über den Hauptkamm des Apennins dar. In unmittelbarer Nähe des Monte Cimone (2145 m), der als Skigebiet touristisch erschlossen ist, verbindet der Pass Fanano im Norden mit Cutigliano im Süden und liegt gleichzeitig auch auf der Grenze zwischen den Regionen Emilia Romagna und Toskana.
Als Verkehrsweg ist dieser Pass völlig unbedeutend, da es weiter westlich einen wesentlich besseren Übergang über den Passo Abetone gibt. Dies hat zur Folge, dass man auf der schmalen Passstraße so gut wie alleine unterwegs ist. Zur Überquerung des Apennin-Hauptkamms eignet sich die Strecke jedoch nur bedingt, da von beiden Seiten etwa das oberste Drittel nicht mehr asphaltiert, sondern lediglich grob geschottert ist. Eine Überquerung mit dem Rennrad ist also nicht zu empfehlen (wenn auch für Liebhaber von Schotterstraßen durchaus machbar).
Doch auch der asphaltierte Teil als Stichstraße bietet dem kletterwilligen Rennradfahrer einiges, nämlich auch immerhin noch einen Höhenunterschied von etwa 750 Hm in malerischer Umgebung und fast völliger Abgeschiedenheit. Auch wenn die jenseits der Baumgrenze in einer kargen Mondlandschaft liegende Passhöhe mit fantastischen Ausblicken zum Monte Cimone und anderen umliegenden Bergen so leider nicht erreicht wird, hat dieser Pass ausreichend Potential sowohl für touristisch, als auch für sportlich eingestellte Fahrer.
Für die Beschreibung danken wir majortom Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Nordrampe von Fanano15,7 km1134 HmSchön: 4 SterneHart: 3 Sterne
Südrampe von Cutigliano17 km960 HmSchönheit nicht bewertetHärte nicht bewertet

Nordrampe von Fanano  15,7 km / 1134 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 3 Sterne

Zur Nordanfahrt auf den Passo di Croce Arcana orientiert man sich am besten nach Fanano (ca. 620 m). Man muss von Ortszentrum jedoch erst noch in eine Senke abfahren, so dass der tiefste Punkt und eigentliche Startpunkt der Auffahrt erst kurze Zeit später auf etwa 530 m Höhe erreicht ist. Hierfür muss man in Fanano von der SP324 in Richtung Ospedale abbiegen. Auch der Pass ist hier schon ausgeschildert, jedoch nur mit einem ziemlich unscheinbaren Wegweiser, so dass man sich besser nach Ospedale orientiert.
Nachdem man einen kleinen Bach überquert hat, beginnt der Aufstieg weiter entlang dieses Baches in ein Tal hinein. Die Hügel rechts und links sind dicht bewachsen, und der erste Teil der Auffahrt führt bei moderater Steigung von maximal 8 % durch Wald. Während sich das Tal immer weiter verengt, gewinnt man stetig an Höhe.
Nachdem man eine kleine Kapelle passiert hat (5,6 km, 780 m), folgt kurz darauf eine Kombination von zwei Kehren (6,5 km, 830 m), und wiederum kurze Zeit später ist dann der schöne, aber recht verschlafen wirkende Ort Ospedale erreicht – kein Wunder auch, wir befinden uns hier wohl doch ziemlich weit ab vom Schuss irgendwo in der Apennin-Provinz, und es ist verwunderlich, dass die Straße bis hier in hervorragendem Zustand ist.
In Ospedale verliert man erstmal wieder ein paar Höhenmeter, und bald darauf kommt man zu einer Weggabelung. Die Straße Richtung Pass ist die rechte Möglichkeit, die eigentlich nur wie ein Wanderparkplatz aussieht; die breitere und vertrauenserweckendere Straße endet nach etwa 200 m an einer Mineralwasserfabrik – wohl auch die Erklärung dafür, dass im Abschnitt zwischen Fanano und Ospedale auch LKW unterwegs sind. Wir wählen also die unscheinbare rechte Straße, die wieder in den Wald hinein führt.
Die Straße ist nun nur noch einspurig, die Asphaltqualität wird schlechter, und der Anstieg ist auch bei weitem nicht mehr so regelmäßig – Flachpassagen wechseln sich mit kürzeren oder längeren Rampen ab, die auch mal die 10 % Steigung überschreiten. Das Tal haben wir längst verlassen, und wir schrauben uns nun weiter am Hang nach oben. Nach insgesamt etwa 9 km öffnet sich kurzzeitig der Wald und gibt Blicke hinüber zum Monte Cimone frei.
Etwas irritierend sind nun für den unkundigen Radler, der eine durchgehende Passstraße erwartet, die Kilometerangaben auf der Straße, die nun zuerst „2 km” und dann „ultimo km” ankündigen. Demnach wäre die Auffahrt etwa vier Kilometer kürzer als erwartet, und auf den letzten zwei Kilometern müssten auch noch etwa 600 Hm zu bewältigen sein. Des Rätsels Auflösung ist dann eine (wohl im Hochsommer auch bewirtschaftete) Hütte auf der rechten Seite, nachdem man wieder in den Wald eingetaucht ist. Die Kilometerangaben beziehen sich anscheinend auf diese Hütte.
Die Reise wird dann wohl aber auch für die meisten hier enden, denn kurz nach der Hütte endet auf etwa 1350 m Höhe nach 12 km ab Fanano der Asphaltbelag. Auf einem grob geschotterten Waldweg geht es nun noch 4 km und etwa 300 Hm weiter zum Pass. Da diese Straße allerdings in wirklich miserablem Zustand ist, können wir die Weiterfahrt mit dem Rennrad nicht empfehlen – auch wenn sie für Schotterfetischisten (die es ja bei quaeldich.de durchaus gibt, auch wenn sich der Autor hier nicht dazu zählt) kein wirkliches Problem darstellen sollte, da die Steigung im moderaten Bereich bleibt. Wer diese zusätzliche Tortur noch auf sich nimmt, wird jedoch auf der Passhöhe mit einer großartigen Landschaft und einem herrlichen Ausblick über die baumfreien Hügel des Hochapennins belohnt.
Auch auf der Abfahrt nach Cutigliano ist das erste Drittel bis zur Ortschaft Doganaccia eine Schotterpiste, deren Qualität ähnlich mies ist wie auf der Nordrampe.
Für die Beschreibung danken wir majortom Mail an Absender

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Südrampe von Cutigliano  17 km / 960 Hm Schönheit nicht bewertet Härte nicht bewertet

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