Pico del Veleta (3384 m)

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Pico del Veleta (3384 m)

Cordilleras Béticas, Sierra Nevada (Spanien), Andalusien.
Die in einschlägigen Magazinen bisher erschienen Beschreibungen des Pico del Veleta strotzen vor Übertreibungen, die einerseits zutreffen, andererseits eben nicht – die wildesten Gerüchte sind im Umlauf.
Zutreffend sind Superlative, die das Erlebnis als solches betreffen, die Landschaft, die Ausblicke, solche, die die Leistung des Einzelnen würdigen und vieles mehr. Rein statistisch stimmt, dass der Veleta der höchste anfahrbare Punkt Europas ist, wenn man ein Minimum an Straße voraussetzt. Sicher ist mancher mit einer Enduro schon höher gekommen, aber halt irgendwie wild durchs Gelände.
Vollkommen unbegründet sind Begriffe wie „mörderisch”, „Atemnot”, „schwarz vor Augen” oder „Schwindelanfälle”... All das liegt nicht am Pico del Veleta, der hat eine durchschnittliche Steigung von 5,1 Prozent ab Granada, 6,5 Prozent ab dem eigentlichen Anstiegsbeginn. Es liegt also vielleicht eher am Trainingsstand des Fahrers oder seiner unvernünftigen Fahrweise. Puls 180 kann man sich auch an seinem Hauspass holen oder beim Wett-Treppensteigen ein Hochhaus hinauf. Für Stress und Bergwertung ist die Auffahrt zum Pico del Veleta viel zu schade.
Auch wird sie an Steilheit von vielen anderen übertroffen, ebenso beim Höhenunterschied (Cime de la Bonette z.B. ab Nizza 113 km, 2802 Hm) und auch in der Länge der Anfahrt, die 53 km ab Granada beträgt.
Fakt ist: Sie ist die Königin der Bergstraßen und verdient in allen Bereichen fünf Sterne, die jedoch einer Erklärung, bzw. Relativierung bedürfen.
Schönheit versteht sich von selbst, zehn Sterne wären angebracht, fünf alleine für die Abfahrt. Alle, die ich bei meinen bisherigen zwei Fahrten dabei hatte und auch im Vorfeld der Planung teilweise überreden musste, übernahmen anschließend in Granada und noch Tage danach meine Rotweinrechnung.
Schwierigkeit : Die Steigung ist im Schnitt bis wert, muss jedoch aufgrund der Höhe und auch der Länge auf festgelegt werden, im letzten Fünftel wird es jedoch bissig, was die durchaus rechtfertigt und durch den Höhensuperlativ nur unterstrichen wird.
Die Königin der Bergstraßen ist ein Luxuserlebnis der Extraklasse und bei vernünftiger Fahrweise alles andere als ein Killer. Aus- und Fernblicke suchen ihresgleichen, die Straßenführung ist abwechslungsreich und bietet Fotospots en masse. Wer in Andalusien Rad fährt und den Pico del Veleta nicht macht, ist entweder in der falschen Jahreszeit dort unten (Planungsfehler der groben Art) oder hat ein Rad ab.

Für die Beschreibung danken wir ritchie Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Anfahrt von Granada53 km2720 HmSchön: 5 SterneHart: 5 Sterne
verkehrsärmer über Güejar-Sierra58 km3000 HmSchön: 5 SterneHart: 5 Sterne
Nordwestanfahrt über den Collado del Muerto44,4 km2820 HmSchön: 5 SterneHart: 5 Sterne

Anfahrt von Granada  53 km / 2720 Hm Schön: 5 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

In Granada fragt man sich sich nach der Carretera veja de la Sierra Nevada (alte Straße) durch. Am Kreisverkehr (A395) geht es geradeaus, und ca. 2 km nach Cenes de la Vega rechts ab (ca. 10 km ab Granada). Hier beginnt die eigentliche Steigung. 5–6 km auf der alten und dann der neuen Straße folgen, gelegentlich flach und auch kurz bergab. Beim Punto de Informacion El Dornajo fährt man rechts hoch. In Prado Llano legt man am Besten eine Pause ein und fährt anschließend durch den Ort steil hinauf zur Straße zurück, um und die letzten 1300 Hm in Angriff zu nehmen. Bei etwa 2450 m Höhe passiert man das Observatorium, und bei 2520 m eine Schranke, die das Ende des Autoverkehrs einläutet. Jetzt hält man sich links, sonst geht es zum Radioteleskop auf der gegenüberliegenden Seite. Kurvig geht es jetz am Kamm bergauf, anschließend über Serpentinen und lange Rampen am Hang entlang. Im kleinen Sattel bei der Abzweigung nach Capileira (nur für Allrad), etwa auf 3200 m Höhe, muss man links abbiegen und durchhalten. Lasst euch nicht von möglichen Schneefeldern auf der Straße abschrecken, und tragt notfalls euer Rad: der Ausblick lohnt sich.
Bei der Abfahrt die Abzweigung nach Prado Llano links liegen lassen, und ca. 3 km später nach der Albergue scharf rechts abbiegen (auf die weiße Straße). Beim Punto de Informacion El Dornajo wieder auf die rote; die Einmündung der Carretera veja rechts liegen lassen, aber nach rauschender Sause auf der Schnellstraße die erste Abzweigung rechts nach Cenes de Vega nicht verpassen, sonst findet man sich später auf der flachen, öden Autobahn nach Grenada wieder.
Für die Beschreibung danken wir ritchie Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.hmb Mail an Absender4 h 10 m 00 s24.08.2006
2.Garbus Mail an Absender4 h 20 m 00 s24.07.2010
3.darkdesigner Mail an Absender4 h 30 m 00 s11.06.2007
Carbony Mail an Absenderohne Zeit07.06.2006
raumried Mail an Absenderohne Zeit24.08.2010

verkehrsärmer über Güejar-Sierra  58 km / 3000 Hm Schön: 5 Sterne Hart: 5 Sterne

Wer das Vergnügen der Veletaauffahrt weitgehend ohne Autoverkehr erleben möchte, sollte möglichst nicht sonntags fahren. Außerdem gibt es eine verkehrsarme Alternativstrecke auf den Berg, die hier beschrieben ist. Man legt auf dieser Route von Granada bis zum Gipfel rund 3000 Hm und ca. 58 km hinter sich. Die Straße ist teilweise nur 2–3 m breit, jedoch durchgängig asphaltiert und auch mit dem Rennrad gut zu befahren.
Nach Cenes de la Vega muss man sich links halten in Richtung Güejar-Sierra. Am ersten Abzweig nach links (Quentar) noch gerade aus weiter fahren. An der nächsten Häuseransammlung links ab nach Güejar-Sierra (beschildert). Nun geht es bergauf zu einem sehr schönen Stausee. Später, in Güejar-Sierra fährt man direkt hinter der Kirche (Eglisia) rechts in eine schmale Gasse, danach immer gerade aus. Nach dem Ort geht es auf einer schmalen Straße erst bergauf und anschließend wieder ein gutes Stück hinunter. Unten angekommen immer rechts halten (asphaltierte Straße, rechter Hand fließt ein Bach). Zwei kurze, enge Tunnel passieren und vor dem dritten Tunnel rechts über den Bach abbiegen. Ab jetzt geht der Puls hoch (auch bei trainierten Ötztaler-Fahrern!). Nach ca. 1 km wird es dann wieder etwas flacher, und dann beginnt auch schon bald die fantastische Aussicht. Wenn man nach einigen Kilometern von oben auf die Hauptstraße (A395) und ein Hotel schauen kann, dann an der nächsten Möglichkeit scharf links auf eine breite Straße einbiegen. Je höher man kommt, desto schwerer fällt das Atmen – allerdings nur wegen der atemberaubenden Fernsicht. An der nächsten großen Wegegabelung, an der man links abbiegt, kann man das Ziel schon sehen. Vorbei an der Albergue Education (links) und einem Sportzentrum (rechts) geht es bei mäßiger Steigung schließlich bis zu einer Ansammlung von Imbissbuden und dann an die Schranke, die das Ende für die motorisierten Fahrzeuge bedeutet. Ab jetzt immer links halten. Der letzte Kilometer der Straße zum Gipfel ist nicht asphaltiert und mit dem Rennrad etwas mühsam. Ganz oben muss man für die letzten Meter zum Gipfel das Rad dann auf die Schulter nehmen. Und dann kann man genießen...
Übrigens: kurz vor dem Gipfel zweigt für MTB-Fahrer ein Weg zum höchsten Berg am spanischen Festland, dem Mulhacen (3482 m) ab.
Für die Beschreibung danken wir ritchie Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
hghofmann Mail an Absenderohne Zeit05.03.2010
Reinhard Mail an Absenderohne Zeit12.08.2010

Nordwestanfahrt über den Collado del Muerto  44,4 km / 2820 Hm Schön: 5 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

Von Granada fährt man Richtung Huetor-Vega und folgt dann den Schildern Richtung Monachil. An einer Ampel auf der GR-3202 beginnt der Anstieg – Schilder weisen nach links den Weg nach Huetor-Vega, nach rechts nach Cajar. Bereits nach wenigen Metern nimmt die Steigung deutlich zu, und mit etwa sechs Prozent durchfährt man den Ortsteil Barrio de la Vega in zwei Kehren. Danach geht es kurz flach bzw. sogar leicht abfallend nach Monachil, wo der Anstieg so richtig beginnt. Am Ortsausgang schnellen die Steigungsprozente in den zweistelligen Bereich und verlassen diesen nicht so schnell wieder. Erst nach drei Kilometern wird es wieder spürbar einfacher, doch immer wieder gibt es fiese Rampen.
In insgesamt acht Kehren ab dem Ort schraubt man sich am Südhang nach oben und überquert auf etwas mehr als 1250 m Höhe den Kamm Richtung Norden. Nun folgt der wohl schwerste Abschnitt hinauf zum Veleta – mit etwa 18 % geht es fast 200 m bergauf. Kurz danach ist jedoch die Abzweigung einer Schotterstraße und der Campingplatz El Purche (10,3 km) erreicht.
Auf dem nächsten Kilometer ist Erholung angesagt, denn es geht bergab. Vor sich sieht man schon die Schlussrampe zum Collado del Muerto, die nochmal rund 15 % aufweist und ziemlich gerade verläuft. Rechts ist der Gipfel des Veleta zu erblicken – noch weit über uns.
Vom Collado del Muerto (12,1 km) geht es auf einer bisher fast baumlosen Gegend hinab in einen Nadelwald, und nach nur 800 m ist die Hauptstraße (A395) in die Sierra Nevada erreicht. Bei angenehmen Steigungsprozenten geht es nun weiter bergan, bei einem Restaurant folgen nochmal zwei kurze, leicht abfallende Stücke. Bei Kilometer 17,3 zweigt in der ersten Kehre seit dem Collado del Muerto die Variante direkt zum Collado de las Sabinas ab. Wir bleiben jedoch auf der Hauptstraße, die sich weiter nach Süden schlängelt – meist mit rund fünf Prozent.
Nach einem etwas steileren Stück ist bei Kilometer 25,5 der untere Abzweig in den Skiort erreicht. Wir biegen links ab und folgen der nun wieder deutlich flacheren Straße durch einen Wald hinauf zum Collado de las Sabinas (2173 m, 28,0 km), wo die Variante auf unsere Straße trifft und eine Kehre durchfahren wird. Ab hier pendelt sich die Steigung bei etwa sieben Prozent ein und lässt kaum mehr nach. Mit einigen Kurven geht es dem Gipfel entgegen, vorbei an einer weiteren Abzweigung nach Solynieve/Pradollano. Schließlich sind nach einer Kehre die Häuser Hoya de la Mora (2526 m, 32,8 km) erreicht und damit der Parkplatz für unsere motorisierten Freunde. Nach einer weiteren Kehre vorbei an einem Militärgebiet passieren wir die Schranke und der Belag wird deutlich schlechter.
Über 25 Kehren führt der Asphalt noch bergauf, dicht an dicht folgen die Kehren aufeinander. Nach der fünften Kehre ab der Schranke zweigt eine Straße hinüber zum Observatorium ab, die bis ganz oben asphaltiert zu sein scheint. Wenig später wird das 2750 m-Schild passiert, und damit bleiben in den Alpen gerade mal eine Handvoll Anstiege, die höher hinaufführen. Hier warten jedoch noch über 600 Hm auf uns!
Der Belag wird zunehmend schlechter, und nach zwei langen Hangquerungen scheint er in einer Kehre sogar ganz auszugehen (Kehre 17 ab Schranke). Doch nach nur drei Kehren wird’s wieder besser, und in der nächsten langen Querung passiert man schon die Abzweigung der Schotterstraße hinunter nach Capileira und hinüber zum Mulhacen. Drei letzte Kehren, und dann endet kurz nach der höchsten Liftstation etwas unmotiviert der Asphalt auf 3297 m Höhe.
Auf Schotter geht es noch drei Kehren und einen knappen Kilometer weiter nach oben. Am Ausgang der letzten Kehre warten noch einmal hohe Steigungsprozente und tiefer Schotter, der gerade noch mit einem Rennrad fahrbar ist. Wenige Meter später hat die Auffahrt jedoch knapp unter dem Gipfel auf 3384 m Höhe ein Ende. Zum Vermessungspunkt des Pico del Veleta sind es zwar nur einige Schritte, dennoch ist es ratsam hierfür andere Schuhe anzuziehen und nicht in den Rennradschuhen nach oben zu spazieren, denn in die anderen Richtungen geht es ein gutes Stück senkrecht nach unten.
Die Abfahrt macht nach Bewältigung des ersten Teilstücks bis Hoya de la Mora richtig Spaß, denn der Belag ist gut und die Kurvenradien meist nicht zu eng.
Wie schon in den anderen Varianten beschrieben: Fünf Sterne in jeder Kategorie sind angebracht, wer hohe Steigungsprozente sucht wird hier auch fündig, aber insgesamt eher ein Anstieg zum Genießen.
Für die Beschreibung danken wir Roli Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.Roli Mail an Absender3 h 24 m 55 s25.09.2009